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Thomas Fricke wächst über sich hinaus â?? Neuer Aufschwung mit der Financial Times Deutschland

Freitag, 10.03.06 12:45 by Oliver M.H. - 14 Kommentare

Dass der Chefökonom der Financial Times Deutschland, Thomas Fricke, die wirtschaftliche Zukunft gerne durch eine in der Farbe seiner Zeitung getönte Brille sieht, ist keine Neuigkeit. Heute liefert er in seiner Kolumne wieder einmal ein eindrucksvolles Beispiel für ökonomischen Optimismus. Dort schreibt er (wie eigentlich an jedem Freitag), dass der Aufschwung unmittelbar bevorsteht und größere Reformen im Prinzip unnötig seien.

Man kann Herrn Fricke natürlich nur zustimmen, dass Wirtschaftswachstum an sich nichts ist, wovor man sich fürchten müsste. Wie er ganz richtig bemerkt, lassen sich Probleme bei stagnierender Wirtschaft schlechter lösen, als wenn die Wirtschaft wächst. Diese Feststellung ist relativ einleuchtend, aber auch schon fast wieder tautologisch. Ebensogut könnte der Arzt seinem Patienten sagen â??Also, Ihre Krankheit wird sich leichter überwinden lassen, wenn Sie erst einmal gesund sindâ??.

Natürlich können die Baustellen einer Volkswirtschaft leichter bearbeitet werden, wenn der Staatshaushalt ausgeglichen ist, die Wirtschaft wächst und die Arbeitslosigkeit sinkt. Aber speziell für Deutschland ist dies gerade nicht das Problem. Deutschlands Problem besteht darin, dass es eine Reihe großer, ungelöster Herausforderungen vor sich herschiebt, die gerade verhindern, dass sich die Wirtschaftslage nachhaltig entscheidend bessert.

Thomas Fricke sieht dies natürlich ganz anders. Er schreibt:

Frei nach der Zähneklapper-Theorie müsste alles reformiert werden, bevor Wachstum überhaupt entsteht. Jetzt könnte sich zeigen, dass das mindestens so gut umgekehrt funktioniert.

Wie sollte es umgekehrt funktionieren? Deutschland müsse einfach nur wieder wachsen, dann ließen sich sämtliche Probleme quasi schmerzlos im Vorübergehen lösen, meint Herr Fricke. Dafür gibt er denn auch gleich ein paar Beispiele. Zitat:

Seit die Konjunktur anzieht, gibt es fast monatlich Meldungen über unerwartete Steuer- und Beitragseinnahmen. Plötzlich kann das deutsche Defizit schon 2006 unter drei Prozent sinken – ganz ohne neue Sparpakete. Irgendwann beschleunigt sich der Abbau im Aufschwung von selbst. Das liege am umgekehrten Zinseszinseffekt, sagt David Milleker von der Allianz. Jeder Punkt Wachstum lasse das Defizit dann um 0,7 Punkte sinken. Und der Staat hätte wieder Geld, um in Zukunft zu investieren. Noch mehr Wachstum.

Um diese Behauptungen einmal zurechtzurücken: Das deutsche Defizit lag 2005 bei 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und könnte tatsächlich bei einem Wirtschaftswachstum von 2 Prozent in diesem Jahr unter die Maastricht-Grenze von 3,0 Prozent fallen. Wenn die Angabe von David Milleker zutrifft, dann bräuchte es somit etwa weitere vier Prozentpunkte Wachstum, um die Neuverschuldung auf Null zu senken. Das wären dann schon sechs Prozent Wirtschaftswachstum, doch selbst Thomas Fricke hat bislang ein derartiges Wachstumsfeuerwerk nicht in Aussicht gestellt. Erst oberhalb dieser sechs Prozent Wirtschaftswachstum gäbe es dann Haushaltsüberschüsse, die der Staat â??in die Zukunft investierenâ?? könnte. Alles andere, was er bis dahin an â??Zukunftsprogrammenâ?? auflegt, ist auf Pump. Zudem ist Frickes Argumentation in diesem Punkt ein wenig schlicht: Die Wirtschaft wächst, das Defizit sinkt, der Staat investiert, die Wirtschaft wächst noch mehr. Wenn es doch nur so einfach wäre, wofür benötigte man dann noch Chefökonomen?

