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Das Wörterbuch der Unwahrheit

Montag, 31.07.06 15:15 by jo@chim - 3 Kommentare

Liza hat in seinem (auch sonst sehr lesenswerten) Weblog Lizas Welt Victor D. Hansons Vocabulary of Untruth übersetzt. Der Redakteur des National Review legt mit seinem Vokabular kurz und bündig die Wahrheit hinter den sprachlichen Manipulationen frei, mit denen Israels Verteidigung gegen die Hizbollah-Terroristen delegitimiert werden soll. Hier eine leicht überarbeitete und alphabetisch geordnete Version des Wörterbuchs:

Augenzeugen
Sind in der Regel keine, und ihre Aussagen werden nur gegen Israel zitiert.

Betroffenheit
Der Terminus Betroffenheit oder “tiefe Betroffenheit” wird von Europäern und Arabern verwendet, die privat einräumen, dass es für den Libanon keine Zukunft gibt, solange die Hizbollah nicht zerstört ist ?? und das sollte vorzugsweise von ??Zionisten?? erledigt werden, die man leicht dafür beschuldigen kann, es getan zu haben.

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The Libertarian and the War

Sonntag, 30.07.06 15:01 by jo@chim - 4 Kommentare

[...] Die Terroristen und ihre staatlichen Unterstützer haben uns den Krieg erklärt. Dieser richtet sich nicht gegen ??das Schlechte? der westlichen Zivilisation, sondern gegen ihre innersten Tugenden: Gegen die Freiheit der Gedanken, der Rede und des Gewissens, gegen Rationalität, gegen Gleichberechtigung, gegen Pluralismus und Toleranz. Gegen wirklich alle Tugenden, die zivilisierte Menschen über Barbarei, Sklaverei und Fanatismus erheben [...]

Die ßbersetzung von Eric S. Raymonds Anti Idiotarian Manifesto schlummerte einige Zeit auf den Rechnern von Daniel Fallenstein und mir vor sich hin – nicht zuletzt wegen des triefenden Pathos, der nicht unbedingt unser Ding ist.

Der libertäre Open-Source-Aktivist Eric Steven Raymond, besser bekannt als Autor des Buches The Cathedral and the Bazaar, tritt für ein entschlossenes, wo notwendig militärisches, Vorgehen gegen den Terror ein und unterstützt den War on Terrorism (damit befindet er sich unter den traditionell isolationistischen US-Libertarians in einer Minderheitenposition).

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Stockanschlag auf Achim Hecht

Freitag, 28.07.06 20:09 by jo@chim - 28 Kommentare

Von einem B.L.O.G.G.E.R, der an einer neoliberalen Zusammenrottung beteiligt ist, die bezeichnenderweise bissig (sic!) im Namen führt, hat mich im Tiefflug ein wuchtiger Gegenstand (vom ausführenden ßbeltäter mit der Tarnidentität Stefanolix verharmlosend als Stöckchen bezeichnet) getroffen. Darauf einige Fragen geritzt.
Da ich vermute, dass er ein Verfahren gegen mich anstrengt, wenn ich nicht gleich antworte, hier die – rechtsunverbindlichen, aber mit meinem Anwaltskollegium und einem von mir bestochenen Staatsanwalt abgestimmten – Antworten:

Warum bloggst du?

Was soll die Frage? Wegen der Schecks von Mossad, CIA, dem BDA, der Condi for President Campaign und dem Papst (ich habe etwas gegen ihn in der Hand).

Seit wann bloggst du?

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“Der Ofen ist aus- für alle Zeiten”

Donnerstag, 27.07.06 11:05 by Oliver Luksic - 2 Kommentare

Das Dilemma der SPD wird heute in der WELT beschrieben: für weitere soziale Wohltaten, an denen das Herz der Sozialdemokraten hängt, ist der Ofen aus- für alle Zeiten, wie der langjährige SPD-Fraktionschef in NRW Farthmann zu Recht analysiert. Der SPD laufen die Wähler davon, die alte Volkspartei SPD zerfällt langsam. Den lesenswerten Artikel in der Welt gibt es hier und einen ausführlicheren Beitrag dazu von mir gibt es auch hier.


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Streit im staatlichen Gesundheitswesen

Dienstag, 25.07.06 15:37 by Sascha Tamm - 2 Kommentare

Kritisiert man das System der gesetzlichen Krankenkassen als ??Staatsversicherung?? oder Zwangssystem, empören sich seine Verteidiger gern mit dem Verweis darauf, dass es das ja gerade nicht sei. Ganz im Gegenteil: Die Mitgliedschaft sei zwar für viele Einkommensgruppen verpflichtend, doch in ihrer Organisation seien die viele gesetzlichen Kassen frei und selbst verwaltet.

Dafür, dass das nicht stimmt, hat die Bundesgesundheitsministerin jetzt selbst einen klaren Beweis gegeben. Auf die Kritik der Krankenkassen an der sogenannten Gesundheitsreform ließ sie einen ihrer Staatssekretäre mit einem ziemlich harschen Brief antworten. Darin werden die Verbände der Krankenkassen ??nachdrücklich?? aufgefordert, ??propagandistische ßußerungen gegen die Gesundheitsreform in Zukunft zu unterlassen.?? Der Staatssekretär droht damit, ??in Zukunft gegen ßußerungen von Vertretern der Spitzenverbände der Krankenkassen ? unmittelbar aufsichtsrechtlich vorzugehen.?? Das heißt, dass die Krankenkassen praktisch wie Behörden behandelt werden.

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Das Merkmal der Zweitklassigen

09:41 by jo@chim - 2 Kommentare

Schon gehört: In der rot beleuchteten Lounge eines Hausmeisters mit gelegentlichen vulgärrassistischen Aussetzern wird ein Award veranstaltet! Nein, nicht erschrecken, ich will Sie jetzt nicht schon wieder mit Geschichten von dem Sack (Reis, in China) langweilen.

Kennen Sie das Merkmal der Zweitklassigen? Es ist der ßrger über die Leistung eines anderen

Ayn Rand hat allerdings noch etwas zu Don Alphonso zu sagen.
Ansonsten werde ich das Feld hier einige Zeit Oliver, Oliver und Sascha überlassen, mich von den Attacken der Blogwarte und Blogbasher der letzten Tage erholen und vielleicht weiter etwas an einem länger gehegten Projekt, dem Konzept einer szenischen Blog-Lesung ;-) arbeiten.
Stay tuned!

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Einblicke in die Regierungstätigkeit

08:50 by Oliver M.H. - Kommentieren

Vor einiger Zeit hatte ich Premierminister Blair lobend für sein gestiegenes Kostenbewusstsein gelobt, als er von seinem Italienurlaub an Bord eines Ryan Air-Linienflugs nach England zurückkehrte. Wäre er bei seinen übrigen Auslandsreisen ebenso günstig geflogen, dem Steuerzahler wäre einiges erspart geblieben.

Das Propriety and Ethics Team beim Cabinet Office hat einige interessante Zahlen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, wie teuer die Auslandsreisen von Regierungsmitgliedern im letzten Jahr (April 2005-März 2006) waren. ßber 2 Millionen Pfund haben dabei allein Blairs Reisen gekostet. Bemerkenswert: Eine viertägige Reise nach Singapur anläßlich der Vergabe der Olympischen Spiele steht mit nicht weniger als 482.880 Pfund in den Büchern. Auch eine Woche Australien, Neuseeland und Indonesien war nicht billig: 437.921 Pfund. Sparsam dagegen war der Handelsminister: Bei 22 Auslandsreisen benutzte er nur einmal die Flugbereitschaft, ansonsten nahm er Linienflüge oder den Eurostar. Keine einzige seiner Reisen kostete mehr als 8.900 Pfund. Es geht also auch anders.

