Schuldenerlass macht zambische Bauern arm
Ob ein Schuldenerlass für arme Länder tatsächlich eine sinnvolle Form der Entwicklungspolitik ist, darüber kann man lange streiten. Aber von den grundsätzlichen Problemen, die mit solchen Maßnahmen verbunden sind, einmal abgesehen, so gibt es auch beim Schuldenerlass Schwierigkeiten, die so von niemandem vorhergesehen wurden. Von einem solchen Fall berichtet heute der Daily Telegraph.
Zambia gehörte zu den ersten afrikanischen Ländern, denen die Auslandsschulden erlassen wurden. Infolge dessen hat sich die zambische Währung gegenüber dem Dollar kräftig verteuert. Während die Bauern jedoch ihre Arbeiter und Materialien überwiegend in heimischer Währung bezahlen, sind ihre Exportpreise an den Dollar gebunden, und so stehen heute viele von ihnen â?? darunter auch viele Kleinbauern â?? vor dem wirtschaftlichen Ruin.
Wieder ein Beispiel für das â??Law of Unintended Consequencesâ??. Nicht immer bedeutet gut gemeint auch gut gemacht.
2 Kommentare »
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Das erinnert an die heftige Gegenwehr Indonesiens, als nach dem Tsunami einige plötzlich deren Schulden erlassen wollten.
Kommentar von Rayson — 22.03.06 18:11 #
So habe ich das auch noch nicht gehört. Macht aber Sinn und ist absolut logisch. Dann doch besser Zahlungsaufschub!?
Kommentar von Denkfabrik für Republikanismus — 22.03.06 20:21 #