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?ber Kommunikationsformen

Mittwoch, 19.04.06 13:11 by jo@chim - 5 Kommentare

Mir geht grade durch den Kopf, ob man den Angriff auf den Deutsch-Afrikaner in Potsdam evtl. auch als Kommunikationsform verstehen könnte?!
Das ist insoweit relevant (m.E.), weil es zum Dogma der deutschen Politik gehört, weder mit Rassisten und Nazis, noch mit Politikern zu sprechen, die mit Rassisten und Nazis gesprochen haben (und zwar: nie wieder!).
Geht man mit diesem Gedanken weit (zu weit), könnte man derartige Angriffe teils auch als eine Form der Erzwingung von Kommunikation werten…
Ich halte es für tatsächlich schuftig, mit dem grundsätzlich nicht zu sprechen, und sogar diejenigen mit Schweigen zu bestrafen, die es dennoch tun. Es ändert zwar nichts daran, dass ich Rassisten und Nazis für
a) ziemlich bekloppt und
b) für weit überwiegend einen niederträchtigen Verbrecherverein (ergo bekämpfenswert)
halte, aber es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, mit welcher albtraumsicheren Unbeirrtheit beide Konfliktparteien immer wieder neu in die Sackgasse steuern.
Eine Tragikomödie der deutschen Geschichte.

Nein, ich habe mich nicht an meinem Osterlamm mit einer schnell wirkenden Form von Scrapie infiziert: der Text ist (bis auf die ßnderung des Bezugs auf die hiesige Spielart des Faschismus) nicht von mir, sondern ein Zitat aus einem Kommentar des sich als “linksliberal” gerierenden Bloggers “Dr. Dean” … der sich eins ums andere Mal doch nur als banaler Biedermann entlarvt, dem es kaum gelingt, seine Freude über die Brandstifter zu verbergen.

Via Statler & Waldorf – Danke auch für die Idee, auf die IP-sammelnden Blogs aus Meyers Prinzengarde gleich direkt per Anonymouse-Link zu verweisen :)


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

5 Kommentare »

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  1. Großartig,

    hier zeigt sich wie demaskierend Satire sein kann.

    Kommentar von Schmock — 19.04.06 13:42 #

  2. Na ja, das war wirklich ein ganz tiefer Griff ins Klo – den ich “Dr. Dean” durchaus nicht zugetraut hätte. (Vielleicht, weil ich mich selbst auch als “linskliberal” sehe? Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass er darunter etwas anderes versteht, als ich.)

    Kommentar von MartinM — 20.04.06 07:01 #

  3. @joachim

    Großartig. Einfach nur: Großartig.

    Gruß

    Ralph

    Kommentar von ralph — 20.04.06 15:41 #

  4. Kaum zu glauben! Bis heute wusste ich nicht, wie sich linksliberal genau definiert. Jetzt weiß ich wenigstens, wie das Gegenteil in Erscheinung tritt.

    Kommentar von Paul — 21.04.06 10:56 #

  5. @MartinM: in seinem weiteren Kommentar versucht sich “Dr. Dean” in wortreicher Schadenbegrenzung – und kann es doch nicht lassen, gleich wieder ein wenig den Dotcomtod-Proll raushängen zu lassen: Das müsste für Prof. Dr. Lahmenspuck sehr peinlich sein, sofern er selbst noch nicht völlig hirntod ist
    Sei’s drum – unter all dem Geschwurbel verstärkt er die Anschuldigung gegen Israel noch:
    Und genau die gleiche stinkende moralische Verdorbenheit, fast also als Spiegelung, findet man auf palästinensischer Seite
    Israel, das stinkend moralisch verdorbene, will nicht nur nicht mit der Terrororganisation Hamas verhandeln, sondern “spiegelt” nur israelischen Staatsterror … ?!
    P.S. Unsere Hauptprobleme sind nach wie vor z.B. Probleme wie die in Potsdam.
    Purer Zynismus gegenüber den Opfern des Terroranschlages von Tel Aviv, um den es im eigentlichen Thread ging. *gulp*

    Kommentar von jo@chim — 21.04.06 16:11 #

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