Schweizer Soldaten für die Bundeswehr?
Die Bundeswehr wird in Afghanistan schon bald Verstärkung erhalten. Von der Schweiz. Denn ein paar Politiker haben sich in den Kopf gesetzt, dass auf die Dauer nur den Papst zu bewachen, ja auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein kann.
Die Basler Zeitung zitiert heute aus einem bislang unter Verschluss gehaltenen Protokoll der “Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates“, wonach die Schweiz beabsichtigt, ein Infanteriedetachement mit 20 bis 30 Mann an den Hindukusch zu schicken. Derzeit hat die Schweiz vier Stabsoffiziere vor Ort im Einsatz.
Die Schweizer sollen unter deutscher Führung am Afghanistan-Engagement der Nato teilnehmen.
Die Schweiz müsse sich auf eine “lang dauernde Verpflichtung” einstellen, heisst es in dem Papier.
Interessant für deutsche Leser dürfte die in Aussicht gestellte Aufgabe der Schweizer Soldaten sein:
“Ich tu’ ja was…!”
…, wenigestens für’s Gewissen, zum Beispiel mit einem scheißkorrekten zeitgemäßen Auto-(!)-Aufkleber:

Gestern gesehen in München beim Warten an einem Bahnübergang. Könnte man es als besonders delikat bezeichnen, dass die Fahrerin den Motor ihres Renault weiterlaufen ließ, bis sich die Schranken wieder öffneten? ^^
Bush beim Galabankett
Humor hat George W. Bush: beim diesjährigen Galabankett der Rundfunk- und Fernsehjournalisten hat er mal wieder einen humorvollen Auftritt. „Vor einem Jahr hatte ich etwa 30 Prozent Zustimmung. Damals war die Welt noch in Ordnung“. Auf die häufig gestellte Frage, wie er mit der neuen Präsidentin des Repräsentantenhauses, der Demokratin Nancy Pelosi, auskomme, antwortete Bush: „Man sagt ihr nach, sie sei herrisch, sie sei starrköpfig, und man sollte sich nicht mit ihr anlegen – nun ja, mit meiner Mutter komme ich ja auch klar!“ Was für ein Buch will er schreiben über seine Präsidentschaft? „Ich denke da an etwas wirklich Lustiges und Kreatives. Vielleicht ein Kinderbuch mit Pop-ups!“ Und der Titel könnte laut Bush zum Beispiel lauten: „Wer hat bei meiner Präsidentschaft die Fäden gezogen?“ Oder auch nur: „Dienstags bei Cheney.“ Warum Senator Obama nicht da sei? Nicht genug Presse hier…
Postcard for Christian
Aus der Serie Die Rückkehr der Brigitte M. (Teil III) auf SPAM – Satire@SpiegelOnline.
Ich schliesse mich den Wünschen von Biggi an Christian gerne an :P
Das Evangelium für Chinas Wirtschaft?
Ein wirklich erstaunliches Interview ist in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung CASH zu lesen (nicht online). Herr Zhao Xiao, Professor am Institut für Management der Pekinger Universität für Wissenschaft und Technik und gemäss CASH Berater der chinesischen Regierung, sagt dem Schweizer Wirtschaftsblatt allen Ernstes, dass er als Korrektiv gegen einen überbordenden Kapitalismus auf eine neue Kraft setzt: Das Christentum.
Wie können Unternehmer und Manager zur Ehrlichkeit verpflichtet werden? Welchen moralischen Regeln folgen sie? Was geschieht, wenn die riesigen Ressourcen des Landes Menschen mit schlechten Absichten in die Hände fallen? Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass ein spirituelles Revival notwendig ist, um das Wirtschaftswachstum in kontrollierbaren Bahnen zu halten. Viele Chinesen spüren das zutiefst.
Weiter sagt Herr Zhao:
Böse Amis, nette Mullahs
Armes Deutschland: 48% der Deutschen halten die USA für gefährlicher als den Iran, nur 31% sehen es umgekehrt. SPON fordert eine neue Re-education. Vielleicht würde es auch helfen, wenn der SPIEGEL nicht mehr die Speerspitze des platten Antiamerikanismus wäre, dann müsste er jetzt nicht die Bekämpfung der selber mit verusachten Symptome fordern.
Hoffentlich eine Ente
Hoffentlich ist an diesen Ampel-Spekulationen nichts dran. Wenn an dem WELT-Bericht etwas dran ist hat die FDP ein echtes Problem…
Gordon Tullock
Zu den erfreulichen Eigenschaften meines Jobs gehört es, dass ich vielen interessanten Menschen begegne. Gestern gab es dabei ein absolutes Highlight für mich, denn bei einer Buchvorstellung im Londoner Institute of Economic Affairs lernte ich einen von mir sehr verehrten Ökonomen kennen, nämlich den Mitbegründer der Public Choice-Schule Gordon Tullock.
Tullock ist mittlerweile jenseits der 80, er hört schlecht, wie er sich gestern Abend immer wieder beklagte, aber davon abgesehen ist er sehr präsent. Und so unterhielten wir uns mit ihm sehr angeregt und waren von Tulllocks Witz und Schlagfertigkeit beeindruckt. Natürlich war Tullock auf Politiker ganz allgemein schlecht zu sprechen, was wohl bei Public-Choicern eine Art Berufskrankheit ist. Ob er denn gar keinen Lieblingspolitiker hätte, fragte ihn einer der IEA-Gäste. “George Washington,” sagte Tullock. “Well, yes”, sagte der Fragesteller, “but a politican alive?” Darauf Tullock trocken: “But Washington was alive once.”
Geil! Pauli nackt?