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The right to be drunk and disorderly without fear of arrest.

Montag, 24.07.06 18:13 by Oliver M.H. - 2 Kommentare

Nur mal ganz kurz zwischendurch: Cherie Blair, die Ehefrau des Premierministers, erhält heute eine besondere Auszeichnung der City of London, von der ich bis vor wenigen Minuten noch nie etwas gehört hatte: The Freedom of the City of London. BBC online erklärt:

The honour dates from 1237 and bestows such privileges as the right to herd sheep, carry a sword and be drunk and disorderly without fear of arrest.

Toll! Wo kann man sich um solche Privilegien bewerben? Ich wollte schon immer Schafe über die Fleet Street treiben und betrunken mit einem Schwert herumfuchteln, ohne sofort verhaftet zu werden. Was es nicht alles gibt!


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Radiohinweis: Montalk mit Shimon Stein

17:39 by Oliver M.H. - 1 Kommentar

Eins muss man dem WDR lassen: Er gibt sich in der gegenwärtigen Nahostkrise Mühe, nicht (zu) einseitig zu berichten. Nach dem extrem israelkritischen Kommentar von Jürgen Hanefeld, den ich an dieser Stelle kritisiert hatte, ist heute nun Israels Botschafter Shimon Stein zu Gast in der Sendung “Montalk“. Dort wird er von 19 bis 21 Uhr Gelegenheit haben, die israelische Sicht der Dinge zu erklären.

Für alle, die WDR2 nicht empfangen können, gibt es die Sendung auch als Podcast.


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Norman Baker, Privatdetektiv und Verschwörungstheoretiker

11:41 by Oliver M.H. - 10 Kommentare

Dass Norman Baker, der frühere umweltpolitische Sprecher der Liberaldemokraten, sich im Frühjahr aus der ersten Reihe der britischen Politik zurückgezogen hatte, ist den Lesern des A-Teams bekannt. Nun wissen wir aber auch, was Mr Baker in seiner seitdem wiedergewonnenen Freizeit getan hat. Er ist nämlich unter die Privatdetektive gegangen und hat einen alternativen Untersuchungsbericht zu den Umständen des Todes von David Kelly verfasst.

Zur Erinnerung: Der Waffenexperte David Kelly hatte 2003 Selbstmord begangen, nachdem die BBC einen Bericht über das irakische Waffenprogramm gesendet hatte, der sich auf Informationen stützte, die Kelly an einen BBC-Reporter weitergegeben haben soll. Kelly hatte dies stets bestritten. Für einen Mord gab es laut Polizeibericht keine Anhaltspunkte. Auch die Kommission unter Lordrichter Hutton kam zu dem Schluss, dass Kelly Selbstmord beging. Selbst Freunde von David Kelly sind davon überzeugt.

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Göhner hat Vorbildfunktion

09:56 by Oliver Luksic - 4 Kommentare

Der CDU-Abgeordnete Reinhard Göhner will weder auf seinen Posten beim Arbeitgeberverband BDA noch auf sein Mandat verzichten, er sieht sich sogar als Vorbild. Recht hat er!

In den letzten 10 Jahren seiner Doppelfunktion gab es nicht einmal eine Diskussion über mögliche Interessenskonflikte, im Rahmen des Sommerlochs wird diese Debatte nun aber nach dem Fall Röttgen künstlich aufgeblasen. Der Großteil der Bundestagsabgeordneten sind Beamte, dazu gab es immer viele Gewerkschaftsmitglieder und Funktionäre. Ich meine es müsste eher mehr Abgeordnete geben, die neben ihrem Mandat in der Wirtschaft arbeiten. Denn Wirtschaftskompetenz gibt es eher zu wenig als zu viel im Bundestag. Dies ist übrigens auch kein Ausweis von Abhängigkeit gegenüber dem Arbeitgeber in der Wirtschaft, sondern ermöglicht den Abgeordneten mehr Freiheit gegenüber den Fraktionen und Parteien. Hier ist das eigentliche Problem. Wer traut sich denn von Regierungs, Fraktions-oder Parteilinie abzuweichen? Das wäre nämlich meist die sichere Nichtnominierung für die nächste Wahl.

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Niedergang der Schulbildung?

09:07 by Oliver M.H. - 10 Kommentare

Der britische Bildungsminister Alan Johnson wird heute einen Report veröffentlichen, in dem er behauptet, dass die gegenwärtige Inflation guter Noten in britischen Schulen nur damit zu erklären ist, dass Lehrer heute besser lehren und Schüler besser lernen. Hintergrund: In den letzten Jahren sind die Abschlusszeugnisse derart besser geworden, dass sich Arbeitgeber und Universitäten beschweren, man könne die wirklich guten Schüler nicht mehr an ihren Noten erkennen: es hätten einfach zu viele Schüler gute Noten. Einige Universitäten haben daher inzwischen eigene Eingangstests eingeführt, um sich über den tatsächlichen Leistungsstand der Kandidaten zu informieren. Der Vorwurf an die Schulen lautet, dass die Anforderungen an die Schüler systematisch gesenkt wurden, um so einen besseren Erfolg des Bildungssystems vortäuschen zu können.

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Unüberlegt oder verlogen

Sonntag, 23.07.06 22:59 by jo@chim - 7 Kommentare

Der pazifistische Impuls, den der jüngste israelische Abwehrkrieg in Deutschland und Europa mobilisierte, ist unüberlegt oder verlogen, in jedem Fall aber kontraproduktiv, provoziert er doch in seiner Konsequenz lediglich die noch schlimmere Schlacht.
Die Schlussfolgerung aus Hitlers Vernichtungskrieg – “Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!” – wurde einst gezogen, damit ein antisemitischer Krieg nie wieder möglich wird. Was heute davon übrig geblieben ist – “Nie wieder Krieg gegen Faschismus!” – stellt die historische Erfahrung auf den Kopf.

Matthias Küntzel im Spiegel: warum es wohl das Mindeste ist, was erwartet werden darf, dass die westliche Welt diesem Land in seiner Verteidigung gegen den genozidalen Islamismus nicht in dem Rücken fällt.


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Kann denn Fliegen Sünde sein?

16:53 by Oliver M.H. - 5 Kommentare

In der Sunday Times ist heute zu lesen, dass der (anglikanische) Bischof von London, Richard Chartres, die Zehn Gebote um ein paar Umweltvorschriften erweitert hat. Seine Eminenz ließ die Gläubigen wissen, dass es sündhaft sei, zum Klimawandel beizutragen, etwa indem man in den Urlaub fliegt oder zu große Autos fährt. Wörtlich fügte er hinzu:

??Making selfish choices such as flying on holiday or buying a large car are a symptom of sin. Sin is not just a restricted list of moral mistakes. It is living a life turned in on itself where people ignore the consequences of their actions.?

Um diese neue und wenig frohe Botschaft an die Gläubigen zu vermitteln, hat Bischof Chartres ein Handbuch zusammengestellt, das an alle Diözesen geschickt werden soll. Außerdem können anglikanische Pfarrer Anleitungen zum Verfassen grüner Predigten aus dem Internet abrufen.

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EU will Eurovision Song Contest übernehmen

08:56 by Oliver M.H. - 7 Kommentare

Entweder ist das nun wieder eine Meldung aus den unendlichen Tiefen des Sommerlochs oder aber eine neue Form der Realsatire. Nach einem Bericht des Sunday Telegraph plant EU-Kommissarin Margot Wallström, den Eurovision Song Contest (früher auch unter dem Namen Grand Prix d’Eurovision de la Chanson bekannt) vor den Karren der EU zu spannen.

