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Milch und Hartz IV

Montag, 13.08.07 11:06 by jo@chim - 6 Kommentare

Die Angst vor den Sozialpopulisten der Linken treibt Vertreter von SPD, Grünen und Union dazu sich gegenseitig in den Forderungen nach Hartz IV Erhöhungen zu überbieten. Weil im Supermarkt die Milch teurer wird sollen die Hartz IV Regelsätze steigen. Nach den Forderungen von Unions-Sozen wie Althaus versucht nun auch Müntefering das Thema Mindestlohn aufzuwärmen, obwohl es hier überhaupt keinen Zusammenhang gibt. Wieso eigentlich nicht auch Löhne, Gehälter oder das Bafög erhöhen?

Besonders unglaubwürdig macht sich Grünen-Chef Bütikofer, der von einer gerechten Bandbreite zwischen 390 und 450 Euro faselt, obwohl die Grünen mit der SPD 345 Euro festgelegt haben. Völlig “vergessen” wird auch dass neben den nun 347€ Regelsatz auch Miet-und Heizkosten sowie die Sozialversicherung vom Staat übernommen werden. Das Existenzminimum wird ständig neu berechnet und angepasst. Höhere Milchpreise sind kein Grund für höhere Hartz IV Regelsätze. Günstigere Telefontarife führen auch nicht zum Absenken der Sozialhilfe.


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

6 Kommentare »

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  1. Dass mir Bütikofer mal ans Herz wachsen würde, damit habe ich ehrlich nicht gerechnet :-)

    Aber es schon auch noch ein paar andere Kleinigkeiten teurer geworden, z.B. die Energiekosten und die machen sich ja nicht nur in der Stromrechnung bemerkbar.

    Kommentar von Klaus — 13.08.07 11:46 #

  2. Die gestiegenen Energiekosten müssen übrigens, genauso wie die Wasserkosten, vom Hartz-IV Regelsatz bezahlt werden. Genauso verhält es sich auch mit der, zu mindestens in Berlin, erheblich gestiegenen Grundsteuer(ca. 20% gestiegen), wobei letztere allerdings nur bei Haus- und Wohnungseigentümern anfällt.

    Kommentar von Hardy — 13.08.07 16:39 #

  3. Milch ist eh nicht so gesund, wie die Werbung immer sagt.

    Kommentar von dagny — 13.08.07 17:59 #

  4. Wenn der Staat die Behinderte Klasse (nach Stefan Blankertz) erst in Abhängigkeit hält und dann an der Zapfsäule, im Agrarsozialismus, im Ökowahn und im Strom”markt” als Verteuerer der Lebensumstände dieser Menschen aus der “Unterschicht” wirkt (etwa durch Dirigismus und Protektionismus sowie durch Gewrkschaftskartelle und Mindestlöhne), dann freilich muss er auch die Zuwendungen an die von ihm an produktiver Tätigkeit gehinderten erhöhen.

    Kommentar von Franz-Josef — 13.08.07 20:29 #

  5. Wer sich zu dieser späten Stunde noch etwas gruseln will: im Kommentarbereich bei sueddeutsche.de läuft zu diesem Thema gerade ein tolle Freakshow. Aber nicht stören !

    Kommentar von noktavian — 13.08.07 22:53 #

  6. Um das ständige Anpassen der Hartz-IV-Sätze an Preisverschiebungen zu vermeiden, sollte das Ziel der Regierung sein,
    1. allen Harzt-IV-Empfängern (HIVE) Debit-Karten auszustellen.
    2. Jeder Empfänger verfügt über ein fiktives Budget in einer neu zu schaffenden Recheneinheit (z.B. ein “Quas”, für “quasi” oder “verquast”). Das Budget setzt sich aus dem amtlich festgestellten Bedarf des HIVE zusammen, bewertet mit amtlich festgesetzten Wareneinheitspreisen (WEP) (genauso wie in der DDR Einheitspreise für alle Güter festgesetzt waren)
    3. Kauft ein HIVE in irgendeinem Laden ein, dann wird von der Karte der Warenpreis entsprechend der Rechnung des Geschäfts bezahlt und gleichtzeitig der Betrag in Quas vom amtlichen Bedarfskonto des HIVE abgebucht. Die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem WEP trägt der Staat.

    Damit ist es nicht mehr notwendig, langwierig und damit teuer über Anpassungen zu diskutieren und die Beträge anzupassen. Dem Empfänger erhält immer genau der Betrag, der seinem Warenbedarf entspricht.

    4. Um den Mehraufwand der doppelten Rechnungsführung zwischen Bedarfskonto (in Quas) und tatsächlich bezahltem Geld (in €) zu reduzieren, wird sich die Bundesregierung bemühen, die Firmen erst zu “freiwilligen” Aktionen zu bewegen und danach auf dem Verordnungswege dazu zu zwingen, statt des Marktpreises den Wareneinheitspreis zu nehmen. Damit wäre endlich eine gelenkte (”gerechte”) Wirtschaft eingeführt.

    Kommentar von artemidor — 15.08.07 11:30 #

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