Wie geil ist das denn?! Für so manche(n) sicher ein ziemlicher Aufreger… ich freu mich drauf…
PS: Achim, wg. Wortwahl: Bitte schau’ mal nach, ob der Blogcounter wieder glüht! ;-)
NACHTRAG 29.03.: Gabi rockt! “Höschen-Affäre”! Allein das Wort “Höschen”! Mitgliederbefragung beantragt! Alle berichten!
Die Frau versteht was von PR, und glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede.
Liebe CSU: Bitte schmeißt sie doch endlich raus, biddeeeee! ;-)
NACHTRAG 30.03.: Was man nicht fi…. äh, haben kann, das will man eben zerstören…. gnihihi, hahah,grmmmpf, muahahahahaha…., …..
Das alte faschistische Problem
Bei den Kollegen von S&W ist ein Hinweis auf ein lesenswertes Spiegel-Interview mit dem französischen Philosophen Bernard-Henri Levy, einem der Unterzeichner des Manifestes der 12, zu finden: Europa macht sich selbst den Garaus.
Levy definiert Europa als negatives Projekt und warnt davor, eine potenziell totalitäre europäische Identität begründen zu wollen, die den Völkern aufzwingt, wie sie auszusehen und sich zu verhalten haben. In diesem Kontext empfinde ich allerdings den laufenden Machtzuwachs für die politischen Institutionen der EU und die grassierende Regulierungswut keineswegs als Kleinigkeiten, wie Statler, sondern als bedrohliche Schritte in eben jene Richtung.
Interessant – vor allem auch in Abgrenzung zu kulturalistischen Konzepten, wie sie z.B. von den Islamophobikern von PI vertreten werden – erscheint mir aber auch Levys Auseinandersetzung mit den Islamisten, die er als neue Beispiele des alten faschistischen Problems identifiziert:
Sex sells
Unglaublich: Da schreibt man ohne böse Absicht einen Artikel, der die Worte “Alkohol”, “Vergewaltigung”, “Sex”, “Rape” und dann – in einem Kommentar – auch noch “Crime” enthält, und schon steigen die Besucherzahlen der Seite in astronomische Höhen.
Ich schreibe hier ja nun auch schon eine Weile mit und verfolge auch die Besucherzahlen, aber so etwas habe ich noch nie gesehen … na ja, vielleicht mit Ausnahme des Beitrags “Ficken für den Frieden” (der uns wöchentlich immer noch an die tausend Besucher beschert). Auch wieder so ein Wort: “Ficken”.
Was vielleicht noch fehlt ist “Porn” respektive “Porno”, “Anal”, “Viagra” – und wenn ich all diese Begriffe nun noch auf Arabisch wüsste, dann könnten wir den Server des A-Teams wohl gleich wegen Überlastung vorsorglich vom Netz nehmen.
Wasserstandsmeldung aus Frankreich
Sarkozy vor Royal, Bayrou und Le Pen: so sieht es derzeit bei den Umfragen in Frankreich aus. Da Sarkozy sich vor der 1.Runde sehr rechts und Royal sehr links präsentieren kann Bayrou in der Mitte mit seinem sozial-liberalen Programm punkten Die Angst vor Le Pen, der in den Umfragen immer schlechter als bei Wahlen abschneidet, führt nun dazu dass Sarkozy und Royal mit dem Thema Nation punkten wollen. Sarkozy will ein “Ministerium für Immigration und für nationale Identität” einführen. Die Vermischung der beide Themen wird nicht ganz zu Unrecht heftig kritisiert, eine breite Mehrheit der Bevölkerung findet diese Forderung aber richtig.
Alkohol + Sex = Vergewaltigung?
Vor über einem Jahr hatte ich von einer Aufklärungskampagne berichtet, mit der Männer vor dem Sex mit alkoholisierten Frauen gewarnt wurden, da ihnen dies schnell als Vergewaltigung ausgelegt werden könnte. Für legalen Sex müssen beide Partner nämlich aus freiem Entschluss zustimmen, und bei stark Angetrunkenen könne von einer tatsächlichen Zustimmung unter Umständen nicht mehr die Rede sein.
Ich fand diese Rechtsauffassung bereits damals etwas konstruiert, denn sie betraf häufig Fälle, in denen beide Partner soviel getrunken hatten, dass sie sich später praktisch an nichts erinnern konnten und die Frau dann lediglich annahm, sie sei Opfer einer Vergewaltigung geworden. Im Gegensatz zum deutschen Strafrecht, das hinsichtlich der Tatbestandsmerkmale einer Vergewaltigung strenger erscheint (§177 I StGB), reichte es dann in England schon aus anzunehmen, dass der Geschlechtsverkehr nicht freiwillig zustande gekommen war. Gewalt, Drohung oder Nötigung hingegen müssten nicht nachgewiesen werden.
Entartung des deutschen Journalismus
Ja: Entartung. Nein: soll ich das glauben? Und so einen habe ich mal bewundert. GräSSlich.
Gratulation zu 50 Jahre EU
Die Deutschen und all die anderen Europäer sind schon irgendwie zu beneiden. Dass sie in der EU sind. Und um diese schönen Kulissen, die sie haben, um bei sich die vielen Präsidenten und Premierminister samt ausuferndem Anhang repräsentativ zu empfangen und zu bewirten. Wie gerade übers Wochenende wieder in Berlin, wo sich die Staatslenker der EU-Länder aus Anlass des 50. Gründungstag der Europäischen Union vor dem Brandenburger Tor für die Geschichtsbücher haben ablichten lassen. Das Brandenburger Tor – was für eine Kulisse, welche Symbolkraft!
Da können wir einfach nicht mithalten. Die Alpenrepublik Schweiz hat sich schon derart früh von den Kaisern, Königen, Grafen und 1815 auch von der europäischen Kriegsgeschichte verabschiedet, dass uns heute all diese Schlösser, Repräsentationsbauten, Triumphbogen und was man sonst noch aus dem Kulissenfundus einer Nation für eine solche Geburtstagsgala hervorzaubern müsste, einfach fehlen.