EU Hallelujah?Nächstes Jahr feiert die EU nämlich einen runden Geburtstag: 1957 wurden die Römischen Verträge unterzeichnet. Aus diesem Anlass soll es nun von der EU organisierte Jubelfeiern geben, die den Eurovision Song Contest einschließen sollen. Die EU verspricht sich davon, die Aufmerksamkeit der zig Millionen Fernsehzuschauer der Veranstaltung auf die EU zu lenken – sozusagen von Lordis Monstern auf Barrosos EU-Kommission.

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Blogger wider die Mullahs

Samstag, 22.07.06 23:23 by jo@chim - 3 Kommentare

Hier ein lesenswerter SPON-Beitrag über einen (nein: den) Blogger wider die Mullahs im Iran und seine Anhänger :-) Und dabei trägt er nicht einmal Proud to be Islamophobic Sticker.
Wir haben ihn schon länger, seit seiner Israel-Reise, in der Blogroll.


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Lieber Balou …

12:57 by jo@chim - 6 Kommentare

… Schade eigentlich , dass Sie vorhaben, Ihr Blog zu schliessen. Diese Aussage ohne jeglichen süffisanten Unterton: als Liberaler trete ich für Meinungsfreiheit (wenn auch nicht für die Freiheit, anonym zu beleidigen und zu bedrohen) ein.

Wenn Sie nicht gerade von Ihrer Obsession, diejenigen zu attackieren die Sie als pöhse Neocons verorteten, übermannt wurden, waren viele Ihrer Beiträge durchaus lesenswert, imho. Und sei es nur, um sich über die Positionen des politischen Gegners zu informieren ;-)
ßberdenken Sie Ihre Entscheidung bitte noch einmal. Meine Löschaufforderung bezog sich ausschliesslich auf den kaum verschlüsselten Gewaltaufruf des Herrn Weber und die sonstigen persönlichen Beleidigungen in dem Thread. Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie persönlich ein friedlicher Mensch sind, Balou. Mir ist auch klar, insofern, dass Ihr Wutausbruch mit dem Scheunentor und der Mistgabel die Reaktion auf eine bewusste Provokation meinerseits war, die wiederum … aber lassen wir das.

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Order, order!

09:42 by Oliver M.H. - 4 Kommentare

People should not be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.

So lautete das Motto des Spielfilms “V for Vendetta”, in dem die historischen Ereignisse der Bonfire Night (versuchter Anschlag auf Parlament und König am 5. November 1605, sog. Gunpowder plot) in ein totalitäres England der Zukunft transponiert werden. Der Anführer der Verschwörer des 5. November 1605 war ein gewisser Guy Fawkes.

Wer Guido Fawkes ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber er betreibt unter dem oben genannten Motto ein Blog unter den schönen Adressen http://5thnovember.blogspot.com/ und http://order-order.com.

Guido Fawkes Blog

Das Spannende an diesem Blog ist die Tatsache, dass Guido Fawkes erstaunlich gut über die britische Politik informiert ist – besser als manche Zeitung. Und es macht ihm offenbar Spaß, Politiker vorzuführen und Insider-Stories zu enthüllen. Er hat dafür sogar einen Anrufbeantworter geschaltet, auf dem man anonym seine Informationen hinterlassen kann. Auch eine Fax-Nummer für leaked documents ist eingerichtet.

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Und die “Gewerkschaftslobbyisten?”

Freitag, 21.07.06 20:56 by Oliver Luksic - 9 Kommentare

Man kann nicht 2 Herren gleichzeitig dienen, hauptamtlich bezahlte Lobbyistenvertreter können nicht gleichzeitig Mitglieder des Bundestages sein- aufgrund solcher Kritik wird Nobert Röttgen nicht Hauptgeschäftsführer des BDI werden. Ich meine es wäre Röttgens gutes Recht, sein Mandat zu behalten, solange es ihm der Wähler verliehen hat. Ob dies vereinbar ist mit der Tätigkeit im BDI ist das Problem des Verbandes. Bemerkenswert: die Kritik an der Doppelfunktion kam aus dem BDI, nicht aus der Politik. Die Gewerkschaften hatten übrigens immer schon ihre Kollegen im Bundestag. Ohne daß es in Frage gestellt wurde waren immer führende Gewerkschaftsfunktionäre im deutschen Bundestag, zB. Schösser, Rappe oder Wiesehügel. Auch die Linksfraktion hat heute viele Gewerkschaftssekretäre. Wieso werden Interessenkonflikte bei Gewerkschaftsfunktionären im Bundestag eigentlich nicht diskutiert?


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Eskalation des Hasses

16:35 by jo@chim - 20 Kommentare

Prinzipiell wünsche ich niemanden, dass ihm was zustieße, er wäre allerdings so ein Fall, wo ich sagen würde, dass es mal einen ??Richtigen? getroffen haben könnte, wenn denn mal was passieren sollte.

Daniel Weber zu meiner Person in einem Kommentar im Weblog Gebloggte Welten. Die Drohungen bei Dr. Dean scheinen erst der Anfang gewesen zu sein.
“Balou”, löschen Sie diese und die anderen Drohungen/Beschimpfungen! Unverzüglich!

Update, 17:15: ich sehe gerade, dass “Balou” den kaum verschlüsselten Gewaltaufruf und die anderen beleidigenden Kommentare im oben verlinkten Thread gelöscht hat. Danke.

Update, 17:30 – In Dr. Deans Blog Der Morgen läuft Herr Weber ebenfalls Amok:

Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Wer eine Schlacht anfängt, muss damit rechnen, im Krieg umzukommen.

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Kauf Dir einen Lord

12:57 by Oliver M.H. - 1 Kommentar

Die Regierung von Tony Blair behauptet immer noch, dass sie niemals Mitgliedschaften im House of Lords und sonstige staatliche Ehrungen verkauft hat. Dabei ist diese Praxis seit Jahren ein offenes Geheimnis in Westminster, und auch die Metropolitan Police scheint davon überzeugt zu sein, dass bei der Vergabe von Peerages (Lord-Titeln) nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, wie die Verhaftung von Lord Levy zeigt.

Nun dürfte es schwierig sein, Beweismaterial für den Verkauf der Titel zu erhalten. In der Praxis gab es wohl mündliche oder sogar lediglich implizite Vereinbarungen. Wenn man Grund zu der Annahme hat, dass eine Großspende ins House of Lords führt, dann reicht es im Prinzip aus, großzügig zu spenden und abzuwarten, was passiert. Wie wollte man später nachweisen, dass der Titel tatsächlich verkauft wurde? So dumm, einen formalen Kaufvertrag oder eine schriftliche Vereinbarung als Spur zu hinterlassen, wird niemand sein.

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Toilettenzwang und Nutellasteuer: Das Sommerloch ist da.

09:17 by Oliver M.H. - 5 Kommentare

Da dieses Blog nun glücklicherweise nicht geschlossen wird, mache ich jetzt einfach einmal weiter im Programm.

Es ist immer wieder überraschend, auf welchen Gebieten die Regierung von Tony Blair plötzlich Handlungsbedarf erkennt. Diesmals geht es um die Toiletten in Restaurants und Geschäften. Der Minister für Kommunalverwaltung, Phil Woolas, hat eine neue “Strategie” angekündigt (Strategie ist der New Labour-Speak für Verordnung oder Regulierung), nach der die Inhaber von Restaurants und Geschäften verpflichtet werden, ihre Toiletten für Nicht-Kunden zu öffnen.

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Genug, die Herren Blogmobber.

