Kommunisten wieder einmal von Rechtsradikalen angegriffen
Gestern vor fünfzig Jahren wurde der ungarische Volksaufstand gegen die Kommunisten mittels russischen Panzern niedergeschlagen. Als wenn zynisches Kalkül dahinter stehen würde, nutzte der Ex-Kommunist Ferenc Gyurcsany Provokationen von rechtsextremen Randalierern, um die andauernden Demonstrationen gegen seine per Wahlbetrug an die Macht gekommene Regierung gewaltsam zu beenden. ßber 100 Verletzte, darunter der Abgeordnete Mariusz Revesz von der stärksten Oppositionspartei, der konservativen FIDESZ sind das traurige Ergebnis.
Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass die Darstellung der ungarischen Sozialisten, die die Protestbewegung gegen die linksgerichtete Regierung in ihrer Gesamtheit als “rechtsradikal” denunzieren (auch dies übrigens eine gern verwendete ßbung aus 1956 und vielen folgenden Protestbewegungen gegen Kommunisten an der Macht …) von der deutschen Mainstream-Presse offensichtlich fast bruchlos übernommen wird.
Eine löbliche Ausnahme scheint hier lediglich das linke Online-Magazin Telepolis zu spielen, wo der Ungarn-Korrespondent John Horvath unter dem Titel Day of Shame die Vorgänge aus einer alternativen Sichtweise heraus beleuchtet:
The lies, contempt, and utter disregard for the right to protest over the past few weeks all show how Hungary’s democratic deficit — like its budget deficit — is ballooning out of control.
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