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Let’s Always Look on the Bright Side of Life

Mittwoch, 08.02.06 14:09 by jo@chim - 3 Kommentare

Verständnis wird allenthalben gefordert für die weltweite Gemeinschaft der Muslime, die von den Mohammed-Karikaturen in Jyllands-Posten erschreckt, beleidigt, empört seien. Meinungsfreiheit solle deshalb verantwortungsvoll ausgeübt werden, stimmt auch mein Amigo Boom auf Extrablog in den staatstragenden Chor ein. So weit kommt’s noch: ein Wächterrat aus Kofi Annan, Jack Straw und dem Grossmufti von Jerusalem definiert zukünftig, was wir verantwortungsvollerweise veröffentlichen dürfen und was nicht.

Demnächst fühlen sich dann Muslime beleidigt, wenn ich islamistische Geiselnehmer und Selbstmordattentäter als verkommenen Dreck bezeichne, weil dies die Religion verächtlich mache, in deren Namen diese entführen, foltern und morden? Oder sie sind aufgrund des Hinweises empört, dass die Scharia mit ihren barbarischen Strafen wie Steinigung, Kreuzigung oder der Amputation von Körperteilen, der Unterdrückung der Frauen und der Unterordnung von Staat und Gesellschaft unter das Diktat der Religion ein archaisches Relikt ist – zivilisierter Gesellschaften des 21.Jahrhunderts nicht würdig? Oder es erschreckt sie, dass Dissidenten der Umma wie Salman Rushdie bei uns Schutz und Refugium erhalten?

Nennen wir doch die unausgesprochene Drohung, unsere Sicherheit wäre gefährdet, wenn wir nicht den lautstark und gewalttätig geäusserten Wünschen des von radikalen Mullahs fanatisierten Mobs nachkommen, beim richtigen Namen: es ist Erpressung. Nicht nur eine Erpressung Dänemarks, sondern der gesamten freien Welt. Wer Erpressern nachgibt, provoziert immer neue Forderungen, riskiert immer weitere Eskalation. Kompromisse mit Erpressern sind meist verantwortungslos, gelegentlich taktisch angebracht, führen aber niemals zur Lösung des Problems.

Wir sollten die uns angebotene Schere im Kopf deshalb dankend, aber mit dem nötigen Nachdruck ablehnen. Damit sichern wir nicht nur unsere eigene Freiheit, sondern unterstützen auch jene aufgeklärten Muslime im Machtbereich des Dar al-Islam, für die es bereits jetzt gefährlich ist, unbedacht zu sprechen.

Ich werde als Blogger meine Wut über die Beleidigung jedes aufgeklärten, friedliebenden und kultivierten Menschen, die der religiöse Fundamentalismus (nicht nur der islamische) darstellt, weiterhin laut hinauslachen, wenn mir danach ist. Let’s always look on the bright side of life!

Die Agenda sollten wir uns von den Mullahs allerdings nicht diktieren lassen, das ist richtig.
Oliver, wieviel Prozent Prophetenquorum bekommen wir hin?


Das Antibuerokratieteam - seit 15.08.07 auf www.antibuerokratieteam.net

3 Kommentare »

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  1. Wie meinst Du das? Wie misst man ein Prophetenquorum? – Ansonsten
    stimme ich Dir, wie Du Dir wahrscheinlich schon gedacht hast, vollkommen zu.

    Kommentar von Oliver M.H. — 08.02.06 14:28 #

  2. Das mit dem Quorum war ein kleiner Joke, Oliver. Allerdings nicht ganz ohne Hintergrund: 34 unserer letzten 50 Beiträge beschäftigen sich im engeren oder weiteren Sinne mit den Zumutungen der Islamisten, wenn ich richtig gezählt habe. 68% Prophet inside also. Das ist zuviel, imho, mir wächst schon ein Bart ;) Und es ist auch ungerecht gegenüber den vielen Freiheitsfeinden und Bürokraten, die ihre Inspiration aus anderen Quellen als dem Koran schöpfen …

    Kommentar von jo@chim — 08.02.06 15:24 #

  3. , da hast Du natuerlich voellig Recht. Nur wenn man sich ansieht, was da im Moment durch alle Medien geht, dann koennte man manchmal vor Wut platzen.
    Aber gut: Konzentrieren wir uns auf die uebrigen Freiheitsfeinde. Mit wem wollen wir anfangen?

    Kommentar von Oliver M.H. — 08.02.06 16:00 #

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