00:20 by jo@chim - 8 Kommentare
Zuerst: Danke an alle für die Solidarität ! Das macht mir Mut. Danke auch für die Hinweise und Tips hier im Blog und per Mail.
Ob juristische Schritte etwas nutzen, werde ich die nächsten Tage besprechen. Ich glaube eher nicht: die Pöbeleien und Drohungen von “Dr. Dean”, “Balou”, Weber etc. und der von ihnen gehegten Trollherde sind meist so formuliert, dass straf- oder zivilrechtlich wohl ein hohes (Prozess-)Risiko bestehen würde. ßber ein Watchblog, lieber Andreas Ullrich, um die Mobbing-Methoden im Zusammenhang sichtbar zu machen, habe ich mit Bloggerkollegen in letzter Zeit schon nachgedacht – dies würde aber nur genau die Aufmerksamkeit, die sie sich mit ihren Tiraden aus dem Schutz der Anonymität gerade “verdienen” wollen auf die Hassblogger und ihre Kommentatoren lenken. Was tun, also?
Ich werde dieses Weblog nicht schliessen. Das wäre der Sieg der Blogmobber.
Ich will (und ich werde) mich aber auch nicht permanent als “fettes @”, “der dumme Stinkfisch aus Bamberg”, “Rechtsextremist”, “Paranoid”, “armselige Pfeife”, “Kommentarspammer”, “Domainräuber” etc. pp., etc. pp beschimpfen lassen – das sind keine einzelnen Entgleisungen mehr, die in der Hitze einer politischen Auseinandersetzung passieren können. Es hat den Charakter einer Stalking-Kampagne angenommen.
Genug, die Herren Bloggmobber: Ich werde mich schon gleich gar nicht bedrohen und schon dreimal nicht meine Familie hineinziehen lassen.
In zwei Fällen hatten die Pöbeleien in der Vergangenheit ein Ende: Bei “Che 2001″, nachdem ihm klar wurde, dass die Anonymität im Netz nur Schein ist. So wie er inzwischen in seinem Weblog argumentiert, vermute ich auch aus Einsicht. Er beschimpft mich nicht (mehr). Ich respektiere also seinen Wunsch, weiter anonym aufzutreten.
“Nixxon” gelang es leider nur zeitweilig, sich zurückzuhalten – einige Wochen nachdem er sein Hassblog “Ni Dieu – Ni Maitre” (nicht ganz freiwillig) schliessen musste, pöbelt und beleidigt er wieder per Mail über seinen Mail-Account und in diversen Kommentarsektionen der einschlägigen Blogs.
Herr Gleim, hören Sie auf damit!
Herr “Dr.” Dean, Sie fordere ich nochmals höflichst auf, die auf mich bezogenen Beleidigungen und Drohungen in Beiträgen und Kommentaren zu löschen.
Ebenso Sie, Herr Balou.
Auch “Nixxon” war sich allzu sicher, dauerhaft aus dem Hinterhalt seinen Hass ausgiessen zu können, wenn Sie verstehen, was ich meine:
Ich schreibe hier mit gültigem Impressum. Wer diese Tatsache aber für Blogmobbing gegen mich persönlich und meine Familie nutzt, wird über kurz oder lang mit seinem Realnamen öffentlich hierfür einstehen.

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Was tun?

Donnerstag, 20.07.06 18:21 by jo@chim - 17 Kommentare

… der Hassblogger Daniel Weber drohte mir und anderen vor einiger Zeit an, mich in eine Liste aufzunehmen, die er an Islamisten schicken wollte
… “Che 2001″ amüsierte sich zusammen mit “gibsmir” bei Don Alphonso darüber, dass man dem “Bamberger Reiter” eine Eisenstange in den Arsch stecken könnte (er hat sich entschuldigt, nachdem ich drohte, seinen Realnamen zu veröffentlichen)
… “Balou” spricht davon, mich mit der Mistgabel an die Wand zu nageln
… um hier nur die heftigsten Drohungen und Beschimpfungen, öffentlich und anonym per Mail zu nennen
… what next?

Das hier

Liebe Leser und Leserinnen von Antibuerokratieteam,
“Monika” ist meine Frau (ich habe sie noch nie im Blog erwähnt).
Das ist eine neue Qualität.

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In the name of the father?

09:27 by Oliver M.H. - 16 Kommentare

GPA AnzeigeDie durch die Mohammed-Karikaturen ausgelösten Proteste sind noch in unguter Erinnerung. Eine der Zeichnungen bildete den Propheten quasi als Selbstmordattentäter ab, was die Gefühle einiger Muslime verletzte.

Heute können wir beobachten, wie so eine Gefühlsverletzung bei Christen abläuft. Die Gay Police Association (GPA) schaltete eine Anzeige, in der eine Bibel neben einer Blutlache unter der ßberschrift “in the name of the father” gezeigt wird. Hintergrund ist der Anstieg der religiös (=christlich?) motivierten Angriffe auf Homosexuelle.

Im Grunde ist dies exakt dieselbe Anschuldigung, die sich auch in den Mohammed-Karikaturen implizit findet: Dass nämlich die Religion zu Gewaltakten führt bzw. missbraucht wird.

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“Wer redet, der schie?t nicht.”

Mittwoch, 19.07.06 21:03 by Oliver Luksic - 2 Kommentare

“Wer redet, schießt nicht.” Der saarländische FDP-Bundestagsabgeordnete Karl Addicks meint, die aktuellen Probleme im Nahen Osten wären einfach durch Gespräche mit der Hamas zu lösen. Nach dem Treffen mit dem Minister der Hamas-Regierung Atef Adwan will der saarländische Bundestagsabgeordnete Karl Addicks nun mit der Hamas verhandeln, die weder dem Terror, noch dem Ziel der Vernichtung Israels abschwören will- tolle Verhandlungsgrundlage. Wieso fordert Addicks nicht Druck auf die Hamas und die Hisbollah auch über den Iran und Syrien auszuüben? Die Raketenarsenale der Hisbollah werden durch Gespräche mit der Hamas sicher nicht verkleinert. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Aussage “Wäre das Gespräch früher gesucht worden, wäre es nicht so weit gekommen.” Die Angriffe auf Israel mit Gesprächsverweigerung zu erklären und damit auch zu rechtfertigen ist schon ein Hammer. Bedingungslose Gespräche wären ein Erfolg für Hisbollah und Hamas und in den Augen der Islamisten eher ein Belohnung für die Angriffe auf Israel.


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The Neighborhood Bully – Bob Dylan zu Israel

17:12 by jo@chim - 1 Kommentar

Well, the neighborhood bully, he’s just one man,
His enemies say he’s on their land.
They got him outnumbered about a million to one,
He got no place to escape to, no place to run.
He’s the neighborhood bully.

The neighborhood bully just lives to survive,
He’s criticized and condemned for being alive.
He’s not supposed to fight back, he’s supposed to have thick skin,
He’s supposed to lay down and die when his door is kicked in.
He’s the neighborhood bully.

The neighborhood bully been driven out of every land,
He’s wandered the earth an exiled man.
Seen his family scattered, his people hounded and torn,
He’s always on trial for just being born.
He’s the neighborhood bully.

Well, he knocked out a lynch mob, he was criticized,
Old women condemned him, said he should apologize.
Then he destroyed a bomb factory, nobody was glad.
The bombs were meant for him.
He was supposed to feel bad.
He’s the neighborhood bully.

Well, the chances are against it and the odds are slim
That he’ll live by the rules that the world makes for him,
‘Cause there’s a noose at his neck and a gun at his back
And a license to kill him is given out to every maniac.
He’s the neighborhood bully.

