Lyoner-Sozialismus
Früher verehrte ex-SPD Chef Oskar Lafontaine Willy Brandt, heute Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zusammen mit ex SED-Größen wie Hans Modrow. Das PDS-Nahe Magazin “Neues Deutschland” schwärmt von der (n)ostalgischen Veranstaltung, bei der auch die DKP Unterschriften gegen den die PDS spaltenden Gedenkstein mit der Aufschrift “Den Opfern des Stalinismus” sammelt und Zeitungen wie “Roter Morgen”, “Bolschewik”, “der Funke oder “Aufstand” verteilt werden.
“Der relative Wohlstand, den die DDR in der Ära Honecker erreichte, hat es ihren Bewohnern leichter gemacht, sich mit ihrem Staat zu arrangieren”,
erkannte der SED-Versteher aus dem Saarland schon vor dem Mauerfall. Wie der Mauerbau mit den aus dem “wohlhabenden” Osten fliehenden Menschen zusammen paßt bleibt das Geheimnis von Oskar Lafontaine und seiner spezifischen Lyoner-sozialistischen SED-Interpretation. Da kommt einem fast schon der Gedanke, ob Lafontaine als saarländisches Mitglied der Modrow-Partei vielleicht auch bald den gebürtigen Saarländer Erich Honecker ehren will, bei dem Lafontaine ja auch immer die positiven Seiten betonte.
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