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Der Kapitalismus macht die Reichen immer reicher.

Samstag, 10.03.07 10:15 by jo@chim - 3 Kommentare

Richtig. Und auch sonst hatte die globale kapitalistische Entwicklung in den letzten Jahren noch einige positive Effekte, wenn man dieser Tabelle aus dem Buch The Improving State of the World von Indur M. Goklany glauben darf:


(Via Mit dem Kopf voran)


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

3 Kommentare »

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  1. Bravo ,

    Sie scheinen einer der Blogger aus dem Liberal-Kapitalistischen Umfeld zu sein, der sich ein gewisses Gespür für Zahlen bewahrt hat:

    “…wenn man dieser Tabelle aus dem Buch [..] glauben darf”

    Ein Blick in die bezogenen Quellen, speziell WDI, offenbart bei mindestens zwei der aufgeführten Indikatoren nicht unbeträchtliche Abweichungen. Man könnte aber auch folgern, einige Zwischenschritte erforderlich, dass sich die Armut von 2002 bis 2004 so ungefähr verdreifacht hat.

    Wenn es nicht so schwierig wäre, würde ich jetzt raten: “Sektflaschen wieder verkorken …”

    Schönen Tag.

    Kommentar von Balou — 13.03.07 12:36 #

  2. Womit belegen Sie Ihre Auffassung, “die Armut” habe sich von 2002 bis 2004 so ungefähr verdreifacht Balou?

    Kommentar von jo@chim — 13.03.07 12:53 #

  3. Zur Erklärung:

    1. Selbstverständlich weis ich, dass diese Aussage, zumindest so, nicht zutrifft. Deshalb:

    Man könnte aber auch folgern […], dass sich die Armut von 2002 bis 2004 so ungefähr verdreifacht hat.

    2. Abzuleiten wäre diese Annahme wenn man

    a) die Werte der Tabelle für das Jahr 2002 als gegeben betrachtet (z.B. Zugang zu Wasser und Kindersterblichkeit) und gleichzeitig davon ausgeht, dass

    b) die Daten der WDI Datenbank so ungefähr den Tatsachen entsprechen.

    Dort fehlen, zumindest teilweise, die Daten für 2002 und 2003 also kann ich keine Aussage treffen inwieweit in der Tabelle korrekt zitiert wurde aber es sind die Werte für 2004 aufgeführt. Wenn ich jetzt beide Datenreihen als den Tatsachen entsprechend annehme, so ergibt sich bei dem Indikator Wasserzugang eine Verschlechterung von 97,4% (2002, Tabelle) auf 83% (2004, WDI).

    Und bei der Kindersterblichkeit eine Verschlechterung von 17/1.000 (2003 lt. Tabelle) auf 54/1.000 (2004 lt. WDI Datasources) lebend geborenen Kindern. Jeweils die Gesamt Weltbevölkerung als Grundlage.

    Sicher gibt es im bezogenen Buch irgendeine Erklärung – oder auch nicht – aus dieser Tabelle, den weiteren verlinkten Tabellen, Grafiken und auch aus der Kurzbesprechung ergibt es sich nicht.Für mich sind die Weltbankdaten auf die ich hier und heute zugreifen kann der Maßstab, vor allem wenn mich der link in der pdf Datei nach sonstwo schickt – auch interessant aber ebenfalls keine Daten. Bleibt für mich nur ein Fazit: Propaganda.

    Noch ein Wort zu den Definitionen, wir sind sehr leicht geneigt unsere Erfahrungswerte z.B. von sicherem Wasserzugan zu übertragen. In der Realität heißt sicherer Wasserzugang folgendes:

    Water source, improved, population with sustainable access to

    The share of the population with reasonable access to any of the following types of water supply for drinking: household connections, public standpipes, boreholes, protected dug wells, protected springs and rainwater collection. Reasonable access is defined as the availability of at least 20 litres a person per day from a source within 1 kilometre of the user’s dwelling.

    Kommentar von Balou — 13.03.07 15:41 #

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