He got no allies to really speak of.
What he gets he must pay for, he don’t get it out of love.
He buys obsolete weapons and he won’t be denied
But no one sends flesh and blood to fight by his side.
He’s the neighborhood bully.

Well, he’s surrounded by pacifists who all want peace,
They pray for it nightly that the bloodshed must cease.
Now, they wouldn’t hurt a fly.
To hurt one they would weep.
They lay and they wait for this bully to fall asleep.
He’s the neighborhood bully.

Every empire that’s enslaved him is gone,
Egypt and Rome, even the great Babylon.
He’s made a garden of paradise in the desert sand,
In bed with nobody, under no one’s command.
He’s the neighborhood bully.

Now his holiest books have been trampled upon,
No contract he signed was worth what it was written on.
He took the crumbs of the world and he turned it into wealth,
Took sickness and disease and he turned it into health.
He’s the neighborhood bully.

What’s anybody indebted to him for?
Nothin’, they say.
He just likes to cause war.
Pride and prejudice and superstition indeed,
They wait for this bully like a dog waits to feed.
He’s the neighborhood bully.

What has he done to wear so many scars?
Does he change the course of rivers?
Does he pollute the moon and stars?
Neighborhood bully, standing on the hill,
Running out the clock, time standing still,
Neighborhood bully.

Den Song Neighborhood Bully schrieb Bob Dylan 1983 während des letzten Libanon-Krieges … er passt auch zum erneuten Konflikt zwischen Israel auf der einen Seite und Hamas, Hizbollah, Syrien und Iran auf der anderen Seite.
Via David Frum’s Diary. Danke an TPR für den Hinweis!


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Dispensationslehre vs. Pensions Act

16:23 by Oliver M.H. - 1 Kommentar

Meine erste unmittelbare Erfahrung mit der britischen Politik habe ich im House of Lords gemacht, als ich dort vor zwei Jahren als Assistent eines Lords an einem Gesetz zur Neuregelung der privaten Altersversorgung (Pensions Act 2004) mitarbeiten durfte. Eine der strittigsten Fragen, um die es damals ging, betraf eine von der Regierung beabsichtigte Regel, nach der Rentner mit Anteilen an einem Pensionsfond verpflichtet werden, sich diese im Alter von 75 Jahren auszahlen zu lassen, um davon anderswo eine Rente zu erwerben. Das klingt kompliziert und ist es wohl auch. (Ich bitte inständig, dass mich keiner der Kommentatoren fragt, ob ich diese Regelung in ihren Einzelheiten und mit all ihren steuerlichen Implikationen erklären könnte.)

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We are all Germans now.

11:30 by Oliver M.H. - Kommentieren

Kurzes Update zu meinem Beitrag über die angelsächsische Apartheid. Den Kommentar in der heutigen Times hatte ich dabei glatt übersehen, aber er trifft es eigentlich ganz gut:

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Angelsächsische Apartheid

09:27 by Oliver M.H. - 11 Kommentare

Einer der großen Erfolge der Fußball-Weltmeisterschaft bestand sicherlich darin, dass die Briten ein paar ihrer Vorurteile über die Deutschen korrigieren mussten. Auf der Insel nahm man erstaunt zur Kenntnis, dass Deutschland a) kein Polizeistaat ist, b) fröhlich feiern kann und c) sogar attraktiveren Fußball spielt als Beckham, Rooney & Co. Die Begeisterung über das “neue Deutschland” (das eigentlich so neu gar nicht ist – es kam bloß bisher weder in britischen Geschichtsbüchern noch im Fernsehen vor) ging sogar so weit, dass mir meine Kollegen vor Spielen der deutschen Mannschaft allen Ernstes und ohne jede Spur von Ironie Glück wünschten.

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London ganz mediterran

Dienstag, 18.07.06 22:02 by Oliver M.H. - Kommentieren

Da habe ich doch heute in meinem Essay in der Welt behauptet, das Londoner Wetter sei zwar nicht unbedingt mediterran, aber doch nur sehr selten neblig. Letzters würde ich auch nach wie vor unterschreiben. Die Bemerkung über das “nicht-mediterrane Wetter” muss ich allerdings angesichts der derzeitigen Hitzwelle relativieren: 33 Grad warm war es heute in London – und damit wärmer als in Rom und Lissabon, wie SPIEGEL online berichtet.

Es sind Tage wie dieser, an denen man sich fragt, was Transport for London eigentlich mit den 85,30 Pfund anstellt, die ich jeden Monat für mein Ticket für die inneren beiden Zonen bezahlen muss. Wetterfest ist die Londoner U-Bahn jedenfalls nicht. Vor zwei Monaten, das Quecksilber erreichte bescheidene 26 Grad, musste die tube bereits auf einigen Teilstücken langsam fahren: die Schienen hatten sich ob der “Hitze” verformt.

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Increased ocurence off disapointing speling

18:09 by Oliver M.H. - 5 Kommentare

In einer Schule im Westlondoner Stadtteil Harrow sind Nachhilfestunden eingeführt worden – und zwar speziell für Schüler, die mit der englischen Grammatik und Rechtschreibung Probleme haben. Das ist an und für sich zu begrüßen. Was jedoch nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass viele der so geförderten Schüler bereits ihre Englisch ??GCSEs?? (General Certificate of Secondary Education) mit der Note ??A?? (vergleichbar dem deutschen ??sehr gut??) bestanden hatten. Der Guardian zitiert einen Englischlehrer der Schule:

“In the last two years, over 60% of those whose English has worried us have already passed English language GCSE and been awarded at least an A grade.”

Sind also gute Englischnoten heute einfacher zu bekommen, wenn man sich nicht mehr mit solchen Trivialitäten wie Satzbau, Zeichensetzung und Grammatik quälen muss?

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Wieder online

17:24 by jo@chim - Kommentieren

Wieder online A’team! Provider, gesperrt hat er ohne Vorankündigung wegen hoher Datenbanklast. Dunkle Seite der Marktmacht kennen lernen wird er!


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Neoliberaler Mythos

Montag, 17.07.06 22:46 by Oliver M.H. - 7 Kommentare

Den Lesern dieses Blogs wird nicht entgangen sein, dass ich in Großbritannien keineswegs das (neo-)liberale Musterland sehe, das vielen Liberalen auf dem Kontinent als Vorbild gilt und den Linken als Schreckgespenst dient.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Die Welt einen Essay von mir zu diesem Thema angenommen hat. Er findet sich im Forums-Teil der morgigen Ausgabe und kann bereits heute Abend im Internet-Angebot der Zeitung gelesen werden.


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Vielleicht?

