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Aufruf gegen den islamistischen Al Quds-Tag

Dienstag, 17.10.06 12:12 by jo@chim - 3 Kommentare

Es geht nicht um einen Kulturkampf gegen â??denâ?? Islam, sondern um ein gemeinsames politisches Streiten gegen Islamismus und religiös verbrämte Gewalt. Der Al Quds-Tag und die islamistische Ideologie sind auch ein Angriff auf die Universalität der Menschenrechte und damit auf uns alle – ob im Iran, in Afghanistan, in Israel und den palästinensischen Gebieten, in der Türkei oder in Berlin.
Wir rufen deshalb für den 21. Oktober 2006 zu einer Protestkundgebung gegen den internationalen Al Quds-Tag in Berlin auf und bitten um breite Unterstützung dieses Aufrufs.

Aus dem Aufruf des Berliner Bündnisses gegen den internationalen Al Quds Tag – Unterstützer neben vielen anderen auch FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und der Berliner Landesvorsitzende Markus Löning.

Ich unterstütze den Aufruf zur Demonstration ebenfalls und dokumentiere ihn hier nachfolgend im Orginaltext. Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit, den Aufruf zu unterzeichnen finden Sie auf gegen-al-quds-tag.de

Gemeinsam gegen den internationalen Al Quds-Tag!
Aufruf gegen Islamismus, Judenhass und Vernichtungsdrohungen gegen Israel.

Für Demokratie und Menschenrechte im Iran!
1979 rief Ayatollah Khomeini dazu auf, jedes Jahr am letzten Freitag im islamischen Fastenmonat Ramadan für die â??Befreiungâ?? Jerusalems und die Vernichtung Israels zu demonstrieren. Seither gibt es zum so genannten Al Quds-Tag einen staatlich organisierten Propagandaaufmarsch in Teheran, eine Hizbullah-Militärparade in Beirut und weltweite Demonstrationen â?? dieses Jahr am 20. Oktober. In Berlin, wo die Demonstration am Samstag, 21. Oktober 2006, stattfindet, haben die Veranstalter in den letzten Jahren aufgrund öffentlicher Proteste ihre antisemitischen Botschaften mit gemäßigt klingenden Slogans kaschiert. Der neue iranische Präsident Ahmadinejad wiederholte jedoch zum Al Quds-Tag 2005 lautstark Khomeinis Aufforderung zur Vernichtung Israels, profiliert sich seitdem als Holocaust-Leugner und wurde weltweit zum neuen Helden radikaler Islamisten und Neonazis.
Wir Unterzeichnerinnen und Unterzeichner haben unterschiedliche Meinungen zu dem andauernden Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Aber gemeinsam weisen wir jeden Angriff auf das Existenzrecht Israels zurück und treten für eine friedliche und für beide Seiten akzeptable Zweistaatenlösung ein. Das iranische Regime tut alles, um eine solche Lösung zu verhindern. Es ruft nicht nur verbal zur Vernichtung Israels auf, sondern fördert und finanziert Selbstmordanschläge gegen Israelis und rüstet die Hizbullah mit Raketen aus. Das iranische Regime instrumentalisiert schamlos den israelisch-palästinensischen Konflikt zu Lasten auch der Palästinenserinnen und Palästinenser, um seine eigene Diktatur zu stabilisieren und seine Machtbasis international auszubauen.
Wir verurteilen die antisemitische und antiisraelische Hetze des iranischen Regimes genauso wie die schweren Menschenrechtsverletzungen im und durch den Iran seit 27 Jahren:
â?¢ die Folter und Ermordung von zehntausenden Oppositionellen, darunter 1992 beim Anschlag im Berliner Restaurant â??Mykonosâ?? und zuletzt zwei hungerstreikende Häftlinge,
â?¢ die Entrechtung von Frauen und Hinrichtungen von Homosexuellen,
â?¢ die Unterdrückung der Frauen-, Studenten- und Gewerkschaftsbewegung,
â?¢ die Repression und Entrechtung ethnischer Minderheiten wie beispielsweise der iranischen Kurden und der Ahwazi-Araber sowie
â?¢ die Verfolgung religiöser Minderheiten wie vor allem der Bahá’í.
Der Iran ist eine islamistische Diktatur. Wir solidarisieren uns mit allen Iranerinnen und Iranern, die sich nach Demokratie und Menschenrechten sehnen und mit der Weltgemeinschaft in Frieden leben wollen.
Wir wenden uns zugleich gegen jede Diskriminierung von Menschen muslimischen Glaubens oder migrantischen Hintergrunds. Es geht nicht um einen Kulturkampf gegen â??denâ?? Islam, sondern um ein gemeinsames politisches Streiten gegen Islamismus und religiös verbrämte Gewalt. Der Al Quds-Tag und die islamistische Ideologie sind auch ein Angriff auf die Universalität der Menschenrechte und damit auf uns alle – ob im Iran, in Afghanistan, in Israel und den palästinensischen Gebieten, in der Türkei oder in Berlin.
Wir rufen deshalb für den 21. Oktober 2006 zu einer Protestkundgebung gegen den internationalen Al Quds-Tag in Berlin auf und bitten um breite Unterstützung dieses Aufrufs.

