Keinen Fussbreit den Feinden der Meinungsfreiheit.
Während unsere B.L.O.G.-Nachbarn intelligente Linke in ihre Blogroll aufnehmen, habe ich den intelligenten Rechten vom Schülermagazin Blaue Narzisse ein Interview gegeben.
Ich gestehe, dass ich kurz darüber nachgedacht habe, ob ich die Interviewanfrage beantworten will – mit “Pennälerburschenschaften” zu denen sich einzelne Autoren rechnen habe ich ebensowenig am Hut wie mit Ches autonomen Freunden.
Den Ausschlag hat dann der “Rechercheartikel” einer “Antifaschistin” gegeben, der im Vorwurf kulminiert, einer der Autoren des Magazins habe “linke” Sachbeschädigung zur Gewalttat um[ge]deutet (sic!) , während er rechtsradikale Propagandadelikte und Volksverhetzung aufgrund seines Verständnisses von Meinungsfreiheit aus der [Kriminal]Statistik herausinterpretiert. Deutlicher kann man sein ambivalentes Verhältnis sowohl zu Gewalt als auch zu Meinungsfreiheit nicht illustrieren: Keinen Fussbreit den Feinden der Meinungsfreiheit – ob von lechts oder von rinks!
9 Kommentare »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI
Einen Kommentar hinterlassen
You must be logged in to post a comment.
--- Alle Beiträge anzeigen ---
Powered by WordPress 2.2.1 DE


antibuerokratieteam.de






Naja. Mein Fall ist diese “Blaue Narzisse” ja nicht unbedingt. Andererseits würde ich das nach kurzem Drüberschauen wohl auch von che sagen, insofern: Ein Lob der Meinungsfreiheit. :)
Kommentar von Karsten — 24.04.07 19:03 #
Dös hescht aber schön gsagt, mai Lieber, bei dene dort drüübe. Du bischt mer jo e ächte Liberale.
Kommentar von M.M. — 24.04.07 19:41 #
Dabei habe ich nicht mal linke Sachbeschädigungen zu Gewalttaten umgedeutet. Das habe ich schon allein auf Grund des Faktums, dass auch ohne diese Umdeutung die selbst vom Verfassungsschutz erstellte Statistik einen höhere Gewalttätigkeit bei Linksextremisten ausweist. Ich habe so etwas aber auch deshalb nicht nötig, weil mir Wahrheit und Freiheit vor billger Propaganda gehen, die doch nur mit eins, zwei Sätzen als Lüge enttarnt werden könnten. Die Lüge kann sich aber nur leisten, wer Macht besitzt, denn er kann jene verstummen lassen, der die Lüge als Lüge entblößt.
Kommentar von Marco Kanne — 24.04.07 20:46 #
Wor des edzala Allemannisch, Mannfrädd? :P
Auf die schönste Formulierung hat übrigens ein anderer Antibürokrat das (C).
Kommentar von jo@chim — 24.04.07 22:50 #
Des war Allemannisch, so auf dr Höhe von Weil am Rhein, möglicherweise auch ä bissele weiter südlich gege Freiburg zue.
I ka jo au emool ebbis uff Baseldytsch schriibe. Dä Dialäggt kunnt us dr gliiche Sproochfamilie. Sind halt alles Allemanne do am Oberrhy. Do gheere au d’Elsässer derzue.
In dr Schwiiz wird jo dr Dialäggt hoch ghalte. Er isch nid Sprooch vo dr Unterschichte, sondern er wird sproochlich vor allem in dä gebildete Kraise pflägt.
In Basel kasch dorum saage, us wellere (welcher) Familie und us wellem Quartier epper (jemand) kunnt. Allerdings stelle mer wie in Dytschland fescht, dass dr sproochlich Yfluss us Balkanie unde duure (unten durch) duet Fuess fasse.
Es isch also nümme ungwöhnlich, wenn so ä Schieler (Schüler) sait: He du, was luegsch (was guckst du) muess i dir eini betoniere (Verb kommt von Beton)
Zum Lesen: ue nicht als ü lesen sondern als u e.
Kommentar von M.M. — 25.04.07 06:54 #
Es gibt keine “intelligente Linke”.
Jedenfalls sehe ich nicht ein, warum intellektuelle per se links sein sollen? sind es denn nicht gerade DIE die libertäre erreichen wollen/sollen/müssen?
Kommentar von dagny — 25.04.07 10:58 #
Natürlich gibt es intelligente Linke wie auch Rechte, dagny (ebenso wie ich auch saudumme Libertäre kenne). Dem politischen Gegner ohne Einzelfallprüfung ;-) die intellektuellen Fähigkeiten abzusprechen zeugt nicht eben von grosser Diskursfähigkeit.
Und dass Intellektuelle per se links sein sollen habe ich überhaupt nicht geschrieben …
Kommentar von jo@chim — 25.04.07 11:30 #
Sagt mir Bescheid, wenn ich zukünftig meine alemannische Freundin an meiner Seite brauche, um hier mitzulesen…
Kommentar von Rayson — 25.04.07 12:52 #
’s gibt sogar intelligente Volltrottel: Zu allem fähig, aber zu niX zu gebrauchen…
Kommentar von Bodo Wünsch — 25.04.07 18:27 #