21:05 by jo@chim - 2 Kommentare

In der linksextremen Blog-Peripherie freut sich ein mistgabelbewehrter Cowboy über steigende Leserzahlen. Hätte ich ihn vielleicht doch nicht verlinken sollen? Aber nein, ich gönn’s ihm ja: vielleicht hilft ihm steigendes Selbstwertgefühl sogar irgendwann einmal, seinen Drang zur Beleidigung und Gewaltandrohung in Zaum zu halten :P


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Mut zur politischen Revolution

20:38 by jo@chim - 1 Kommentar

Armutsbekämpfung in der Dritten Welt bedeutet die Schaffung neuer Eigentumsverhältnisse – allerdings nicht zu Gunsten nationalistischer oder sozialistischer Führungscliquen, sondern der Armen selbst, für die Eigentumsrechte verbürgt werden müssen, um eine Entwicklungsdynamik hin zu wirtschaftlichem Erfolg in Gang zu setzen.
So der peruanische Wirtschaftswissenschaftler Hernando De Soto im Welt-Interview: Neben einer Liberalisierung des Welthandels fordert er Mut zur politischen Revolution. Lesenswert! (Via LibLog)


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Für eine Hisbollah-freie Zone im Südlibanon

20:08 by jo@chim - 3 Kommentare

Immer wieder wird in den Medien kolportiert, die Aktionen der IDF gegen Ziele auch im Einflussbereich der libanesischen Regierung seien unverhältnismässig und ungerechtfertigt, weil diese gar keine Einwirkungsmöglichkeiten auf die Hisbollah habe.
Diese Sichtweise führt insofern in die Irre, als die Hisbollah, ähnlich der Hamas in den Palästinensergebieten, nicht nur als Terrororganisation, sondern auch als politische Partei agiert. Als bestimmender Machtfaktor ist sie im ganzen Land aktiv und mit zwei Ministern in der Regierung des Libanon vertreten.
Nicht zuletzt deshalb – weil von dieser Regierung keine Entwaffnung der Milizen zu erwarten war – ist die Reaktion der Israelis auf die Entführung zweier ihrer Soldaten, die wohl den Beginn eines 2-Fronten-Terrorkrieges zur Unterstützung der Hamas markieren sollte, leicht nachzuvollziehen: es geht um die Zerstörung der terroristischen Infrastrukturen nicht nur im Süden des Landes, sondern im gesamten Libanon.
Wer jetzt Schuldzuweisungen an Israel vergibt, muss zwar nicht unbedingt Antisemit sein, ist aber definitiv schlecht informiert oder verfolgt politische Ziele, die nichts mit dem Wunsch nach einem Ende der Gewalt zu tun haben.
Allein die Entsendung einer multilateralen Truppe , wie sie der UN-Sicherheitsrat erwägt, und die Schaffung einer Hisbollah-freien Zone im Südlibanon (das heisst Entwaffnung der Terroristen und Abbau der ca. 11.000 gegen Israel gerichteten Raketen) mittels eines robusten Mandates könnte helfen, das Blutvergiessen in der Region zügig zu beenden.
Dies wäre nicht nur im Interesse der Bürger Israels, sondern auch im Interesse der Libanesen, die dadurch wirkliche Souveränität gegenüber den Kriegsherren im Hintergrund, Syrien und Iran, erreichen könnten.


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Liberté – d’abord.

00:01 by jo@chim - 4 Kommentare

Liberté – d’abord. Notes francophones d’un Sarrois – ab sofort wird Oliver Luksic zum Antibuerokratieteam stossen und unter dieser neuen Kategorie Informationen und Polemiken (nicht nur) zur Politique Française publizieren. Hier einige persönliche Informationen. Herzlich willkommen Oliver!


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Reason in Amsterdam, 2006

Sonntag, 16.07.06 15:00 by jo@chim - Kommentieren

Leider werde ich selbst keine Zeit haben, vom 23. – 26.08.06 an der Konferenz Reason in Amsterdam, 2006 teilzunehmen, da ich mich zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich zum Radeln in Wales befinden werde. Allen die noch nichts weiter geplant haben möchte ich aber die drei Tage im August als Terminempfehlung nahelegen: Auf der Veranstaltung der amerikanischen undogmatisch-libertären Zeitschrift Reason Magazine werden unter anderem Trey Parker und Matt Stone (die Macher der Serie South Park), der Globalisierungskritiker-Kritiker Johan Norberg, Tom G. Palmer vom Cato Institute und viele andere referieren. Angekündigt sind z.B. Themen wie “The Free Market Movement in Europe”, “Freedom & Jihad – How Radical Islam is Destroying the West from Within” oder “Saying Yes: In Defense of Drug Use” – das komplette Programm finden Sie hier. Konferenzsprache ist Englisch, Teilnahmegebühr 425 USD ( ca. 350 EUR).


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Homöopathie auf Krankenschein

Samstag, 15.07.06 10:14 by Oliver M.H. - 4 Kommentare

In der Times finden wir heute einen hervorragenden Kommentar zur Finanzierung der Homöopathie durch den britischen Nationalen Gesundheitsdienst (NHS), die dort sogar zur angeblichen Malariaprävention eingesetzt wird. Zitat:

There will always be charlatans who exploit ignorance and superstition. The Government need not outlaw them. Human folly should be permitted when it is only the fools themselves who suffer from it. But where folly is likely to harm others, higher intellectual standards should be required. This principle explains why we cheerfully tolerate voodoo as a religion but frown upon voodoo economics and absolutely ban voodoo engineering.

Yet, no matter how much private nonsense should be tolerated, state-sponsored nonsense is never acceptable. For the State??s actions always involve compulsion, if not in what we receive, at least in what we pay for. And no one should be compelled to pay for nonsense. Taxing us to fund homoeopathy is outrageous. It is no better than forcing us to pay for a space programme based on Aristotelian physics or a meteorological service based on numerology.

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Schurkenstaat Israel: Es fehlen die Begriffe.

Freitag, 14.07.06 19:02 by Oliver M.H. - 8 Kommentare

Es fehlen die Begriffe, meint der Kommentator im “WDR2-Klartext”, Jürgen Hanefeld. Und mir fehlen angesichts seines Kommentars die Worte. Zitat:

Israelische Militäroffensive: Sündenbock Libanon

Uns fehlen die Worte. Oder besser: die Begriffe fehlen! Ist das nun eine Geiselbefreiung? ein Racheakt? Ist es bereits Krieg? Nichts von alledem. Es ist ein ßberfall. Auf einen souveränen und friedfertigen Staat.

Egal, welche innenpolitischen Motive Premierminister Olmert und seine Falken dazu bewogen haben, sich wie “Schurken” zu verhalten – aber sie tun es. …

Die Frage ist: Wer bringt Herrn Olmert zur Vernunft, bevor der ßberfall in einen Krieg mündet, der nicht nur den Nahen Osten erschüttern, sondern die Welt erneut spalten kann. Ein westlicher Diplomat bemerkte neulich, Israel glaube immer noch, Anspruch auf die Sympathien des kleinen David mit der Steinschleuder zu haben. Und merke nicht, dass es längst als aggressiver Goliath wahrgenommen wird. Wer sagt es Herrn Olmert?

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Geh mir aus der Sonne, Nervensäge

16:40 by jo@chim - 6 Kommentare

P.S. Achim Hecht vom “libertär-neokonservativen Kampfbund der hündischen Bush-Bejubler” ist in wirtschaftspolitischer Hinsicht eine armselige Pfeiffe (leider zutreffender Insiderhinweis)

So einer aus der Alphonard-Truppe, der unter dem Pseudonym Dr. Dean anonym (bzw. scheinbar anonym – remember Nixxer ;)) einen leicht hysterischen Feldzug gegen alles, was er unter “neoliberal” oder “rechtsliberal” subsummiert, führt.
Gerne auch mal wie oben mit persönlichen Beleidigungen gegenüber mir oder anderen Liberalen. Seiner Meinung nach ist das dann Links”liberalismus”.
Nun ja, geschenkt, im Netz treibt sich allerlei schräges Volk mit wirren Vorstellungen herum. Ich setze mich gerne mit linksliberalen Positionen auseinander. Aber nicht mit Etikettenschwindlern.
Zur persönlichen Ebene: Beruhig dich Junge. Setz dich in dein Gummiboot und kuriere die Krampfadern aus, nimm vor allen die Psychopillen, die dir dein Arzt verordnet hat (aber nicht zuviele!). Und: Geh mir aus der Sonne, Nervensäge.

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Entwicklungshilfe: Nichts gelernt?