“Modernste Computertechnologie” …
… verhilft Frau B. aus B. im Bayerischen Wald zu einem Angebot, an dem auch Sie kaum vorbeigehen können.
Wenn auch Sie Webdesign nach ’state-of-the-art’ suchen (na gut, Stand 1997, aber das macht nix), dann sind Sie hier richtig. Man beachte die Qualität des Layouts, die zurückhaltenden Banner und vor allem die unschlagbaren Preise.
Für Ihren Wochenstart ;-) – aber passen Sie auf, dass Sie nicht dem ‘flirt fever’ erlegen.
Ich hab’ die Haare schön… dumdium…
Die Zentrale
Die Zentrale weiß alles besser. Die Zentrale hat die Übersicht, den Glauben an die Übersicht und eine Kartothek. In der Zentrale sind die Männer mit unendlichem Stunk untereinander beschäftigt, aber sie klopfen dir auf die Schulter und sagen: »Lieber Freund, Sie können das von Ihrem Einzelposten nicht so beurteilen! Wir in der Zentrale … «
Die Zentrale hat zunächst eine Hauptsorge: Zentrale zu bleiben. Gnade Gott dem untergeordneten Organ, das wagte, etwas selbständig zu tun! Ob es vernünftig war oder nicht, ob es nötig war oder nicht, ob es da gebrannt hat oder nicht –: erst muß die Zentrale gefragt werden. Wofür wäre sie denn sonst Zentrale! Dafür, dass sie Zentrale ist! merken Sie sich das. Mögen die draußen sehen, wie sie fertigwerden!
Eine Art von Neokolonialismus
Beim Europäischen Parlament gibt es die Neigung, anderen Staaten zu sagen: Klar wollen wir Handel mit Euch, aber Ihr müsst das und das und jenes dafür erfüllen. Ihr braucht Öko-Etiketten oder wir belegen Euch mit Zöllen. Wenn Ihr im Indischen Ozean fischt, bitte nur mit bestimmten Netzen, damit keine Schildkröten darin verenden – denn dann gibt es Sanktionen. Das ist eine Art von Neokolonialismus. Beruhigt Euch!
Im Spiegel-Interview fordert der Globalisierungstheoretiker Professor Jagdish Bhagwati weniger Neokolonialismus, kritisiert die EU, dass sie in gewisser Weise zu amerikanisch geworden sei und plädiert für Subsidiarität auch bei den Kondomlängen. Lesen!
JULI-Bundeskongress: amerikanisches Raketenabwehrprogramm ist wichtiger Sicherheitsbeitrag
Wie Antibuerokratieteam-Autor Oliver Luksic vom Bundeskongress der Jungen Liberalen in Kiel berichtet, unterstützen die Julis anders als die FDP-Parteiführung die Mitteleuropa-Komponente des amerikanischen Raketenabwehrprogramms als einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten.
Ein entsprechender Antrag von Martin Hagen, den Oliver als Mitantragssteller unterstützte, wurde in modifizierter Version angenommen (siehe weiter unten).
Weitere Live-Informationen vom Kongress, der sich mit dem Schwerpunktthema Medienpolitik beschäftigt, gibt’s auf dem Weblog von Oliver Luksic.
Hier der Text des verabschiedeten Antrags:
Was bitte ist ein ß?
Vielleicht gleich mal vorne weg: Wir kennen dieses eigenartige Zeichen ß nicht. Es ist nicht mal auf unserer Tastatur zu finden (hab es schnell bei der WELT kopiert). Es ist mir ein völliges Rätsel, für was es gut sein soll. Schliesslich genügt es ja für das allgemeine Verständnis, wenn man zwei s hintereinander schreibt. Das ist so ein Beispiel unserer Art des Widerstands gegen Bürokratien.
Sie meinen, das sei lächerlich, nicht der Rede wert? Haben Sie eine Ahnung. Wir verweigerten uns dieses ß (wie spricht man das Ding eigentlich aus?) ja nicht nur in den Verhandlungen über die neue Deutsche Rechtschreibung. Wir halten an der Nichtanerkennung des Schriftzeichens ß fest.
Salü M.M.!
Bamberg – London – Paris – München – Berlin – Basel. Das radikal liberale Weblog Antibuerokratieteam.de tritt nicht nur für den grenzenlosen Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen ein, sondern ist selbst Ausdruck der europäischen Integration als Subprozess der Globalisierung.
Zukünftig wird deshalb ein weiterer Autor – M.M. – das Antibuerokratieteam verstärken: ab sofort kommentiert hier Manfred Messmer, der bereits das Weblog Arlesheim Reloaded betreibt, unter der Rubrik Eidgenössisch eigensinniges aus der Schweiz, dem letzten zentraleuropäischen Widerstandsnest gegen die EU-Bureaucrazies. Salü M.M.!
Fakten zur Umverteilungsmaschine
Farmsubsidy.org uses freedom of information laws to force European governments to release detailed data on who gets what from Europe’s €48.5 billion annual farm subsidy payments. We then make this data available online.
Agrarsubventionen sind als Teil der wohlfahrtsstaatlichen Umverteilungsmaschine nicht nur mühsam verschleierte Enteignung – da sie protektionistisch wirken, zementieren sie auch Armut in der Dritten Welt, wie Johan Norberg in seinem Manifest faktenreich gezeigt hat.
Das Projekt farmsubsidy.org hat es sich zur Aufgabe gemacht, die diesbezüglichen Subventionsströme innerhalb der EU zu analysieren. Leider wird noch ein Grossteil der Daten von den einzelnen Ländern, so auch der Bundesrepublik, geheim gehalten (warum wohl?). Aber auch so ist das schon hoch interessant.
Danke an A’Team-Leser Christian für den Hinweis!