Das nächste Beispiel aus Frickes Anleitung zum ökonomischen Optimismus: der Arbeitsmarkt. Zitat:

Nach gängigen Studien tragen Krisen stark dazu bei, den Arbeitsmarkt zu verkrusten – weil jeden Monat mehr Arbeitslose zu (schwer vermittelbaren) Langzeitarbeitslosen werden. … Folge: eine immer weniger effiziente Stellenbesetzung. Erst höheres Wachstum sorgt dann für nachlassende Verkrustung – nicht umgekehrt.

Nach Studien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO steigt die Produktivität von Beschäftigten bei nachlassender Sorge um den Job. Auch das widerspricht Stammtischtheorien, wonach Angst stets Leistung steigert. Zu viel Angst blockiert. …

Kurze Wochen- und Lebensarbeitszeiten gelten als Wachstumshemmnis. Dabei wird in Deutschland natürlich auch deshalb weniger gearbeitet, weil es kein Wachstum gibt. ßhnliches gilt in Sachen Kinderkriegen. Die Geburtenraten steigen vor allem da, wo die Wirtschaft gut läuft, was wiederum der Demografie hilft und so Wachstum stützt. Ohne die Stagnation von Wirtschaft und Beitragseinnahmen hätte es die jüngsten Rentenkrisen nicht gegeben.

Dass Langzeitarbeitslose schwer vermittelbar sind, ist eine Binsenweisheit. Aber die Arbeitslosigkeit an sich oder das Phänomen der Langzeitarbeitslosen sind nicht die Ursachen der Krise, sondern ihre Symptome. Auch mag es tatsächlich sein, dass die Produktivität unter der Angst um den Arbeitsplatz leidet. Aber sie leidet natürlich dort umso mehr, wo der Beschäftigte weiß, dass er höchstwahrscheinlich im Falle der Entlassung keine neue Stelle findet. Mit anderen Worten: Das Problem ist nicht in erster Linie die potentielle Entlassung, sondern die potentielle Perspektivlosigkeit im Falle der Entlassung.

Zu den kurzen Wochen- und Lebensarbeitszeiten: Es grenzt an Naivität anzunehmen, dass diese kurzen Arbeitszeiten ein Effekt des geringen Wachstums sind. Die kurzen effektiven Lebensarbeitszeiten sind vor allem diversen Frühverrentungsprogrammen zu verdanken, mit denen der Arbeitsmarkt kurzfristig entlastet werden sollte, selbstverständlich auf Kosten der Allgemeinheit. Was die kurzen Wochenarbeitszeiten betrifft: Diese sind vor allem den Kampagnen der Gewerkschaften geschuldet, welche der Bevölkerung zu lange das Märchen vom fixen Arbeitsvolumen erzählt haben, das nur besser verteilt werden müsse. Die Folge waren kürzere Wochenarbeitszeiten, höhere Lohnkosten und am Ende auch eine weiter steigende Arbeitslosigkeit.

Und schließlich die Frage der niedrigen Geburtenraten: Es ist richtig, dass eine bessere Wirtschaftsentwicklung die Geburtenraten anheben kann. Dass aber die gegenwärtigen und zukünftigen Rentenkrisen nicht nur mit einer â??Unterjüngungâ??, sondern auch mit der ßberalterung der Gesellschaft zu tun haben, dürfte unstrittig sein.

