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Was tun?

Donnerstag, 20.07.06 18:21 by jo@chim - 17 Kommentare

… der Hassblogger Daniel Weber drohte mir und anderen vor einiger Zeit an, mich in eine Liste aufzunehmen, die er an Islamisten schicken wollte
… “Che 2001″ amüsierte sich zusammen mit “gibsmir” bei Don Alphonso darüber, dass man dem “Bamberger Reiter” eine Eisenstange in den Arsch stecken könnte (er hat sich entschuldigt, nachdem ich drohte, seinen Realnamen zu veröffentlichen)
… “Balou” spricht davon, mich mit der Mistgabel an die Wand zu nageln
… um hier nur die heftigsten Drohungen und Beschimpfungen, öffentlich und anonym per Mail zu nennen
… what next?

Das hier

Liebe Leser und Leserinnen von Antibuerokratieteam,
“Monika” ist meine Frau (ich habe sie noch nie im Blog erwähnt).
Das ist eine neue Qualität.

1990 haben mir Nazis einmal (ebenfalls nach ständig eskalierenden Drohungen)
einen Hühnerkopf an die WG-Tür genagelt und selbige am nächsten Tag
eingetreten. Eine Woche später haben sie mich überfallen – Gottlob war die
Polizei unüblich schnell und die Täter wurden verhaftet, so dass ich mit
einer Kniescheibenprellung davon kam.

Inzwischen habe ich Kinder – um die ich Angst habe.

Ich stehe kurz davor, dieses Blog zu schliessen.
Was tun?

P.S.: Herr “Dr.” Dean – ich fordere Sie auf, die Drohungen und Beschimpfungen gegen mich unverzüglich zu löschen.


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

17 Kommentare »

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  1. Achim,
    Ich kann Deine Angst gut verstehen. Mir wird auch ganz anders, wenn ich diese Drohungen lese.
    Ich frage mich vor allem, warum es so schwierig ist, unterschiedliche politische Meinungen zu tolerieren.
    Man kann doch ruhig ganz verschiedene Positionen vertreten und trotzdem vernuenftig und freundlich miteinander umgehen. Bis heute warte ich zum Beispiel auf den Tag, an dem ich bei einem Wirtschaftsthema mit Parker8 einer Meinung bin. Trotzdem freue ich mich ueber jede Diskussion mit ihm. Das ist doch das Spannende an Weblogs.
    Wie gesagt, ich verstehe Deine Angst und ich wuerde mir an Deiner Stelle auch ueberlegen, das Blog zu schliessen – auch wenn es sehr schade waere. Ich habe naemlich hier beim A’team auch sehr viele nette, freundliche und aufgeschlossene Leute kennengelernt. Ausserdem hat mir das Schreiben und Streiten Spass gemacht.
    Ich hoffe daher, dass diejenigen, die sich hier in der von Dir zitierten Art und Weise geaeussert haben, verbal wieder abruesten.
    Peace, Leute! Ihr koennt Euch gerne an Sascha, Oliver, Achim und mir politisch reiben, wir koennen auch gerne heftig und von mir aus auch manchmal polemisch diskutieren. Aber bitte lasst doch Drohungen und Beschimpfungen sein! Und lasst Achims Familie aus dem Spiel.
    Oliver

    Kommentar von Oliver M.H. — 20.07.06 18:39 #

  2. Achim, mit manchen deiner Texte bin ich nicht einer Meinung, aber dennoch lese ich bei dir regelstmäßig mit.

    Du solltest dich vielleicht einfach mal juristisch beraten lassen. Denn eine Blogschließung wäre keine Lösung für dieses Problem. Und es wäre ein Zeichen, dass diese Menschen mit ihren Drohungen Erfolg haben können.

    Kommentar von Martina — 20.07.06 18:48 #

  3. @jo@chim

    Deine Aufregung verstehe ich.

    Bedenke aber, dass der Typ, der diese neue Wendung in die Angelegenheit gebracht hat (gut – er hat anonym gepostet, aber dennoch ist klar, um wen es sich handelt), sich zwar gerne mit Pöbeleien und auch Todesdrohungen hervortut, sich aber, sobald es konkret und seine Person aus der Anonymität gerissen wurde, als Maulheld erwiesen hat.

    Die Löschungsaufforderung halte ich für völlig berechtigt. Ob ihr Folge geleistet wird, ist für den offen, der weiß, was der Blogautor bisher so gelöscht hat und was nicht.

    Solidarität hin, Feindbild her: Manche Blogautoren aus der linken Szene täten vielleicht gut daran, sich ihre Freunde lieber genau anzuschauen, bevor sie für sie in die Bresche gegen die pöhsen Necons springen. Aber gut, jeder sucht sich seinen Umgang selbst aus.