Die kleinen Brüder des Faschismus
Der vorauseilende Gehorsam, um Sicherheit und öffentliche Ordnung gegen die Attacke der Ignoranz aufrecht zu erhalten.
Das Wegducken bei Gefahr im Verzug.
Das präventive Kriechen.
¡No Pasarán!
Hier der Vortrag, den Matthias Küntzel an der Universität von Leeds nach Intervention von Islamisten nicht halten konnte:
Hitlers Vermächtnis. Der islamische Antisemitismus im Nahen Osten
Happy Birthday Genschman!

Hans-Dietrich “Genschman” Genscher, das grosse liberale Urgestein, wird heute 80 Jahre alt – der einzige deutsche Aussenminister, der es je zu einem eigenen Comic-Band gebracht hat.
Ich schliesse mich den Glückwünschen von Oliver Luksic an: Happy Birthday Genschman!
Für ein unabhängiges Schottland
Der Parteichef der Scottish National Party, Alex Salmond, erklärt heute im Telegraph, warum er sich ein unabhängiges Schottland wünscht:
Scotland would prosper as a small European nation. As we can see from our near neighbours in the “arc of prosperity” – Ireland to our west, Norway to our east, and Iceland to our north – independence works in the modern world. All of these nations have become independent in the last century – it is the natural state for the most successful nations.
Norway, Iceland and Ireland were recently described by the United Nations as the best, second best, and fourth best countries in the world in which to live. But I firmly believe that independence would be good for England, too.
Welch eine Achse: Steinmeier, Gauweiler, Westerwelle
Bisher sind aber die Kritiker der Pläne der USA eine überzeugende Antwort schuldig geblieben, wie unsere Bevölkerung wirksam vor den Gefahren geschützt werden soll, die mit der Aufrüstung des Iran verbunden sind.
So Eckart von Klaeden (CDU). Denn nicht die Pläne der USA, sondern die Aktivitäten des Iran brächten die Gefahr eines neuen atomaren Wettrüstens mit sich. Dies berge auch das Risiko der Weitergabe von Nuklearmaterial an Terroristen.
Es ist daher unverständlich, wie man vor den Plänen der USA für ein Raketenabwehrsystem mehr Sorge haben kann als vor dem iranischen Nuklear- und Raketenprogrammen
Dem aussenpolitischen Sprecher der Unionsfraktion ist zuzustimmen. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Steinmeier’schen Aussenpolitik der Spaltung des Westens – die vom nationalistischen Flügel der Union bis hin zu einem sich neuerlich in Populismus übenden FDP-Parteivorsitzenden mitgetragen wird – findet sich bei hector calvelli.
Und etwas weniger martialisch im Ton, in der Sache aber ebenso bestimmt, bei der NZZ, die mit der Legende vom “Alleingang der USA” aufräumt: Merkel, Moskau und die Missile der Mullahs.
Von einer Partei, die sich als “liberal” bezeichnet, sollte man erwarten, dass sie sich an liberalen Grundwerten orientiert, und dass sie sich als liberale Kraft betätigt – auch in der Außenpolitik. Davon ist aber bei der FDP wenig zu sehen. Stattdessen hängt man sich an den Mainstream an – und der ist in großen Teilen nun einmal skeptisch bis misstrauisch gegenüber Amerika.
Update: Aus einem Kommentar von Ulrich Speck bei Statler & Waldorf zum Mangel an Liberalismus (nicht nur) im aussenpolitischen Kurs der FDP. Leider hat er vollkommen Recht.
Technisches Kulturgut – pah!
Es gibt ja nicht wenige Leute, deren Hobby es ist, aus so etwas:

so was herzustellen:

Für das Ergebnis gibt es das sogenannte H-Kennzeichen, das original erhaltene oder original wiederhergestellte Kraftfahrzeuge unter eine besondere Einheitssteuerpflicht stellt, derzeit knapp unter 200 Euro/Jahr, unabhängig vom Hubraum oder einer möglichen Abgasreinigungsanlage. Der Dachverband aller in Clubs organisierten Besitzer solcher Schätzchen, der DEUVET, hatte vor einigen Jahren nicht unerheblichen Anteil an der Einführung dieser Sonderregelung. Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, wären sonst unter die “Strafsteuer” für “Stinker” gefallen, der Autos ohne katalytische Abgasreinigung im Unterhalt doch verhältnismäßig teuer gemacht hätte. Staatliche und bis dato einzige Begründung für die niedrige Sondersteuer war der “Erhalt von technischem Kulturgut”.
It’s witchcraft
In Großbritannien haben wir seit einiger Zeit eine neue Form demokratischer Mitwirkung entdeckt: elektronische Petitionen. Klar, die gibt es auch in Deutschland auf einigen Websites, aber hier werden sie auf der offiziellen Homepage des Premierministers geführt. Unter http://petitions.pm.gov.uk kann jeder Brite und jeder Einwohner des Vereinigten Königreichs seine Forderungen an Parlament und Regierung formulieren und um Unterstützung werben. Speaker’s corner goes online, so to speak.
Heute habe ich zum ersten Mal eine solche Petition unterzeichnet, denn diese war einfach zu skurril. Es geht um den Fall der schottischen Hausfrau Helen Duncan, deren Todestag sich 2006 zum fünfzigsten Mal jährte. Bekannt wurde Mrs Duncan als Wahrsagerin und Geisterbeschwörerin, vor allem aber als letzte Frau, die in Europa als Hexe verurteilt wurde. Im Zweiten Weltkrieg soll sie in einer Séance Informationen über die britische Flotte verraten haben, die so geheim waren, dass Mrs Duncan sie eigentlich nicht hätte wissen dürfen.
Tetzel reloaded
Dass die forcierte Entwicklung von Hybridantrieben in der Automobilindustrie, Niedrigenergie-Häusern oder anderen Produkten, die “ecologically correct” daher kommen, auch darin begründet liegt, dass sich der eine oder andere Manager der globalen Überhitzung (der Gemüter) nicht verschliessen kann – ich will es nicht ausschliessen.