Am Ende seines Kommentars behauptet Thomas Fricke dann auch noch, dass große Reformen eigentlich nur dann zu verwirklichen sind, wenn die Wirtschaft wächst. Richtig ist an dieser Aussage nur, dass es tatsächlich in einigen Ländern beachtliche Reformen zu Boom-Zeiten gegeben hat. Dass es für die Beteiligten angenehmer ist, während des Booms zu reformieren, steht außer Frage. Aber es gibt auch Fälle, in denen es töricht wäre, auf einen Boom zu warten, ehe mit Reformen begonnen wird. Australien, Neuseeland und auch Großbritannien hätten in den frühen 1980ern noch lange auf den Aufschwung warten können: Er wäre nie gekommen, weil die wirtschaftspolitischen Strukturen ihn nicht zuließen. Sie mussten erst reformiert werden, um den Weg für Wachstum frei zu machen. Insofern ist es müßig zu überlegen, ob man nicht die Reformen in Deutschland auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt, an dem es dem Land wieder besser geht.

Thomas Fricke schliesst seine Kolumne mit einer Analogie aus der Welt des Fußballs:

Mit dem Aufschwung ist es wie mit der deutschen Nationalelf: Wenn das Turnier einmal läuft, wird die Holper- zur Erfolgstruppe. Das ist halt so. Der Schwung kommt beim Wachsen. Fortsetzung folgt.

Und wenn das Turnier einmal nicht so läuft, dann scheidet Deutschland eben in der Vorrunde aus wie bei den letzten beiden Europameisterschaften. Und wenn man auf der Grundlage von Frickes Analysen Wirtschaftspolitik macht, dann steigt Deutschland eben langsam weiter ab. Das ist halt so. Fortsetzung folgt.


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

14 Kommentare »

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  1. @Parker8: Wo liegt der Denkfehler? Welche Statistiken habe ich uebersehen? ;-) Viele Gruesse, Oliver

    Kommentar von Oliver M.H. — 10.03.06 12:46 #

  2. Lieber Oliver, bestünde das Geheimnis des Wirtschaftswachstums im Deregulieren ad libitum, dann bräuchten wir gleich gar keine Ökonomen. Fricke macht darauf aufmerksam, dass es sehr auf das makroökonomische Timing einer Reform wie Hartz IV ankommt – und das war eben grottenschlecht.

    Übrigens amüsiert sich auch Robert von Heusinger, wie jetzt selbst die konservativsten Institute – mehr oder weniger zähneknirschend – ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr heben müssen. Natürlich nur, um das Folgejahr ziemlich jämmerlich zu zeichnen (wobei sie bei der Mehrwertsteuer auch tatsächlich einen Punkt haben).

    Kommentar von Parker8 — 10.03.06 13:54 #

  3. Ich stimme den Aussagen dieses Beitrags zu – sie sind alle sehr treffend. Aber ich bin ja auch nicht Parker8…

    Der gute Herr Fricke schafft es doch tatsächlich, mit einer Aneinanderreihung von Tautologien und Allerweltsweisheiten ganze Kolumnen zu füllen. Dazu muss er sich aber auch in der Kunst des Weglassens üben.

    Es würde z.B. eher stören, wenn er erwähnt hätte, dass das Maastricht-Kriterium nicht für eine Volkswirtschaft im Aufschwung, sondern gerade für eine im Abschwung gilt. Warum es In Aufschwungphasen überhaupt noch eine nennenswerte Nettokreditaufnahme geben sollte, müsste er mal erklären – vielleicht ist das eine Art Super-Keynesianismus, die einen Aufschwung erst mit über
    5% Wachstum gelten lässt.

    Ich liebe auch Sätze wie

    “Irgendwann beschleunigt sich der Abbau im Aufschwung von selbst. ”
    oder
    “Klingt utopischer, als es womöglich ist.”

    Er führt sich auf, als gebe es ein ökonomisches Perpetuum Mobile: Einfach kräftig Schulden machen, durch Wachstum verschwinden die dann von alleine, wenn man das Geld nicht für noch mehr Wachstum ausgibt. Notfalls wird Robert Mugabe als Berater eingestellt. Dann ist nur noch die EZB daran Schuld, dass uns die glorreichen Zeiten mit sich beschleunigenden zweistelligen Wachstumsraten und Vollbeschäftigung entgehen, weil sie nicht einsehen will, dass 10% Inflation doch auch ihr Gutes haben.