11:44 by Oliver M.H. - Kommentieren

Es ist eigentlich ein Skandal, was die ??Unabhängige Evaluationsgruppe?? (IEG), ein internes Kontrollgremium für Projekte der Weltbank, in einer Studie ermittelt hat. Die IEG hatte 700 Entwicklungsprojekte seit 1990 untersucht, mit denen Kindern in den armen und ärmsten Ländern der Welt eine schulische Grundausbildung vermittelt werden sollte. Allein die britische Regierung stellt für solche Projekte in den nächsten zehn Jahren über 15 Milliarden Pfund an Entwicklungshilfe zur Verfügung. Doch die IEG fand heraus, dass ein großer Teil der so eingesetzten Gelder wirkungslos verpufft. Zwar werde durch die Projekte erreicht, dass mehr Kinder zur Schule gehen. Gleichzeitig werde jedoch oft vernachlässigt, den Kindern tatsächlich grundlegende Fähigkeiten (Rechnen, Lesen, Schreiben) zu vermitteln. Gerade einmal 20 Prozent der Projekte geben als Ziel an, die Lernergebnisse der Kinder zu verbessern. In der Zusammenfassung des Berichts führt die IEG dazu aus:

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Warum Prostituierte werben dürfen

Donnerstag, 13.07.06 19:19 by Oliver M.H. - 6 Kommentare

Wettbewerb, Werbung und RechtIn grauer Vorzeit – also bis vor etwa drei Jahren, um genau zu sein ?? habe ich einmal eine juristische Doktorarbeit im Wettbewerbsrecht geschrieben. Obwohl es ein spannendes Thema war, habe ich es in letzter Zeit ein wenig aus den Augen verloren. Aber immer noch bekomme ich über einen Internet-Newsdienst besonders interessante Entscheidungen per Email zugestellt.

Heute war es wieder einmal soweit. Es geht um einen Fall, der mir irgendwie typisch für die Art von Sachverhalten vorkommt, mit denen ich mich jahrelang zu beschäftigen hatte. Und er zeigt auch sehr schön, was meiner Meinung nach grundsätzlich im Wettbewerbsrecht verkehrt läuft.

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Der Staat darf diskriminieren, die Kirche nicht

17:10 by Oliver M.H. - 3 Kommentare

Zu welchen abstrusen Folgen Antidiskriminierungsregelungen führen können, lässt sich gerade in Großbritannien beobachten. In der heutigen Ausgabe des Daily Telegraph finden wir gleich zwei Artikel, die das Problem verdeutlichen.

In der ersten Story geht es um die katholischen Adoptionsvermittlungsagenturen. Ihnen droht die Schließung. Der Grund: Die katholische Kirche weigert sich, Kinder auch zur Adoption an homosexuelle Paare zu vermitteln. Diese Praxis verstößt jedoch gegen das hiesige Antidiskriminierungsgesetz.

Der zweite Artikel berichtet vom Fall eines 23-jährigen, der sich nach abgeschlossenem Studium der Geschichte auf eine Halbtagsstelle in einem Museum bewerben wollte. Ihm wurde jedoch von der (städtischen) Museumsverwaltung mitgeteilt, die Mühe der Bewerbung könne er sich sparen. Der potentielle Bewerber war nämlich weiß, die Stelle konnte aber aufgrund positiver Diskriminierung seitens der Stadt nur mit Nicht-Weißen besetzt werden.

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Bye bye, CDU & Co. ?? Die Tories verlassen die EVP.

15:59 by Oliver M.H. - Kommentieren

Conservative PartyDavid Cameron, der Parteichef der britischen Konservativen, macht Ernst mit einem seiner zentralen Wahlversprechen: Seine Partei verlässt die Europäische Volkspartei (EVP) im Europaparlament und gründet gemeinsam mit anderen EU-skeptischen Parteien eine neue Gruppierung. Zwar wird sich der Prozess der Loslösung und Neugründung noch über einige Zeit strecken, aber spätestens nach der Europawahl im Jahr 2009 werden die Tories nicht mehr mit den Abgeordneten der deutschen CDU/CSU, der französischen UMP oder der österreichischen ßVP in einer Fraktion vereint sein.

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Auf nach Vanuatu!?

09:33 by Oliver M.H. - 9 Kommentare

Unsere Think Tank-Kollegen von der Non-Economics Foundation, sorry, New Economics Foundation (NEF) haben sich mit den Friends of the Earth zusammengetan, einiges an statistischem Material verarbeitet, um danach zu dem Schluss zu kommen, dass man nirgends glücklicher ist als auf Vanuatu. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Kolumbien und Costa Rica. Und während man in der Südsee bei einem Pro-Kopf-Einkommen von 1.180 US$ glücklich ist, Kolumbien sich über einen Rückgang der exzessiven (Drogen-)Kriminalität freut und Costa Rica noch das Ausscheiden in der WM-Vorrunde feiert, herrscht in den Industriestaaten kollektive Glücksverweigerung. Italien auf Rang 66, Deutschland auf Platz 81, Großbritannien gar nur auf 108 – ganz abgeschlagen natürlich die Amerikaner, die anscheinend eine Nation von spaßbremsenden Trauerklößen sind: Platz 150, knapp vor Simbabwe (Platz 178). Dabei hat das Streben nach Glück bei den Amerikanern doch quasi Verfassungsrang.

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Es wird eng fuer Tony Blair

Mittwoch, 12.07.06 18:24 by Oliver M.H. - Kommentieren

Nur eine kurze Information zwischendurch: Lord Levy, ein enger Vertrauter Tony Blairs, ist heute verhaftet worden, wie verschiedene britische Medien uebereinstimmend berichten (so z. B. der Telegraph online). Levy ist eine der Schluesselfiguren in der “Cash-for-Peerages”-Affaere. Darin geht es um die Vergabe von Mitgliedschaften im House of Lords gegen Spenden an Blairs Labour Party.

Sollte die Metropolitan Police Levy tatsaechlich wegen Verstoessen gegen diverse Parteiengesetze verhaftet haben, dann wird es nun sehr, sehr eng fuer Blair. Man darf auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.


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Neue Schubladenbeschriftungen

00:00 by jo@chim - 35 Kommentare

Der ßbersichtlichkeit halber habe ich die Links auf verschiedene Weblogs in unserer Sidebar kategorisiert und einige Blogs, die offensichtlich nicht mehr gepflegt werden, entfernt. Wer sich in seiner jeweiligen Schublade unwohl fühlt oder von mir übersehen wurde, soll nicht beleidigt sein, sondern eine Mail an mich senden. Ich werde das dann gelegentlich ändern, wenn mir danach ist.


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Kämpft für das Leben – Stoppt die ?kohysteriker!

Dienstag, 11.07.06 15:18 by jo@chim - 5 Kommentare

Die Emissionen steigen ungebremst – und mit ihnen die Temperatur – so das Credo der ßkoshysteriker, die in Reaktion auf klimatische Veränderungen (die keineswegs ursächlich auf den CO2-Ausstoss zurückgeführt werden können, wie suggeriert wird) einen zig-Milliarden teuren und völlig nutzlosen bürokratischen Apparat mit dem Namen Kyoto-Protokoll generiert haben.
Und, als wenn dem nicht genug wäre, beginnen jetzt einzelne offensichtlich völlig auszuticken: wie SPON berichtet, schlägt ein Professor Paul Crutzen, 72, vor, künftig eine Million Tonnen Schwefel pro Jahr in die Stratosphäre zu verbringen; das hässliche Experiment könne die Erderwärmung stoppen.
Die sozialistischen Planer haben im letzten Jahrhundert Millionen Tote mit ihren Gesellschaftsexperimenten am lebenden Objekt verursacht.
Wieviele Milliarden Menschenleben wird die Hybris der ökohysterischen Klima-Planer kosten, wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt werden?