Statler weist allerdings darauf hin, dass für die zunehmende Erwärmung der Marktwirtschaft wohl trivialere Gründe vorliegen als die klimapolitische Erleuchtung der Konzernlenker. So lassen zu erwartende politische Interventionen diesbezügliche kurzfristige Investitionen ökonomisch sinnvoll werden – auch wenn die Investitionskosten den Nutzwert, den die Entwicklung ressourcensparender Technologien an sich bietet, weit überschreiten. Dies ist ja auch das erklärte Ziel der Politik. Noch naheliegender erscheint es mir aber, hierin schlicht eine Reaktion auf Konsumentenwünsche zu konstatieren. Auf umkämpften Märkten, wo Stimmungen und Brandings eine grosse – wenn nicht die entscheidende Rolle – spielen, können Unternehmen nicht anders reagieren, als ihr Scherflein an die Hohepriester des Klimakultes abzuführen, wenn sie nicht als Umweltsünder verdammt werden wollen. Mit der Herausbildung eines ökologisch-industriellen Komplexes scheint sich zunehmend eine moderne Form des Ablasshandels zu etablieren: und weil es so schön öko klingt, die Klimakurv’ nach unten sinkt.
EU oder Freihandel?
Die Vorstellung eines Austritts aus der EU sei absurd, meint der SPIEGEL und zählt im Folgenden die Vorteile des Freihandels und der ökonomischen Integration auf. Dass man diese Vorteile auch außerhalb der EU realisieren kann (sprich: ohne politische Integration), zeigen die Beispiele Norwegens und der Schweiz.
Kann es sein, dass man da beim SPIEGEL etwas verwechselt hat?
SPD rüstet sich für 2009: Erst Pop-, jetzt Schlagerbeauftragter
Nach dem Popbeauftragten Sigmar Gabriel hat die SPD nun auch einen neuen Schlagerbeauftragten gekürt: Kurt Beck. Auf der verzweifelten Suche nach neuen Wählerschichten hat die SPD also nun eine Kernklientel der CDU angesprochen, die nun natürlich ihre schlagerpolitische Kompetenz unter Beweis stellen muss: “Auch die CDU bekennt sich selbstverständlich zum deutschen Schlager“, erklärte der CDU-Medienpolitiker Erwin Rüssel, der auch “mehr deutsche Musik im Radio” fordert.
David Cameron: Ein Fall für die Recyclingpolizei
Das schreibt jedenfalls der Sunday Mirror.
Kein Kommentar.
Frau Royal unter Beschuss
“Ich denke Frau Royal darf nicht Präsidentin werden. Ich wünsche es meinem Land nicht.” , meint ausgerechnet der PS-Abgeordnete und Eric Besson, ex-Beauftragter für Wirtschafts- und Finanzfragen im Team von Frau Royal. Lügen, Inkompetenz und Demagogie werden Frau Royal vorgeworfen: nicht vom politischen Gegner, sondern vom PS-Wirtschafts- und Finanzexperten Eric Besson, der Frau Royal weder im ersten, noch im 2.Wahlgang wählen will. Seine Kritik an Royal hat er gleich in ein ganzes Buch gepackt, das kurz vor der Wahl erscheint.
Die Linke in Frankreich ist am Boden. Ein Finale Sarkozy-Bayrou wird immer wahrscheinlicher! Gesellschaftspolitisch wäre Bayrou für mich eher wählbar, da er aber wohl mit seiner UDF mit PS und Grünen regieren will kann wirtschaftspolitisch hier nicht viel rauskommen. Mal sehen, wie es weiterläuft. Die Sozialisten werden es aber schwer haben, zu gewinnen!
Hurra! Wir bekommen eine Heizung!
Der Grund, warum ich nicht mehr vom Fortschritt der Heizungsinstallation in unserem Büro berichtet habe, war ganz einfach: es gab nämlich keinen Fortschritt. Damit ist die Heizung mittlerweile seit dreieinhalb Monaten ausgefallen (siehe auch hier und hier).
Heute gab es allerdings einen Lichtblick: Am nächsten Montag soll alles wieder laufen, teilte unser Vermieter mit. Naja, der Frühling macht sich auch in London schon langsam bemerkbar, so dass wir inzwischen fast ohne Heizung auskommen würden, aber man kann sich ja trotzdem einmal freuen.
Abermals amüsiert hat mich dann aber doch das Informationsschreiben unseres Vermieters, in dem uns noch einmal erklärt wurde, warum alles so lange gedauert hat. Also hier einmal im O-Ton:
“Sie müssen es billiger machen!”
Ist es nicht wunderbar, wenn Politiker diesen dämlichen Unternehmern und Managern einmal erläutern, wie sie ihr Geschäft am besten und am profitabelsten betreiben können? Denn die haben nun wirklich keine Ahnung von ihrem Job und müssten daher dankbar dafür sein, wenn ihnen unsere gewählten Volksvertreter endlich einmal zeigen, wo es wirtschaftlich langgeht. Schließlich sind sie dazu qua Amt befugt und qualifiziert (durch sonst allerdings nichts).
Mit gutem Beispiel voran geht wie immer unsere Bundeskanzlerin. Sie hat gerade die Computermesse CeBIT eröffnet und dabei quasi nebenbei ein innovatives Geschäftsmodell für die IT-Branche vorgestellt. In ihrer neuen Rolle als ehrenamtliche Unternehmensberaterin erklärte Angela Merkel den versammelten Managern “Sie kriegen mehr Kunden, wenn Sie es billiger machen!” und forderte die Einführung kostengünstigerer Internet- und Handytarife.
Hans-Joachim Otto – zahlen Sie Ihre Oper selbst!
