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Was ich Augusto Pinochet zugute halte

Sonntag, 03.12.06 23:55 by jo@chim - 6 Kommentare

Anscheinend überlebt nun doch der eine lateinamerikanische Diktator den anderen lateinamerikanischen Ex-Diktator. Letzterem würde ich zugute halten, dass er wenigstens einer Volksabstimmung gewichen ist: Fidel Castro hat diese Gelegenheit ganz offensichtlich verpasst.


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6 Kommentare »

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  1. Das mag witzig gemeint sein. Ich halte das für einen unangemessenen Kommentar. Beides sind Diktatoren, beide haben genug “Dreck am Stecken”. Da sollte man nicht auch noch die “Lebensleistung” des einen nicht mit der des anderen vergleichen. Finde ich jedenfalls.

    Kommentar von apollon — 04.12.06 16:20 #

  2. Es war nicht witzig gemeint, sondern gehässig – die Reaktion auf eine Lobhudelei Sendung (arte glaub ich) zur Biographie und zum “Lebenswerk” (sic!) Fidel Castros.

    Kommentar von jo@chim — 04.12.06 16:47 #

  3. Vielleicht sollte man dann den Hintergrund für die wahrscheinlich berechtigte Gehässigkeit auch als Leser wissen. Als ich die Überschrift in meinem RSS-Reader gelesen habe, musste ich schon die Augen nach oben verdrehen. Zudem glaube ich nicht, auch wenn ich in chilenischer Geschichte absolut unwissend bin, dass Pinochet eines Morgens aufwachte und sich dachte jetzt halte ich mal eine Volksabstimmung über meine Herrschaft ab. Er wird schon gesehen haben, dass er am Ende ist und wollte seine letzten Tage in der Position des Stärkeren dazu nutzen Amnestien auszuhandeln.

    Kommentar von thomas — 04.12.06 22:54 #

  4. Pinochet hat zumindest gute Berater und Beraterinnen…

    … Leute, die nicht der politischen Klasse angehörten und die beigetragen haben, durch eine gute und vernünftige Sozial- und Wirtschaftspolitik das Land voran zu bringen.

    Kommentar von Marta Salazar — 05.12.06 08:54 #

  5. @ apollon

    Wo ist das Problem? Wegen mir hätten sie den schwerkranken Pinochet mit seinen 91 Jahren noch in einen Hubschrauber setzen und auch mal über einem Vulkan abwerfen können, damit er weiß, wie sich das anfühlt. Ich hätte ihm keine Träne nachgeweint, aber die Angehörigen seiner Opfer hätten sich dann vielleicht etwas besser gefühlt.

    Im übrigen werden inzwischen sogar Demokratien mit Diktaturen verglichen, und zwar höchstoffiziell vom UNO-Generalserkretär persönlich und dann auch noch zu ihrem Nachteil. Und bei dem von ihm lobend erwähnten Gewaltherrscher handelt es sich nicht um irgendeinen lächerlichen lateinamerikanischen Caudillo, sondern um einen eisenhartenn Tyrannen der Totalitarismus-Klasse. An Saddams Verbrechen kommen Castro und Pinochet zusammen nicht ran.

    Kommentar von Paul13 — 05.12.06 09:26 #

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