    Kommentar von Rayson — 20.07.06 19:09 #

  4. Hmm…
    ohne dich dazu direkt ermutigen zu wollen (ich fände es natürlich sehr schade um’s Blog!), könnte ich sehr gut verstehen, wenn das Bloggen es dir nicht wert ist. Wenn ich irgendwo meinen Realnamen (und sei es nur der Vorname) angebe, halte ich mich auch aus allen Diskussionen fern, die potentiell zu Problemen ausserhalb des Blogs oder des Forums führen könnten. Und dass, obwohl ich niemals eine Situation wie von dir beschrieben erlebt habe.

    Das Problem mit linken wie rechten wie religiösen Fanatikern ist prinzipbedingt, dass diese eine gewisse Tendenz zur Gewalt haben. Wer anderen Leuten Vorschriften machen und diese mit Gewalt durchsetzen will, schreckt davor halt nicht zurück. Da muss man sich überlegen, ob einem der Konflikt die möglichen Auswirkungen auf das eigene Leben wert ist. Ich persönlich neige bei solchen Entscheidungen immer eher zur Flucht.

    Kommentar von Tim Jansen — 20.07.06 19:26 #

  5. Hallo Achim,

    ich kann Dich nicht nur gut verstehen, ich kann es sogar gut nachvollziehen.
    Wie diskutierfreudig manche Zeitgenossen sind, durfte ich damals in Wien erleben und auch in Deutschland wollten so manche Zeitgenossen zeigen, wo Bartels den Most holt.

    Es wäre schade, wenn Du Deinen Blog schließen würdest, denn er ist einer der interessantesten in der Blogwelt, vor allem, da mit Oliver auch interessante Dinge aus England berichtet werden, oder Ansichten die einem manchmal entgehen würden.

    Den einzigen Rat, das hat ja Martina schon angesprochen, wäre wirklich ein Besuch beim Anwalt, denn offensichtlich versuchen einige unliebsame Blogger wegzubeißen und das geht zu weit.

    Wolfram

    Kommentar von Wolfram — 20.07.06 19:32 #

  6. Achim, Kopf hoch!
    Mein Achim ist ein Streitbarer aber kein Streithansel. Er ist bei aller Schärfe in der Diktion (um der Karheit willen) ein über alle Zweifel erhabener toleranter und liberaler Mensch.
    Mit verbalen Attacken kann er gut umgehen. Wenn einer mit gleicher Münze austeilt, so ist das kein Problem. Was darüber hinausgeht ist mir unverständlich. Ich bitte um das richtige Augenmaß im Umgang miteinander.
    Liebhard

    Kommentar von Dr.Liebhard Löffler — 20.07.06 19:35 #

  7. Hi.

    Scheiss das!!!

    Wie wäre es, wenn alle BloggerInnen + KommentatorInnen, die durch indirekte wie direkte Drohungen mit körperlichen oder finanziellen Sanktionen gegen ihnen widerstrebende Meinungsäusserungen mehr als nur im Gefühlsüberschwang hervortreten (also planmässigen Terror veranstalten), listenmässig und mit (soweit vorhanden oder ermittelbar) Klartextpersonalität an einen BlogPranger gestellt würden?

    Das Licht der Öffentlichkeit und persönliche Verantwortung ist diesen Teufeln das Weihwasser oder diesen Vampyren der Knoblauch.

    http://www.blogpranger.de ???

    Gruss
    Andreas

    Kommentar von Andreas Ullrich — 20.07.06 21:07 #

  8. @Andreas: Nur hat der Tag leider keine 72 Stunden die nötig wären diesen Blogpranger auch nur halbwegs vollständig zu füllen. Ich bin jetzt vielleicht seit zwei oder drei Monaten in politischen Blogs aller Richtungen unterwegs, und mir scheint die Anzahl derer, die unter Meinungsfreiheit einzig die Freiheit ihrer eigenen Meinung verstehen unüberschaubar. Und langsam komme ich zu dem Schluß, dass dies auch für die – hoffentlich nur – verbalen Attacken wie diese hier gilt.

    @Joachim: Täte mir leid, wenn das Blog geschlossen würde. Und es wäre sicher auch ein Sieg für diese (feigen) Leute. Auf der anderen Seite, wenn man Familie hat, hat man auch eine gewisse Verantwortung. Mit anderen Worten, ich weiß nicht wirklich Rat.

    Kommentar von Thomas — 20.07.06 21:19 #

  9. P.S.

    Ich könnte mir da einen ‘Verein gegen blogTerroristen’ vorstellen, der eine unideologisch-breite (möglichst breite!!!) Basis haben sollte: einzige Gemeinsamkeit: mit privaten Mitteln Blog-Terroristen kenntlich zu machen. Mehr nicht!

    Gruss
    Andreas

    Kommentar von Andreas Ullrich — 20.07.06 21:37 #

  10. @Andreas

    Das mit der Breite ist genau das Problem. Wenn das Selbstverständnis so wäre, wie man es für einen “Blogpranger” bräuchte, hätten diese Trolle eh keine Chance.