Ich bin ja so Einiges von der “will-auch-mal-Sozi-spielen”-Fraktion der FDP gewohnt – aber diese geballte Ladung an gequirltem Schwachsinn lässt mich nahezu fassungslos zurück: Hans-Joachim Otto – zahlen Sie Ihre Oper selbst!
Oder, um es mit Ihren eigenen Worten auszudrücken: meinen Sie nicht, dass auch – und gerade – wenn es um Kultur geht, ein kritischer Blick auf manche der Zusatzleistungen für diejenigen, die sich auch aus eigener Kraft helfen können, angebracht wäre? Dass statt billigem teurem Populismus, der noch dazu in die Kulturhoheit der Länder eingreift, eher ein Rückzug des Staates aus einer Subventionspolitik, die nicht zuletzt Typen wie diesen hier und die kulturellen Vergnügungen von Besser-Situierten mitfinanziert, vonnöten wäre?
Bei solchem Führungspersonal benötigt die FDP keine politischen Gegner mehr.
In Frankreich steht kein Liberaler zur Wahl
Edouard Filias, Kandidat der neu gegründeten “Alternative libérale” (AL), kann bei der französischen Präsidentschaftswahl nicht teilnehmen, weil er die 500 Unterschriften kommunaler Entscheidungsträger nicht sammeln konnte. Für die liberale (Splitter-)Partei ist dies natürlich ein herber Rückschlag, denn es wurden immense Mittel in den (Vor-)Wahlkampf gesteckt. Allerdings ist das Hauptziel der Liberalen die Parlamentswahl kurz nach der Präsidentschaftswahl und die Kommunalwahlen in 2008.
Die Liberalen wollen nun Francois Bayrou unterstützen. Nicht weil dieser ein Liberaler ist, was ich an anderen Stellen bereits erklärt habe, sondern weil er der einzige sei, der die Institutionen der V.Republik im Sinne von AL verändern will: Abschaffung desMehrheitswahlrechtes, Stärkung des Parlamentes, Abschaffung der Mandatskumulierung, Abschaffung des Artikels 49-3.
Jeder Genosse an seinem Platz
Ich stand Anfang der siebziger Jahre auch an diesem Scheideweg, an dem Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin oder auch Christian Klar standen. Ergreifen wir einen Beruf? Gehen wir zum Theater oder gehen wir in den Widerstand? Nehmen wir Steine und Knüppel, wie ein späterer Außenminister, oder nehmen wir auch eine Knarre, wenn ein Demonstrant von einem Polizisten erschossen wird, der friedlich gegen den Schah und sein Folterregime protestierte?
Nicht sentimental werden, nur keine Schuldgefühle Peymann – jeder Genosse an seinem Platz! Schliesslich bist du kein Heuchler, der verlogen zu Kreuze kriecht geworden, wie die RAF-Aussteiger und Kronzeugen. Nein, du stehst immer noch zu den alten Idealen, dem großen Weltverbesserungstraum. Jeder Genosse an seinem Platz – man kann auch als Intendant einiges für die Revolution und gegen das System der westeuropäischen Demokratien tun, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Und der Clou: das Schweinesystem bezahlt’s auch noch!
Ich gestehe – auch ich bin Wirtschaftsliberaler
Bei unseren christlich-konservativen Kollegen von Freedomwatch macht man sich Sorgen um die Zukunft des Liberalismus. Wirtschaftsliberale Positionen seien dem Linksliberalismus vorzuziehen, beides zusammen sei nicht mehrheitsfähig. Wieder dieses Un-Wort vom “Wirtschaftsliberalismus”.
Aber gut, ich gestehe – auch ich bin Wirtschaftsliberaler:
… für wirtschaftliche Freiheit – auch dann wenn es um Cannabis, Glückspiel, Pornos oder “Killerspiele” geht
… für Umverteilungsstopp und Subventionsabbau – auch wenn die Subventionen an “Zukunftsindustrien” oder “unseren Mittelstand” verteilt werden
… für mehr Marktwirtschaft und Deregulierung – auch wenn die Marktbeschränkungen zur Unterstützung notleidender Apotheker, Handwerksmeister oder Rechtsanwälte gedacht sind
… für freien Handel und gegen marktverzerrenden Protektionismus – auch wenn sie als “Standortpolitik” oder “Sozialstandard” maskiert daher kommen
… für den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeit – auch wenn die Zuwanderer mit “uns” um Arbeitsplätze konkurrieren oder als Gefahr für “unsere” Kultur stilisiert werden
… für Vertragsfreiheit – auch wenn Schwule den “Bund für’s Leben” schliessen wollen (oder Heteros eben nicht heiraten wollen)
Feine Ironie
Im gestrigen Sunday Times Magazine wird der Leser (wieder einmal) auf die angeblich verheerenden Folgen des Klimawandels hingewiesen. Glaubt man dem Titelbild, dann wird von Großbritannien in wenigen Jahrzehnten nur noch eine Insellandschaft übrig bleiben.
Liest man dann allerdings den Artikel, dann muss man sich doch sehr wundern. Dem Text sind ganzseitige Anzeigen gegenübergestellt, die allesamt für nicht unbedingt klimafreundliche Produkte werben: Porsche, Ford und Urlaub auf Mauritius. Womit dann eigentlich die Prioritäten der Leser des Sunday Times Magazine klar getroffen sein dürften: Einerseits gibt es unter ihnen offensichtlich eine Lust am Katastrophismus, andererseits will man sich auch nicht den Spaß am Autofahren und an der nächsten Fernreise verderben lassen.
Gut getroffen, liebe Sunday Times-Kollegen.