    Er verschweigt, dass die positiven Revisionen der Prognosen nur für das laufende Jahr gelten und dass die allgemeine Erwartung auf eine Abschwächung des Wachstums im nächsten Jahr hinausläuft. Statt mehreren Jahren 2-3% gibt es dann ein Jahr um die 2% und dann geht’s wieder bergab, da auch die Weltwirtschaft ja mal wieder eine Pause einlegen muss. Auf den starken Export kann und sollte man sich auf Dauer sowieso nicht verlassen – wer will schon ständigen Kapitalabfluss?

    Also, wenn sowas ein Chefökonom schreibt, dann will ich lieber nichts von seinen Lehrlingen lesen müssen….

    Kommentar von Rayson — 10.03.06 14:16 #

  4. Deutschland steigt fußballerisch nicht langsam ab, sondern rasant. Schon vor Wochen habe ich mit einem Kollegen gewettet, dass Ballack & Co. das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica vergeigen werden. Mit einem Weltklasseteam wie dem von der Karibik-Insel kann sich unsere Würstchentruppe nun wahrlich nicht ernsthaft messen wollen.

    Inzwischen spart der Kollege bereits eisern, um seine kommenden Wettschulden begleichen zu können. Was wiederum ein Beweis dafür ist, dass man mit Futures auch bei fallenden Märkten ein Bombengeschäft machen kann…

    Kommentar von Adrian Schimpf — 10.03.06 14:29 #

  5. <Schlaumeiermodus>
    Und sogar noch ohne genaue Kenntnisse von dem, worüber man wettet:

    http://www.zurqui.com/crinfocus/crmap/cr-map.pdf

    Ob’s die Sehnsucht nach Grasgeruch in den Stadien ist oder die Vorfreude auf einen Strandurlaub: Keine Ahnung, warum man ein immerhin an die karibische See grenzendes mittelamerikanisches Festland zur karibischen Insel macht…
    </Schlaumeiermodus>

    Kommentar von Rayson — 10.03.06 14:48 #

  6. Dass die FT als Wirtschaftsmagazin solche Vodoo-Theorien verbreitet ist schon verwunderlich.

    Als ob Deutschland jetzt vor einer Periode eines dauerhaften Wachtums von 3-4% stehen würde, nur weil die Stimmung durch Whlfühlpolitik verbessert ist.

    Kommentar von Oliver — 10.03.06 15:12 #

  7. @Adrian Schimpf: Zu Costa Rica soviel: Ich habe die WM-Auslohnung am Rande der UN-Klimakonferenz gemeinsam mit einem costaricanischen Kollegen erlebt. Er hat von Anfang an gesagt “Bei der WM spielen wir gegen Euch”. Als dann feststand, dass das auch noch im Eroeffnungsspiel sein wird, konnte er sich vor Begeisterung kaum noch halten: “Lasst Euch ueberraschen …” sprach er beinahe triumphierend, und es klang wie eine Drohung.
    Inzwischen glaube ich, dass er Recht hat. Ihre Wette haette ich daher selbst vor vier Wochen nicht angenommen.

    Kommentar von Oliver M.H. — 10.03.06 15:19 #

  8. @Rayson: Danke fuer den Kommentar. Das war genau die richtige Beschreibung: Super-Keynesianismus. Und was die Lehrlinge des Chefoekonomen Fricke schreiben, ist auch nicht wesentlich schluessiger, etwa hier: “Die Nachfrage schafft sich ihr Angebot“.

    Kommentar von Oliver M.H. — 10.03.06 15:34 #

  9. Nochwas zum angeblichen falschen Timing:

    Manche Keynes-Fans scheinen in einer Welt unendlich schneller politischer Entscheidungen zu leben. Bevor in der typisch deutschen Welt von parteipolitisch unterschiedlich dominiertem Bundestag und Bundesrat etwas Gesetz wird, darf man gut und gerne mit zwei Jahren rechnen (es sei denn, es handelt sich um Steuererhöhungen, die gelten auch schon mal rückwirkend). Beginne ich die Diskussion über so etwas also erst im Aufschwung, um die zarten Seelen meiner ängstlichen Konsumenten nicht zu strapazieren, treffe ich mit ziemlicher Sicherheit eine ganz andere Phase effektiv. Abgesehen von dem Wunschtraum, Einschnitte in Aufschwungphasen durchsetzen zu können – da sind die Anreize für alle Politiker vor.