    Kommentar von Rayson — 20.07.06 22:27 #

  11. @thomas

    .. wenn Dein Tag (wie auch mein Tag) keine 72 Stunden hat, dann hätte ein 3-Menschen-Tag 24 Stunden, ein 10-Menschen-Tag 7,2 und ein 100-Menschen-Tag 0,72 (so irgendwie 40 schlappe minutes)und ein 1000-Menschen-Tag irgendwie 4 schlappe minutes per day.

    Dann lässt man einfach mal 1 Zigarette oder 1 kleines Gedöse pro Tag: und schon wäre Grosses gerissen!

    Ich hasse reglementierte Zwangskollektive, aber für freiwillige Begeisterungskollektive wäre ich durchaus bereit, eine Zigarettenlänge/pro Tag (oder entsprechende Äquivalente) zu ‘opfern’.

    Gruss
    Andreas

    Kommentar von Andreas Ullrich — 20.07.06 22:30 #

  12. @Rayson

    ‘Breite’ iss doch da! Sie müsste nur ‘organisiert’ werden – ’sichtbar’ werden …

    Es gibt keine ‘wir Vielen’, wenn die ‘Vielen’ ihre Klappen halten!

    Gruss
    Andreas

    Kommentar von Andreas Ullrich — 20.07.06 23:11 #

  13. Ihr habt scho alle Probleme, sich wegen den Dingen so aufzuführen, wie im Kindergarten. Anscheinend verbringen einige Leute entschieden zu viel Zeit vorm PC. Und wenns dann mit Beleidigungen anfängt, ist für mich der Zug abgefahrn, da macht die ganze Sache auch keinen Spaß mehr.

    Schönen Gruß

    Kommentar von Christian Sandner — 20.07.06 23:19 #

  14. [...] Genug, die Herren Blogmobber. Heute, 21.07.06 00:20 by Zuerst: Danke an alle für die Solidarität ! Das macht mir Mut. Danke auch für die Hinweise und Tips. Ob juristische Schritte etwas nutzen, werde ich die nächsten Tage besprechen. Ich glaube eher nicht: die Pöbeleien und Drohungen von “Dr. Dean”, “Balou”, Weber etc. und der von ihnen gehegten Trollherde sind meist so formuliert, dass straf- oder zivilrechtlich wohl ein hohes (Prozess-)Risiko bestehen würde. Über ein Watchblog, lieber Andreas Ullrich, um die Mobbing-Methoden der Hassblogger im Zusammenhang sichtbar zu machen, habe ich mit Bloggerkollegen in letzter Zeit schon nachgedacht – dies würde aber nur die Aufmerksamkeit auf sie lenken, die sie sich mit ihren Tiraden aus dem Schutz der Anonymität gerade “verdienen” wollen. Was tun, also? [...]

    Pingback von antibuerokratieteam.de » Genug, die Herren Blogmobber. — 21.07.06 00:22 #

  15. Auch ich faende das Ende von Antibuerokratieteam.de verdammt schade. Ich bin zwar nicht wirklich libertaer, trotzdem sind die meisten Artikel einfach klasse informativ und auch unterhaltsam.
    Klar ist, dass die meisten Aussagen in den einschlaegigen Weblogs nur schwer strafverfolgbar sind. Ein entsprechender Prozess koennte fuer den poebelnden Blogger allerdings – je nach dem, was der entsprechende Zeitgenosse im echten Leben macht – eine unangenehme Oeffentlichkeit herstellen und wuerde die Verfehlungen auch noch oeffentlich dokumentieren. Und gerade die gedachte Anonymitaet der entsprechenden Blogger gibt ihnen ja ueberhaupt die Sicherheit, solche Aussagen zu treffen.

    Kommentar von Philipp Krebs — 21.07.06 02:04 #

  16. Ich bin mit Oliver einer Meinung!

    Kommentar von Marta Salazar — 21.07.06 18:24 #

  17. Lasst Euch bloss nicht einschüchtern von Leuten, die ihre rechtsradikale Berufung noch nicht erkannt haben und anonym “die Sau rauslassen”. Das ist halt ein Manko des Internet: Jeder meint, daß er hier seinen, wo auch immer herrührenden Frust abreagieren kann oder seine Gewaltfantasien ausleben kann, ohne gleich eine gesemmelt zu bekommen. Im persönlichen Gegenüber würden die sich das vermutlich nicht trauen.
    Und nur zur Erinnerung: Das ist EURE Website, schmeißt raus, wer sich danebenbenimmt. Wenn er wiederkommt, outet ihn, wenn das auch nichts nützt, zeigt ihn an. Ich nehme an, daß ihr das auch tun würdet, wen Euch einer in einer öffentlichen Versammlung beleidigen oder bedrohen würde. Das hat nichts mit unliberal zu tun.

    Kommentar von F. Hoffmann — 21.07.06 20:39 #

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