Berliner Bündnis gegen den internationalen Al Quds Tag

Initiatorinnen und Initiatoren
Schohreh Baddii, im Exil lebende Iranerin
Arne Behrensen, Politikwissenschaftler, Berlin
Ahmet Dag, Kurdistan AG der Freien Universität Berlin
Claudia Dantschke und Ali Yildirim, AYPA-TV
Aycan Demirel und Elif Kayi, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
Gerlinde Gerber, Jugendforum der DIG Berlin
Siamend Hajo, Europäisches Zentrum für Kurdische Studien
Nikoline Hansen, Bund der Verfolgten des Naziregimes Berlin e.V.
Meggie Jahn, Deutsch Israelische Gesellschaft,
Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung
Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran-Berlin e.V.
Hamid Nowzari, Vorstand des Vereins Iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
Udo Wolter, Bündnis gegen Antisemitismus Berlin
Thomas Uwer, Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit
Maja Loeffler (Koordination)

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
1. Sharon Adler, Hrsg. AVIVA-online â?? das Online-Magazin für Frauen
2. Dogan Akhanli, Publizist, Köln
3. Fevi Aktas, Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e.V., Berlin
4. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
5. American Jewish Committee Berlin Office
6. Seyran Ates, Rechtsanwältin, Berlin
7. Evrim Baba, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhaus (MdA) Linkspartei.PDS
8. Nasrin Bassiri, freie Journalistin und Publizistin, Berlin
9. Marieluise Beck, Mitglied des Bundestag (MdB) Bündnis 90/Die Grünen
10. Niloofar Beyzaie, Theaterautorin und â?? regisseurin, Frankfurt/M
11. Thomas Birk, MdA, Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Lesben- und Schwulenpolitik
12. Hans Branscheidt, Mesopotamische Entwicklungsgesellschaft /EUTCC, Oberursel
13. Micha Brumlik, Professor für Erziehungswissenschaft, Frankfurt/M
14. Michael S. Cullen, Bauhistoriker und Publizist, Berlin
15. Parviz Dastmalci, Berlin/New York
16. Sara Dehkordi, Berlin
17. Ayse Demir, Vorstandsmitglied im Türkischen Bund Berlin-Brandenburg
18. Ali M.S. Fatemi, Dekan der Graduate School of Business, American University of Paris
19. Jochen Feilcke, MdB CDU a.D., Vorsitzender Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin
20. Ralf Fücks, Vorstand Heinrich Böll-Stiftung, Berlin
21. Johannes Gerster, MdB CDU a.D., Vizepräsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG)
22. Kerstin Griese, MdB SPD, Beauftragte für Kirchen und Religionsangelegenheiten der Fraktion
23. Parvaneh Hamidi, Kabarettistin, Köln
24. Till Heyer-Stuffer, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Berlin
25. Chaukeddin Issa, Vorsitzender Gemeinde der Kurden aus Syrien in Berlin-Brandenburg e.V.
26. Ahmet Iyidirli, SPD Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, Bundesvorsitzender Föderation der Volksvereine türkischer Sozialdemokraten
27. Johannes Kandel, Politikwissenschaftler, Berlin
28. Navid Kermani, Orientalist und Autor, Köln
29. Sanem Kleff, Pädagogin, Berlin
30. Martin Kloke, Schulbuchredakteur und Publizist, Berlin