Feuilleton-Moral
Bill Gates hat viel Geld. Einen großen Teil davon hat er in eine Stiftung eingezahlt, die jetzt mehr oder weniger sinnvolle Projekte in aller Welt fördert. Wen und was seine Stiftung unterstützt, entscheiden er, seine Frau und einige weitere Mitglieder des Boards der Stiftung. An ihren Entscheidungen kann natürlich öffentlich Kritik geübt werden, zumal sie ja selbst öffentliche Wirkung anstreben. Das ist nicht das Problem.
Impotenz durch Mobilfunkstrahlen: keine Entwarnung
Mobilfunkstrahlen, insofern eng verwandt mit den Erdstrahlen, machen wie jedes Kind weiss (und ebenso auch meine örtliche BürgerINNENinitiative, wo Grüne und CSU gemeinsam ökologisches Gewissen demonstrieren) zum einen impotent und verursachen zum anderen Ohrläppchenkrebs, sowie eine gefährliche Überhitzung des Stammhirns.
Dies vor allem, wenn die dafür notwendigen Sendeanlagen wertmindernderweise in der Nähe der persönlichen Eigenheimansiedlung aufgestellt werden sollen. (Kann man den Mast nicht auf eine der Mietswohnungen in Randlage montieren? Die haben doch eh nichts mehr zu verlieren!)
Leider kann ich diesbezüglich keine Entwarnung geben. Aber immerhin: medizinische Geräte werden nicht gestört, wie eine Studie ergab.
Report München anschauen
Wie Report München in seiner heutigen Sendung berichtet, wird der Urwald in Südostasien dank deutscher Öko-Subventionen gerodet: vom Staat subventionierte Blockheizkraftwerke werden also zum “Klimakiller”. Deutsche Blockheizkraftwerke benutzen nämlich fast ausschließlich Palmöl, für das immer mehr Urwald in Südostasien gerodet wird. Der Staat subventioniert den Brennstoff aus der Ölpalme über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), was über die Stromrechnung auf die Verbraucher umgelegt wird. Die Klimahysterie treibt eben immer seltsamere Blüten. Wer mehr über die segensreiche Wirkung gut gemeinter, aber Marktentscheidungen verzerrender Subventionen wissen will sollte sich heute abend Report München anschauen: 21.45h im Ersten.
Nachdenken wäre nur Zeitverschwendung
Über das Stattfinden von Klima- und anderen angesagten Katastrophen: ein Kommentar unseres Lesers und Blogger-Kollegen LePenseur in der Debatte um die Dokumentation The Great Global Warming Swindle auf antibuerokratieteam.de, den er auch auf seinem eigenen Weblog veröffentlicht hat. Der Text, der sich mit den Mechanismen des medialen Hypes um das Bedrohungsszenario, das als “wissenschaftlicher Konsens” verkauft wird befasst, hat einen gesonderten Hinweis verdient, IMHO.
Ein Soze traut sich
Die Transferleistungen von bis zu 80 Milliarden Euro jedes Jahr in die neuen Länder können langfristig kein Tabu mehr bleiben
Michael Naumann, ZEIT-Mitherausgeber und designierter Spitzenkandidat der Hamburger Sozialdemokraten zu den Bürgerschaftswahlen, wagt es, eine zentrale Säule deutscher Umverteilungspolitik in Frage zu stellen – das Geheule aus der etablierten politischen Klasse klingt entsprechend schrill. Mich erinnert die Lager übergreifende Entrüstung ein wenig an die Reaktionen auf Paul Kirchhofs kluge Vorschläge zu einer Umgestaltung des Steuersystems: Quereinsteiger wie Herr Naumann müssen meist sehr schnell Ab-Bitte für unkonventionelle Vorschläge leisten. Oder wieder ab-treten.
Der Kapitalismus macht die Reichen immer reicher.
Richtig. Und auch sonst hatte die globale kapitalistische Entwicklung in den letzten Jahren noch einige positive Effekte, wenn man dieser Tabelle aus dem Buch The Improving State of the World von Indur M. Goklany glauben darf:

(Via Mit dem Kopf voran)
Links zu “The Great Global Warming Swindle”
Die CSU in Zeiten der Globalisierung
Dass in Zeiten der Globalisierung ein Franke bayerischer Ministerpräsident wird, spricht für die Offenheit und Integrationskraft der CSU
Zitiert nach Fränkischer Tag: der niederbayerische Kabarettist Django Asül (bürgerlich Uğur Bağışlayıcı) beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg.
Hier der komplette Text seiner Fastenpredigt.
Anmerkung eines stolzen Franken: der Hersbrucker Beckstein und CSU-Generalsekretär Söder (Django: …wie Malaria, den kriegen Sie nie mehr los) als Nürnberger dürften leider der endgültige Beleg dafür sein, dass Nationalismus – auch fränkischer – ein absolut untaugliches Konzept ist. Am End’ wählen die dann noch die Fürtherin (”lieber 5. als Fürther”) Pauli zur Frauen- und Mobbing-Beauftragten …
Zwei-Klassen-Meinungsfreiheit in Frankreich?
Ich bin ebenso wie A’Team Autor Oliver Luksic der Auffassung, dass bei den kommenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich Innenminister Nicolas Sarkozy die bessere Wahl gegenüber der Salonsozialistin Ségolène Royal darstellt.
