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STASI-Methoden in der CSU?

Mittwoch, 20.12.06 12:02 by Oliver Luksic - 6 Kommentare

Gibt es in der Stoiber-CSU STASI-Methoden? Der Abstieg von Edmund Stoiber geht rasant weiter. Die CSU Landrätin und Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli hat sich nun im CSU-Vorstand beklagt, in ihrer Privatsphäre von Stoibers Staatskanzlei ausgeforscht worden zu sein. Ein enger Mitarbeiter Stoibers habe telefonisch bei einem CSU-Mitglied Erkundungen eingezogen, ob es Auffälligkeiten in Frau Paulis Privatleben gebe, etwa Alkoholprobleme. Gezielt sei gefragt worden, „ob man mir was anhängen könnte“. Ein Gesprächsangebot habe Stoiber ausgeschlagen, der auf die Vorwürfe angeblich nur antwortete “So wichtig sind Sie überhaupt nicht.” Erst der CSU-Zickzackkurs bei der Gesundheistreform und der PKW-Maut Unsinn, jetzt noch die Spitzel-Affäre. Trotz aller Dementis der Parteiführung: Bei der CSU geht es drunter und drüber.


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6 Kommentare »

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  1. > … geht es drunter und drüber.

    Wie ich schon mal sagte: Ich bin froh, dass es auch hier “drunter und drüber” geht. Stell’ Dir vor, bei der CSU ginge es strengstens geordnet zu. Das will ich gar nicht wissen.

    ;-)

    Kommentar von Bodo Wünsch — 20.12.06 21:28 #

  2. Als Bayer, also praktisch direkt an der Front, kann ich nur sagen, dass in der CSU nichts drunter und drüber geht. Es gab schon größere kleine Skandale dieser Art, wenn auch nicht mit Spitzeleien, und am Ende wurde doch immer zielsicher die 50+ eingefahren. Der Tag “Provenzielles” trifft es ganz gut, das interessiert hier nicht wirklich jemanden. Ist leider so.

    Kommentar von thomas — 21.12.06 00:25 #

  3. Du bist Franke Thomas, Franke! Ebenso wie übrigens Frau Pauli. Man sollte die ethnische Dimension des Konfliktes nicht vernachlässigen.

    Kommentar von jo@chim — 21.12.06 07:12 #

  4. Ja, Bodo, man muss Stoiber ja eigentlich zynisch gesehen unterstützen..:-)

    Mal schauen, ob sie mit Stoiber so toll abschneiden Thomas. Wenn man von knapp 66% auf 50% abfällt ist das ja auch schin mal was.

    Kommentar von Oliver Luksic — 21.12.06 09:06 #

  5. @jo@chim: Ja, stimmt, tu mir leid. Aber ich dachte wenn man sich als Bayer bezeichnet, auch wenn es natürlich nicht stimmt, gibt man seinem Argument mehr mit.

    @Oliver: Ich bin mir sicher, auch 50% lassen sich schön reden. Das die CSU bei den nächsten Wahlen absinkt wäre wahrscheinlich auch so oder so der Fall, weil viele Wähler bei den letzten Wahlen von der so starken Mehrheit – sind es nicht sogar 2/3 im Landtag? – überrascht/erschreckt waren.

    Kommentar von thomas — 22.12.06 09:41 #

  6. [...] Der Büroleiter des Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Michael Höhenberger, tritt in Folge der CSU-Spitzel-Affäre laut BR zurück. In den letzten Tagen in den Medien war eine regional für Mittelfranken besonders interessante Anekdote aus der CSU-Partei-Innenpolitik. Dort wird offensichtlich traditionell mit garten Bandagen gespielt. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die Hohlmeier-Affären. Diesmal hat die Staatskanzlei von Edmund Stoiber laut deren Aussage Bekannte der Fürther Landrätin Dr. Gabriele Pauli (mit Weblog im Netz vertreten), frühere Ehefrau des CSU-Oberbürgermeisters unserer Universitätsstadt Erlangen, Dr. Balleis, versucht, über deren Privatsphäre auszuhorchen. Zu deren Leidwesen hat der münchner Parteigeheimdienst offensichtlich die “Informanten” falsch gewählt, sie wandten sich an Frau Dr. Pauli und diese – ein mutiger Schritt – ging mit der ganzen Sache an die Presse, sprach gar aus, was sich manch denkfähiges CSU-Parteimitglied wohl insgeheim seit langem denkt und forderte den Rücktritt Stoibers. Die Presse nahm sich des Themas selbstverständlich leidenschaftlich an. Interessante letzte Entwicklung: Stoibers indirektes Schuldeingeständnis. Nachdem seine erste, arrogante Antwort nur war “so wichtig sind Sie überhaupt nicht” (via antibuerokratieteam.de und SPON), tritt heute nun der engste Mitarbeiter Stoibers in der bayerischen Staatskanzlei, Michael Hohenberger, von seinem Amt zurück, so eine Meldung im Bayerischen Rundfunk. Der telefonische Gesprächspartner hat sich ebenfalls geoutet. Es ist der Fürther Wirtschaftsreferent Horst Müller (CSU). Es stellt sich die Frage: Ist uns eine diffuse CSU lieber, in der ein Edmund Stoiber mit konfusen Forderungen die Politik seiner eigenen (stimmt, es ist ja nur die CDU, gar nicht die CSU, also die Politik der Partei von Frau Merkel) allerlei Schwierigkeiten bereitet, vielleicht ja um von den eigenen Problemen in Bayern abzulenken, oder eine CSU, über deren schmutzige Hintergründe und Gebräuche wir in allen Details Bescheid wissen. Im Sinne der bayerischen Demokratie wünsche ich mir letzteres. Offensichtlich scheint Stoiber stark in seinem Rückhalt durch die eigene Partei verunsichert zu sein. Ich erinnere nur an die Spekulationen um seine Amtsnachfolge während Stoiber noch schwankte, als “Superminister” für Merkels Kabinett nach Berlin zu gehen. [...]

    Pingback von LiLo - das liberale Weblog an der Uni Erlangen-Nürnberg » Stoibers Spitzeleingeständnis — 22.12.06 16:42 #

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