Die konservative Denunziation des Säkularismus
Mit der westlichen Einfühlung in einen unüberwindlichen Antagonismus, sakral/säkular, ist die herrschende Beliebigkeit, sind Synkretismus und Gleich-Gültigkeit in eine Krise geraten. Vielleicht darf man sogar sagen: Wir haben sie hinter uns.
Diesmal von Botho Strauss in seinem Spiegel-Essay der Konflikt: Da ist sie wieder, die konservative Denunziation des Säkularismus und der weltanschaulichen Neutralität des Staates als Beliebigkeit und amoralische Gleichgültigkeit, die kaum verhüllte Faszination an der sozialen Bindungskraft des islamischen religiösen Fundamentalismus als anti-aufklärerisches und anti-liberales Projekt.
Doch diese Ambivalenz gegenüber der totalitären Bedrohung, gespeist aus der Sehnsucht nach Führung durch eine wertgebende sakrale Staatsideologie, befördert den Islamismus noch, anstatt ihn zu behindern: ein positiver Bezug auf die Vorbereitungsgesellschaft wird nicht die erhoffte konservative Revolution bringen, sondern den Untergang des Abendlandes.
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Die Integrationskraft des Islam…
Eine interessante Erwiderung von F.A.Z.-Herausgeber Frank Schirrmacher auf den Essay von Botho Strauß im “Spiegel”:
Wir sollten, im steten Versuch, ein gutes Gewissen zu haben, nicht versuchen, uns in die Wut der anderen hineinzuversetze….
Trackback von B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade — 13.02.06 17:33 #