    Kommentar von Rayson — 10.03.06 15:55 #

  10. @Parker8: Ich bleibe dabei: 2 Prozent sind ein Aufschwuengchen, das kaum ein Problem loesen wird. Und bei der MwSt sind wir uns ja einmal einig.
    Uebrigens wird auf manchen Blogs schon diskutiert, wir beide sollten mal eine Bloglesung gemeinsame veranstalten, sozusagen Parker8 vs. Oliver. Das waere ein Vergnuegen ;-)

    Kommentar von Oliver M.H. — 10.03.06 15:56 #

  11. @Oliver
    Eine solche Wachstumsrate wäre immerhin doppelt so hoch wie das deutsche Trendwachstum, wie es die Wirtschaftsinstitute noch im Frühjahrsgutachten 2005 diagnostizierten. Das Trendwachstum ergibt sich, indem man Konjunkturschwankungen herausfiltert. Diese Größe wurde insbesondere auf Betreiben von Ifo und IfW in den Vordergrund gestellt, weil darin die deutschen Verkrustungen sichtbar würden.
    Jetzt ergibt sich natürlich Klärungsbedarf: Gibt es einen Konjunkturkatalysator? Oder sind gar Verkrustungen aufgebrochen? Knifflige Situation für die Verkrustungsapologeten.

    Kommentar von Parker8 — 10.03.06 20:28 #

  12. Nicht ungeschickt, Parker8, wie du immer dann aufs nächste Schlachtfeld ausweichst, wenn es dir auf dem akuellen zu brenzlig wird.

    Kommentar von Rayson — 10.03.06 23:11 #

  13. @Rayson
    Gar keine Absicht von mir. Meinten Sie Ihre Einlassung, dass jedes makroökonomische Timing mit der Komplexität der politischen Entscheidungsfindung kollidiert? Dem stimme ich zu. Aber das muss ja nicht so bleiben. Es müsste dahin kommen, dass man auch nach langen Bundesratsnächten und Koalitionsrunden an die Zusammenhänge und nicht nur die Sozialversicherungsdetails denkt.

    Lohnersatzleistungen kürzen, Rente einfrieren, Sozialbeiträge auf die Arbeitnehmer umschichten, Gesundheitszuzahlungen hochjazzen, Eigenheimsubvention streichen – unabhängig davon, wie sinnvoll das im einzelnen sein mag: Den Leuten das im Abschwung vor den Latz zu knallen und dann zu sagen “Viel Spaß auch noch beim Wachstum”, das klappt nicht.

    Der Satz “50 Prozent der Wirtschaft sind Psychologie” wird immer auf die Anleger bezogen, nicht auf die Verbraucher. Dabei hängt von deren Entscheidungen ein viel größerer Anteil der Endnachfrage ab.

    Kommentar von Parker8 — 11.03.06 21:50 #

  14. @Parker8

    Nein, ich meinte deine Tendenz, schnell von einem Schlagwort ins andere zu wechseln bzw. noch mal eben schnell den Twist zu irgendwelchen störenden und deswegen als politisch gefärbt zu denunzierenden Gegenstimmen zu finden. Ist meine ganz persönliche Empfindung, die auch auf ganz persönlichen Vorlieben und Abneigungen hinsichtlich der Art zu diskutieren basiert.

    Grundsätzlich geht es darum, Investitionen attraktiv zu machen – alle, die bei der Kaufkraft und der Konsumnachfrage anfangen, haben 30 Jahre Weiterentwicklung des Keynesianismus versäumt.

    Kommentar von Rayson — 12.03.06 12:14 #

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