Milton Friedman ist tot.
Eine traurige Meldung kommt da über die Ticker:
Milton Friedman, einer der wichtigsten Verfechter der Freiheit (nicht nur der freien Marktwirtschaft) ist heute im Alter von 94 Jahren gestorben.
Er wird fehlen.
Update: ah, da ist es ja, das hervorragende Friedman-Interview in der WELT von letztem Jahr.
Und als Bonus noch eins für die SZ:
Es ist unmoralisch, Geld von den Reichen zu nehmen, um es den Armen zu geben …
Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net
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erstaunlich, dass bisher kein einziger Kommentar erfolgte. Dabei müsste doch die in der BRD ausserodentlich zahlreich vertretenen, dem Neoliberalismus feindlich gesonnenen Kräfte, über das Ableben des Hauptteufels des Neoliberalismus himmelhoch aufjauchzen. Für viele gilt Friedman doch als Inbegriff des Neoliberalismus und ist klar mit einem Feindbild (in der BRD vermutlich wegen der Gleichheit des Familiennamens zu unserem Michel verstärkt auftretend) verbunden.
Milton hat – trotz hohem Alter – sich bis zuletzt aktiv eingemischt. Er gilt somit allen im Alter fortgeschrittenen Kräften als leuchtendes Vorbild. Das Werk des Nobelpreisträgers ist von Genialität und der typischen Freiheitssehnsucht liberaler Kräfte zugleich geprägt. Milton kann sich sicher sein, dass seine Botschaft bei jüngeren Kräften angekommen ist, die sein Werk fortsetzen werden.
Kommentar von Rainer Lang — 17.11.06 11:37 #
Das Interview ist Weltklasse. Da ist wirklich ein großer Denker und Freiheitskämpfer von uns gegangen!
Kommentar von Oliver — 17.11.06 12:05 #
Ihr lest nur nicht richtig, Freunde. Zu Friedman http://37sechsblog.de/?p=1122 und das viel Bedeutendere, das Ihr aber nicht bemerkt: http://37sechsblog.de/?p=1127
Schönes Wochenende!
Kommentar von Andreas Skowronek — 17.11.06 12:50 #
@Rainer Lang:
“erstaunlich, dass bisher kein einziger Kommentar erfolgte. Dabei müsste doch die in der BRD ausserodentlich zahlreich vertretenen, dem Neoliberalismus feindlich gesonnenen Kräfte, über das Ableben des Hauptteufels des Neoliberalismus himmelhoch aufjauchzen.”
Die freuen sich wahrscheinlich im Stillen. Sie hassen ihn insbesondere, weil er in vielem Recht hatte und die Geschichte ihm Recht gab, sie hingegen unrecht hatten und immer noch haben. Ein Jubelschrei würde eine Debatte auslösen, und daran haben sie kein Interesse.
Beschämend finde ich, daß sich im FDP-Forum noch keiner dazu geäußert hat. Ein Armutszeugnis.
Kommentar von Robert Grözinger — 17.11.06 15:16 #
ach Andreas, ich weiss, dass das ach so menschliche sozial gerechte Deutschland gegenüber dem Ableben eines Neoliberalen keinerlei Pietät zeigen darf, nichtsdestotrotz erzeugt die verbriefte Möglichkeit einer Vergesellschaftung bei mir einzig eine grosse Gelassenheit. Eine demokratische Mehrheit zur Vergesellschaftung wird sich nämlich genausowenig einstellen, wie die von mir seit meiner Kindheit gewünschte Reise zur fernen Galaxie M87. Von daher kümmert auch dieser umfallende Reissack im fernen China nicht. Wer allerdings weiterhin von intergalaktischen Reisen und der notwendig in Verstaatlichung und damit dem endgültigen Ankommen der BRD in einer den dritte Welt Ländern ähnelnden Ökonomie endenden Vergesellschaftung träumen möchte, dem proste ich ein verächtlich gemeintes Kölle Alaaf zu, während ich Olivers menschliche Anteilnahme am Ableben des grossen Liberalen Friedmann mit dem gebührenden Respekt beantworte, die der rechtschaffende Bürger verdient, nicht jedoch diejenigen, die von Menschlichkeit reden und Hass meinen.
Kommentar von Rainer Lang — 17.11.06 16:32 #
@Robert:
“Beschämend finde ich, daß sich im FDP-Forum noch keiner dazu geäußert hat. Ein Armutszeugnis.”
Eigentlich ist das schon der geistig-moralische Offenbarungseid dieser blau-gelben Blockpartei im BRDDR-Einheitssozialismus! Die LDPD, sie lebe hoch!
Kommentar von DDH — 17.11.06 18:36 #