Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Butter und Milch

Mittwoch, 08.08.07 09:41 by M.M. - 16 Kommentare

Kaum ziehen die Preise für Butter und Milch etwas an, werden die Deutschen depressiv.

In der Umfrage für stern und RTL meinten nur noch 31 Prozent der Bürger, dass es wirtschaftlich weiter bergauf gehen werde – eine Woche zuvor waren es noch 38 Prozent gewesen. 37 Prozent befürchten nun, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern werde – neun Punkte mehr als in der letzten Juliwoche, als nur 28 Prozent dieser Ansicht waren.

Was ist das nur für ein Land?


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

16 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

  1. Na ja, es sind ja auch noch diese “Turbulenzen an den Finanzmärkten”, die den Michel verschrecken.

    Ich weiß nicht, ob das an der fehlenden erfolgreichen bürgerlichen Revolution liegt, aber irgendwie sind wir Deutsche über den Feudalismus nicht hinausgekommen. Wir brauchen immer noch den adligen Herrn oder eine Art Kirche, die uns beschützen vor den uns unbekannten Unbilden dieser finsteren Welt. Klappt das nicht, wird dann gerne gegen die Obrigkeit gewettert – das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, ist keine Alternative. Zumindest bei denen, die noch da sind.

    Kommentar von Rayson — 08.08.07 10:22 #

  2. “Was ist das nur für ein Land?”

    Na, sagen wir mal: ein neurotisches. Mal sehen, wann die ersten Forderungen kommen, den Butterpreis zwecks Verhinderung von Hungersnöten staatlich zu regulieren.

    Kommentar von statler — 08.08.07 10:24 #

  3. Möglicherweise ein Land, in dem vielen Leuten klar ist, dass es bei heftigen Anstiegen der Preise für Grundnahrungsmittel zumindest für sie persönlich wohl nicht bergauf gehen wird?

    Mal ganz ehrlich: Bei einer solchen Fragestellung vom “Common Man” zu erwarten, dass er eine Prognose für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung abgibt, ist doch etwas übertrieben. Er wird nur von seinen eigenen Zukunftsaussichten sprechen. Und die färben sich bei steigenden Preisen ohne steigende Einkommen düster. Ist doch klar, oder?

    Kommentar von Karsten — 08.08.07 10:52 #

  4. Beim “Common Man” wie Karsten so schön sagte, ist es allerdings nicht nur der gestiegene Butter und Milchpreis, er kann eine allgemeine Preiserhöhung der Lebensmittel erkennen, welche jedoch auch durch die EU-Quoten noch gefördert wird. Auch die Getreideprodukte sind, aufgrund von verstärktem Gebrauch und Anbau als Biosprit teurer geworden. Die Gehälter der unteren Lohngruppen, von Rentnern und Hartz-IV Empfängern ganz zu schweigen, blieben jedoch gleich.
    Umgekehrt verhält es sich jedoch bei den Politikern, Vorstandsvorsitzenden und anderen in den oberen Gehaltsklassen. Dort stiegen die Bezüge mehr als reichlich(z.B. Deutsche Bahn Vorstand, teilweise 62% in einem Jahr).

    Kommentar von Hardy — 08.08.07 14:41 #

  5. Ich bin da ganz bei Karsten, solche Umfragen taugen doch nur die Sendezeit diverser Nachrichten- und Pseudonachrichtensendungen zu füllen. Natürlich sieht Otto Normalverbraucher jetzt erst mal das er mehr Geld ausgeben muss, daran geht er nicht pleite und er muss auch nicht hungern, aber es kostet ihm eben spürbar Geld. Da ist so ein Ergebnis doch völlig normal.

    Im Übrigen halte ich auch das Herumgemecker am deutschen Michel für übertrieben – vom missionarischen Eifer die feudalistisch denkenden Deutschen mit der Fackel der Freiheit zu retten reden wir erst mal gar nicht. ;-) Und das Meckern über die Deutschen von Deutschen ist meiner Ansicht nach etwas, was man getrost auch als typisch Deutsch bezeichnen kann. Von Außen betrachtet sind wir nicht neurotischer als unsere Nachbarn.

    Kommentar von Thomas — 08.08.07 14:42 #

  6. depressiv? Ich glaube nicht, nur weil die Umfragen um ein bisschen einbrechen, heißt das doch net, das deshalb jemand depressiv geworden ist?