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Sunday, Bloody Sunday

Sonntag, 09.07.06 01:02 by jo@chim - 1 Kommentar

George Walker Bush feat. U2 … der Megaknaller:


(Flash-Player erforderlich)


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Zornig? Peinlich!

Samstag, 08.07.06 15:06 by jo@chim - 16 Kommentare

Als zorniger Zwischenruf will Spiegel Online das absurde Pamphlet der Markt ist Gott geworden eines Alois Weber verkaufen, der für das Münchner Kulturblättchen Gazette schreibt. Kostprobe:

Der ökonomische Heide kann nur noch in der selbstgeschaffenen autarken Subsistenzwirtschaft leben, will er sich treu bleiben und den Gott des Marktes verleugnen. Andernfalls bleibt er ein peinlicher Rufer in der Wüste, bestenfalls geduldet und milde belächelt.

Welch ein gequirlter Schwachsinn. Und peinlich, ja, in der Tat.
Zur Erholung hier ein Link auf die Bernstein Declaration, die Robert Grözinger dankenswerterweise ins Deutsche übersetzt hat.


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London, 7. Juli 2005

Freitag, 07.07.06 12:43 by Oliver M.H. - Kommentieren

Ein Jahr sind die Bombenanschläge in der Londoner U-Bahn nun her, bei denen 52 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden. Ich will nicht sagen, dass es mir wie gestern vorkommt. Dafür ist im vergangenen Jahr zu viel passiert. Aber ich kann mich noch sehr gut an diesen Tag und die folgenden Wochen erinnern.

Es war eigentlich ein ganz normaler Donnerstagmorgen. Das Wetter wirkte freundlich (was sich später als trügerisch herausstellte), und BBC Breakfast berichtete vom beginnenden G8-Gipfel im schottischen Gleneagles. Für gewöhnlich verließ ich das Haus gegen kurz vor neun, um mit der U-Bahn von meiner Haltestelle Ravenscourt Park im Londoner Westen zu meinem Arbeitsplatz in der Stadtmitte, schräg gegenüber von Westminster Abbey, zu fahren. Doch nicht an diesem Tag. Ich hatte nämlich um 10.15 Uhr ein Meeting im Londoner Nordwesten, weit weg vom Stadtzentrum. Wenn ich um 9.30 Uhr an Ravenscourt Park sei, so rechnete ich mir aus, würde das locker reichen.

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Lenin und der Kassenarzt

Donnerstag, 06.07.06 22:11 by jo@chim - 2 Kommentare

Was unser Gesundheitssystem mit Lenins Kriegskommunismus gemeinsam hat, warum es im Grunde verfassungswidrig ist und weshalb allein die unbeirrte Privatisierung ein Ausweg aus der Misere wäre – dazu in der aktuellen eigentümlich frei Nr. 64 ein lesenswerter Text für den Hausgebrauch von Carlos A. Gebauer:
Lenin und der Kassenarzt ( PDF-Datei, 540kb).


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Fritzchen, Pinten-Henry, Lale und Gisi

13:31 by jo@chim - 4 Kommentare

Boche hat gestern im B.L.O.G. über das freche Fritzchen und dessen niedrige Zeitpräferenz geschrieben. Ich wollte mich vor Ort bei Fritzchen selbst informieren, traf aber nur seinen – auch unter dem Spitznamen Pinten-Henry einschlägig bekannten – Kumpel Franz auf dem Abenteuerspielplatz Ecke Kanzleramt an. Als ich den nach Fritzchen fragte, brach es aus dem sichtlich genervten Franzi hervor:

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Erbschaftssteuer, Arbeitsplätze und Staatswirtschaft

Mittwoch, 05.07.06 18:15 by Sascha Tamm - 1 Kommentar

Die Erbschaftssteuer wird von vielen – auch mit sonst mehr oder weniger freiheitlichen Positionen – als ??weniger schlimme?? Steuer angesehen. Schließlich wird hier ein Einkommen besteuert, das nicht selbst erarbeitet wurde. Dieses Argument ist ziemlich schwach, soll aber hier nicht angegriffen werden.

Jetzt versucht sich die große Koalition an einer Reform der Erbschaftssteuer, die vor allem mittelständische Unternehmen entlasten soll. Das Projekt stammt übrigens im Kern von der Bayerischen Staatsregierung.

Die Reduzierung der Erbschaftssteuer soll an die Erhaltung von Arbeitsplätzen gebunden werden. Noch werden verschiedene Modelle diskutiert, wie das geschehen soll. Am wahrscheinlichsten scheint zu sein, dass über 10 Jahre jedes Jahr 10 Prozent der Erbschaftsteuer erlassen werden, wenn das Unternehmen fortgeführt und alle Arbeitsplätze erhalten werden. Bei Arbeitsplatzabbau sinkt der erlassene Anteil proportional.

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Happy Birthday, America!

Dienstag, 04.07.06 15:46 by jo@chim - 9 Kommentare


Wie immer treffend haben die Karikaturisten von Cox & Forkum ihre Glückwünsche zum 230. Jahrestag der Declaration of Independence visualisiert.
Die Gründerväter wären allerdings wohl nicht nur über die steigende Staatsquote in den USA bestürzt (die mit 34% aber immerhin noch weit unter jenen 47,5% liegt, die hierzulande von der Bürokratie umverteilt werden), sondern auch über die grassierende Verlagerung von Kompetenzen zur Zentralregierung, sowie zunehmende ßberwachung und Einschränkung von Freiheitsrechten im Rahmen des War on Terrorism.


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Ethnologische Feldstudien

Samstag, 01.07.06 10:25 by jo@chim - Kommentieren

Mir mangelt es zwar eigentlich ebenso am Deutschtum wie dem Kollegen Ingo Way, auf Intervention von Frau und Tochter, die sich irgendwo angesteckt haben, musste ich aber gestern abend ethnologische Feldstudien im fränkischen Dschungel betreiben.
Besonders gefallen hat mir ein Eingeborener in der Tracht eines gegnerischen Stammes (Slime) der das Totem der Deutschtüme schwenkte: als ich ihn darauf ansprach und nachfragte, ob das nicht die mit Deutschland muss … gewesen seien, erblasste er kurz, entspannte sich allerdings, nachdem er meinen amüsierten Gesichtsausdruck bemerkte.
Umso engagierter beteiligte er sich anschliessend am Schlachtgeheule.


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Der Unterschied zwischen Hamas und Hamas

09:50 by jo@chim - 3 Kommentare

Nach wie vor wird in westlichen Medien verbreitet, die palästinensische Hamas sei zu einer impliziten Anerkennung Israels bereit. Dass dies nicht mehr als frommer Wunsch ist, stellt freundlicherweise Hamas-Vizechef Mussa Mohammed Abu Marsuk im SPON-Interview aus dem syrischen Exil klar:

SPIEGEL ONLINE: Und wird nach Ansicht der Hamas daneben auch ein israelischer Staat existieren können?
Abu Marsuk: Die Hamas hat immer ganz klar gesagt: Wir werden die Besatzung niemals irgendwo hinnehmen, weil sie nicht rechtmäßig, nicht richtig und nicht gerecht ist.

Mit “Besatzung” meint die Hamas selbstredend nicht nur Westbank und Gaza-Streifen, sondern auch das komplette Staatsgebiet Israels.
Zur Entführung des des zwanzigjährigen Soldaten Gilad Schalit befragt, erklärt der Terrorpate dann noch den Unterschied zwischen Hamas und Hamas:

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