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Edi, es reicht

Freitag, 22.12.06 16:12 by Oliver Luksic - 11 Kommentare

Ob dieses Bauernopfer Edmund Stoiber hilft? Der Büroleiter von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat wegen der Bespitzelungsaffäre um die Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli seinen Chef gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Stoiber hat dies getan und ihn versetzt. Frau Pauli zeigt jedenfalls Zivilcourage und knickt nicht wegen Karrieregeilheit vor der Führung der Partei ein. Zu welchen Mitteln hier gegriffen wird, um jemand mundtot zu machen, ist verwunderlich und trägt in hohem Masse zur Parteienverdrossenheit bei.

Laut Staatskanzlei wollte Höhenberger die Stoiber-Kritikerin ja nicht bespitzeln, sondern er “suchte lediglich nach möglichen Erklärungen für Paulis Verhalten”. Interessante Interpretation! Die Versetzung seines Büroleiters muss man als Schuldgeständnis werten. Dieses Bauernopfer entlässt aber Stoiber nicht aus der politischen Verantwortung für diesen unrühmlichen Vorfall. Der Stoiber-Spezi geht, das System bleibt. Die Opposition in Bayern spricht nun von Stasi-Stoiber. Den passenden Moment für den Abschied aus der Politik hat Stoiber schon lange verpasst. Wenn Stoiber mit solchen Mitteln seine Position in Bayern verteidigen muss ist klar: “Stasi-Stoiber” hat abgewirtschaftet!


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11 Kommentare »

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  1. Das hat bei Stoiber Methode. Den Waigel ist er auch so losgeworden. Wird Zeit, dass die Bayern (die Franken und Schwaben sowieso ;-)) in einer Art Akt barbarischer Revolution wenigstens mal die Alleinregierung dieser Mafia beenden.

    Kommentar von Rayson — 22.12.06 16:19 #

  2. Aber Rayson, ich bitte Dich, wer wird denn gleich so böse sein? Glaubst Du etwa die anderen Parteien hätten nicht auch schon solche “Spielerchen” betrieben? Wenn auch etwas dezenter- ich denke da nur an den Abgang eines Bundeskanzlers der “Sozialen Pleite Deutschlands”. Nur hat es da Jahre gebraucht bis jemand hinter die Machenschaften gewisser grauer Eminenzen kam und selbiges auch noch verfilmte. Von der SED, ups, ich meinte natürlich PDS, gar nicht erst zu reden. Aber die hatten ja auch eine gute Schulung darin. ;-)

    Kommentar von Hardy — 22.12.06 18:26 #

  3. Nein, Hardy, du verstehst mich falsch, wenn du meinst, dass ich der CSU die Abwahl wünsche, weil sie die CSU ist. Ich wünsche ihr die Abwahl, weil Parteien immer den Hang haben, sich den Staat zur Beute zur machen, und weil dieser Hang mit zunehmender ununterbrochener Regierungszeit auf allen Ebenen immer mehr in die Tat umgesetzt wird.

    Das Programm kannst du dann in die Tonne treten, dann sind es nur noch Macht- und Postenverteilungsapparate, die zur Durchsetzung ihrer Ziele (staatliche) Gewalt einsetzen. Also wie eine Mafia, nur etwas milder.

    Das gilt für Parteien, die ihre Macht ausländischen Panzern zu verdanken haben (SED bzw. PDS), natürlich verstärkt, aber auch für eine NRW-SPD oder eine CSU. Alle anderen haben inzwischen ihre Perspektive wechseln dürfen, der CSU ist dieses Privileg leider bislang verwehrt geblieben.

    Kommentar von Rayson — 22.12.06 20:33 #

  4. Unter diesen Umständen kann ich Dir zustimmen. Es hörte sich nur etwas gehässig an, und selbiges bin ich eigentlich von Dir nicht gewohnt. Übrigens: stimmt es eigentlich, dass vor noch nicht allzu langer Zeit in einem Lexika zu lesen war: die Bayern, ein kleines, räuberisches Bergvolk? Bei manchen Geschichten über die CSU könnte man fast meinen.

    Kommentar von Hardy — 22.12.06 21:15 #

  5. Ich bin gerne gehässig. Aber von einem Standpunkt aus ;-)

    Das mit dem “räuberischen Bergvolk” habe ich auch schon gehört…

    Kommentar von Rayson — 22.12.06 21:29 #

  6. Das einzige, was ich bei dieser “Affäre” interessant finde (eine Affäre ist es nicht, “so” etwas gehört zum Wesen von Gruppierungen, die per se keinen Respekt vor dem Anderen haben [denn hätten sie ihn, würden sie keine "Politik" {resp. 'Sozial-Demokratie'} machen]) – ist die Nuance, die das ganze durch das Geschlechterverhältnis erhält. Die CSU ist – das kommt erklärenderweise hinzu – nämlich ein durch und durch patriarchalischer Verein. Dort haben noch die Beschwanzten das Södern (Ausnahme: Papi heißt hieß zufällig Franz-Josef, owa de ham’s a scho obgsaglt).

    Und diesmal ist es eine Frau, noch dazu eine ‘nonkonformistische’, soweit man das sagen kann, die sich ausgerechnet gegen diese Schnupftabakfresser wehrt. DAS ist interessant. Bin gepannt, wie’s weitergeht.

    Kommentar von Bodo Wünsch — 23.12.06 12:58 #

  7. Und das so kurz vor Weihnachten, aber-aber, wie kann man nur? ;-))
    Ich glaube, dass Du Dir die Nativity Story(Es begab sich aber zu der Zeit…) mindestens zwei mal ansehen solltest.

    Kommentar von Hardy — 23.12.06 13:29 #

  8. Das Verhalten von Stoiber ist zum kotzen. Leider ist Bayern quasi eine CSU-Monarchie, sodass uns diese Bande noch eine Weile erhalten bleibt.

    Kommentar von Markus Oliver — 23.12.06 17:36 #

  9. Für den Rest der Republik ist das unfassbar!

    Kommentar von Oliver Luksic — 24.12.06 15:44 #

  10. Nun wissen Wir wenigstens was C”S”U wirklich bedeutet !!!

    Kommentar von StoederUNDSchtolz — 27.12.06 23:06 #

  11. Leider ist die Alternative: Seehofer.

    Kommentar von dagny — 30.12.06 01:01 #

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