Den aktuellen Plänen der französischen Konservativen, eine Art “Zwei-Klassen-Meinungsfreiheit” einzuführen, gebührt aber Widerstand, gerade auch von liberaler Seite: es soll ein Zertifizierungssystem geschaffen werden, bei dem sich Websites, Bloghoster, Mobilfunkbetreiber und Internet-Provider zu registrieren haben, um – wenn sie sich an vorgegebene Regeln halten – als “staatlich anerkannte Informationsquellen” zu gelten. Nun könnte man einwenden, es sei nicht von allzu grosser Relevanz, welchem Blogger die Innenbehörden nun gewogen seien oder nicht – ein etatistischer Versuch mehr, die Freiheit der Meinungsäusserung als eine der wesentlichen Grundlagen rechtsstaatlich verfasster Gesellschaften zu regulieren und behördenkonform zu kanalisieren, ist es allemal. Betrachtet man das Vorhaben allerdings im Zusammenhang mit einem, wie Heise berichtet, gestern vom französischen Verfassungsgericht bestätigten Gesetz gegen Happy Slapping, bekommt es eine ganz neue Dimension: Nach diesem Gesetz wäre es “normalen” Bürgern, Bloggern oder Journalistes Citoyens (”Bürgerjournalisten”) im Gegensatz zu staatlich anerkannten Journalisten unter Strafandrohung verboten, Videos im Internet zu posten, die Gewaltausübung gegen Menschen dokumentieren. Und: unter diese Regelung fallen ausdrücklich auch körperliche Angriffe und Gewalttaten, die “ein Staatsangestellter im Zuge seiner Amtsausübung begeht”.
Die Organisation Reporters sans Frontieres sagt dazu, es sei schockierend, wenn solche Aktivitäten, die eine Sicherheitsvorkehrung gegen behördlichen Machtmissbrauch in einer Demokratie bilden, kriminalisiert werden. Das sehe ich genauso.
The Great Global Warming Swindle
Der britische Fernsehsender Channel 4 strahlte gestern Abend die Dokumentation “The Great Global Warming Swindle” aus – und dies nicht nur zur besten Sendezeit, sondern auch noch eineinhalb Stunden lang. Die ersten zwei Minuten dürften dem Fernsehpublikum sehr vertraut vorgekommen sein. Wirbelstürme, Tornados und steigende Sturmfluten flimmerten über den Bildschirm, also genau das, was der Zuschauer für gewöhnlich zum Thema präsentiert bekommt. Doch dann folgte etwas, das man kaum jemals im Fernsehen zu sehen bekommen hat, nämlich die Entwarnung: “Are you afraid? Don’t be. It isn’t true.”
In Interviews mit einem guten Dutzend Wissenschaftler und anhand von Graphen, die historische Temperaturverläufe, CO2-Konzentrationen und Sonnenaktivitäten abbildeten, führte das Programm im Folgenden durch die Argumente der Skeptiker der Theorie des menschengemachten Klimawandels. Besonders beeindruckend dabei waren vor allem die gut aufbereiteten Gegenüberstellungen von Sonnenflecken- und Temperaturstatistiken, die sich fast deckungsgleich entwickelten.
New Orleans: Tatsächlich eine Öko-Katastrophe
Immer mal wieder, so auch hier auf antibuerokratieteam.de, wird die Legende kolportiert, der Klimawandel habe mit der im August 2005 durch den Hurrikan Katrina verursachten Überflutung von New Orleans bereits eine ganze Metropole gekostet. Das ist schon insofern offensichtlicher Unsinn, als der betreffende Hurrikan als (zeitweiliges) “Stufe 5″-Ereignis zwar sehr stark, aber keineswegs aussergewöhnlich oder gar unvorhersehbar war.
Aussergewöhnlich war allerdings die Nachlässigkeit der Verantwortlichen, allen voran Bürgermeister Ray Nagin, der (nach der Katastrophe) zwar wortgewaltig und medienwirksam Präsident Bush beschuldigte, im Vorfeld aber Warnungen seiner eigenen Wissenschaftler, dass die Dämme seit Ende der 70er Jahre marode und aufgrund der Stadtentwicklung nicht mehr ausreichend seien, konsequent in den Wind geschlagen hatte.
Am Rande einer Diskussion auf Telepolis zum Channel IV Dokumentarfilm The Great Global Warming Swindle heute abend (ich hoffe doch, Oliver M.H. wird zu berichten wissen, wird er nicht?) hat mich ein Kommentator nun auf eine tatsächliche Öko-Katastrophe, der New Orleans zum Opfer fiel, hingewiesen: Mehr lesen …
Klimahysterie
Diese Diskussion gibt es wohl nur in Deutschland: Politiker und Umweltexperten fordern die Deutschen jetzt auf, ihre Ferien in Deutschland zu verbringen, um das Klima zu schützen! Deutsche, bleibt in Deutschland. Am besten wird bald die Reisefreiheit eingeschränkt und wieder eine Mauer gebaut. Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens verlangt sogar: „Billigflüge zu Dumping-Preisen gehören verboten.“ Dass Autofahrer von den Öko-Kreuzrittern in quasi-religiöser Verblendung als Klimazerstörer gebrandmarkt werden wird auch immer mehr zum politischen Allgemeingut, obwohl der Verkehr incl. Flugzeuge und Bahn nur 20% des Co2-Austosses in Deutschland verursacht. Wenigstens Verheugen gibt Contra in puncto Klimahysterie.
Unverbesserlich
Die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett schreibt in der linken Tageszeitung “Junge Welt”, der “politisch/militärische Angriff” sei damals “für uns der angemessene Ausdruck für unseren Widerstand gegen den Kapitalismus” gewesen. Rückblickend beklagt sie, “dass dem Guerillakampf in der BRD und in allen imperialistischen Staaten verdammt mehr Erfahrung, Klugheit, Ausdauer und Unterstützung zu wünschen gewesen wären”. Der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, unterstützt übrigens auch die abstrusen Ansichten von Christian Klar und will diesem sofort einen Arbeitsplatz bieten. Da stellt CDU-Generalsekretär Roland Pofalle zu Recht die Frage: “Wie kann man einem Mörder und unbelehrbaren Verächter der freiheitlich demokratischen Grundordnung einen Praktikumsplatz anbieten, während Zehntausende arbeitslose Jugendliche vergeblich auf ihre Chance zum Start ins Leben warten?”
--- Alle Beiträge anzeigen ---
Powered by WordPress 2.2.1 DE


antibuerokratieteam.de