31. Kenan Kolat, Bundesvorsitzender Türkische Gemeinde in Deutschland, Berlin
32. Sigmount Königsberg, Büroleiter Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
33. Gabriele Lademann-Priemer, Sektenbeauftragte der Nordelbischen Kirche, Hamburg
34. Manfred Lahnstein, MdB SPD und Bundesminister a.D., Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
35. Markus Löning, MdB FDP und Landesvorsitzender Berlin
36. Ali Mahdjoubi, Berlin
37. Jerzy Montag, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Vorsitzender Deutsch-Israelische Parlamentariergruppe
38. Kerstin Müller, MdB Bündnis 90/Die Grünen, außenpolitische Sprecherin
39. ßzcan Mutlu, MdA Bündnis 90/Die Grünen, bildungspolitischer Sprecher
40. Dirk Niebel, MdB und Generalsekretär FDP
41. Hamid Nowzari, Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
42. Peter von der Osten-Sacken, Institut Judentum und Kirche, Berlin
43. Bilkay ßney, MdA Bündnis 90/Die Grünen
44. Cem ßzdemir, Mitglied Europaparlament Bündnis 90/Die Grünen
45. Petra Pau, MdB Linkspartei.PDS, Vizepräsidentin des Bundestag
46. Petra Rosenberg, Vorsitzende Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg
47. Lea Rosh, Publizistin, Berlin
48. Claudia Roth, MdB und Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
49. Mohammed Schams, ßbersetzer, Berlin
50. Albert Scherr, Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
51. Arkadi Schneidermann, stellv. Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
52. Eberhard Seidel, Publizist, Berlin
53. Walter Sylten, Arbeitsgemeinschaft der Berliner NS-Verfolgtenorganisationen
54. Hakan Tas, Journalist, Berlin
55. Sylke Tempel, Publizistin, Berlin
56. Almuth Tharan, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Berlin
57. Ali Ertan Toprak, Generalsekretär Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.
58. Bernd Wagner, Zentrum Demokratische Kultur, Berlin
59. Sascha Wenzel, 2. Geschäftsführer Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. Berlin
60. Turgut Yüksel, Frankfurt/M
61. Maya Zehden, Geschäftsführerin Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit


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3 Kommentare »

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  1. Ihr Anliegen ist mehr als nur berechtigt. Deshalb unterstütze ich Ihren Aufruf uneingeschränkt. Denke,die Gefahr ist viel gröÃ?er,als beschrieben und allgemein wahrgenommen wird.

    Freundliche GrüÃ?e
    Wolfgang Bastian

    Kommentar von Wolfgang Bastian — 17.10.06 12:31 #

  2. Danke. Um den Aufruf als Unterzeichner zu unterstützen, senden Sie Ihre Daten an info[ad]gegen-al-quds-tag.de

    Kommentar von jo@chim — 17.10.06 13:02 #

  3. [...] Wem am Samstag dem 21ten fad ist, Kino zu langweilig, Disco zu laut, Zoo zu teuer, “Night of the Living Dead” vor dem Fernseher einschlafen läÃ?t und auch das Programm nicht gerade zu Jubelstürmen hinreiÃ?t, dem sei das hier empfohlen. [...]

    Pingback von Last Exit! » Blog Archive » Ã?brigens — 25.10.06 15:47 #

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