    Ich denke hier wird wieder einmal übertrieben :)
    Sicher findet man es nicht gut, aber darum macht sich keiner einen Kopf (oder vielleicht doch, aber dann auch nur in Holland)…

    Kommentar von Max — 08.08.07 15:25 #

  7. Wenns nicht gerade um Milchmixgetränke geht, reagieren wir hier in Bayern nicht unbedingt lediglich “depressiv”: Nachdem die Bamberger Brauereien den Bierpreis für das Seidla (0,5 Liter Bier) um einen Pfennig auf 11 Pfennige angehoben hatten, brach am 01.Oktober 1907 der “Bamberger Bierkrieg” aus. Die Wirte im Sand (dem damaligen “Vergnügungsviertel”) weigerten sich die Erhöhung an die Kunden weiterzugeben und versorgten ihre Wirtschaften mit Bier aus Forchheim. Den Boykott der anderen Gaststätten, welche die Preise erhöht hatten, organisierte Karl Panzer genannt “der Feldmarschall”. Am 07.10. beugten sich die Brauereien dem Druck der Straße und senkten Ihre Preise wieder.
    ;-)

    Kommentar von jo@chim — 08.08.07 16:21 #

  8. @jo@chim: Danke für die Aufklärung. Dann steht uns das Schlimmste noch bevor: Die Chinesen saufen uns auch das Bier weg! ;-)

    Kommentar von M.M. — 08.08.07 17:14 #

  9. Apropos Bier-weg-saufen, ich glaube das einzige tatsächlich funktionierende Staatsunternehmen ist wohl die Brauerei Rothaus in Baden-Württemberg, die allerdings auch unter den typischen Problemen eines Staatsbetriebes krankt (sie wollen nicht gewinnbringend expandieren…). Ich hoffe nur nicht, dass die Chinesen auch noch gefallen an diesem Bier finden, sonst wird das mit der Knappheit ein wirkliches Problem =)

    Allerdings würde ich mich nicht wirklich aufregen, wenn sie deutsche Bierbraugeheimnisse nehmen und kopieren würden, denn das würde eventuell sogar unsere Preise drücken ;)

    Kommentar von Max — 08.08.07 17:22 #

  10. Der Vorteil ist, das mein Lieblingsstoff (Ungespundet hefetrüb) schon schlecht wäre, wenn er in China ankommt. Wobei mir Sorge macht, dass die das wohl gar nicht bemerken würden. Denen graust ja vor nix, nicht mal vor Löwenbräu am Oktoberfest…
    Als Alternative empfehle ich (nicht nur den Chinesen, sondern auch unseren muslimischen Brüdern & Schwestern) diese Alternative hier ;-)

    Kommentar von jo@chim — 08.08.07 17:28 #

  11. @Max: Nein! Weihenstephan ist ebenfalls VEB (Volkseigentum Bayern). Als Minimalstaatler, der dem Staat einige wesentliche Grundaufgaben, so auch die Bierversorgung, zubilligt kann ich damit leben ;-)

    Kommentar von jo@chim — 08.08.07 17:33 #

  12. Na gut, wenn diese Diskussion von der Milch in die Bierwirtschaft abdriftet – hier noch ein Gruss aus Basel: http://www.uelibier.ch/default.aspx?code=20

    Kommentar von M.M. — 08.08.07 19:09 #

  13. @Karsten

    Seit einigen Wochen konsumiere ich weder Milch noch Butter. Und dass ich diese Zeilen tippe, sollte dir belegen, dass auch dem derart in Existenzangst verfallenden deutschen Konsumenten ein schlimmes Schicksal erspart bleibt.

    Im Übrigen halte ich meine bei Finger.Zeig angebotene Wette, dass von der Preiserhöhung am 1. September nicht viel übrig geblieben sein wird. Das müsste nur jemand anders überprüfen, denn seit einigen Wochen kenne ich diese speziellen Preise ja nicht mehr…

    Kommentar von Rayson — 08.08.07 20:43 #

  14. Die Sterne sind Schuld. Das habe ich heute morgen ganz klar in einem Beitrag bewiesen. ;-)

    Kommentar von Diskus — 08.08.07 22:42 #

  15. @Rayson:

    Ist das eine Diät?

    Bezüglich der Wette werde ich regelmäßig bei uns über den Preis von Milch und Butter berichten. Etwa 30 Cent Preiserhöhung bei unserem lokalen Supermarkt waren in den letzten drei Wochen jedenfalls schon zu beobachten.

    Kommentar von Karsten — 12.08.07 22:09 #

  16. @Karsten

    Es sind eher die Folgen einer solchen: Morgens kein Eiweiß. Und mittags und abends kann ich mit Milch nicht viel anfangen (mit Butter sowieso nie etwas).

    Kommentar von Rayson — 13.08.07 11:58 #

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.


--- Alle Beiträge anzeigen ---

Powered by WordPress 2.2.1 DE

Listed on BlogShares

Antibuerokratieteam.de - (c)2005-2007 Achim Hecht