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Mohammed auf Schalke

Donnerstag, 02.02.06 12:08 by Oliver M.H. - 2 Kommentare

Der Konflikt um die Karikaturen der Jyllands-Posten wird immer unübersichtlicher. Der letzte Stand der Dinge ist wohl der, dass die Al-Aksa-Brigaden die EU-Vertretung in Gaza umstellt haben, der ägyptische Eigentümer des France Soir seinen Chefredakteur gefeuert hat, nachdem dieser eine weitere Karikatur veröffentlicht hatte, und auch in Malaysia und Indonesien wurde Dänemark kritisiert. Hinzu kommen abberufenene saudi-arabische, syrische und kuwaitische Botschafter in Dänemark, die Einbestellung des österreichischen Botschafters im Iran (!) sowie Boykottaufrufe gegen dänische Produkte. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, die dänischen Soldaten im Irak sind von Extremisten für „vogelfrei“ erklärt worden – so etwas könnte man auch Sippenhaft nennen.

Nein, mit Mohammed ist nicht zu spaßen, und eigentlich wundert es mich nur, dass noch niemand einen Boykott meines geliebten FC Schalke 04 gefordert hat. Und warum? Natürlich wegen des Vereinslieds, in dem man sich seit nunmehr 82 Jahren unvorteilhaft über den Propheten äußert. Auf Schalke wird nämlich traditionell vor jedem Spiel gesungen:

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht

Gibt es eigentlich schon Verbrennungen von Schalke-Fahnen in Gaza? Morddrohungen gegen Rudi Assauer? Forderungen nach einem Ausschluss Schalkes aus dem UEFA-Cup?


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2 Kommentare »

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  1. Ja Oliver, man kann dem eigentlich nur noch sarkastisch begegnen. Die Karikaturen sind ganz offensichtlich nur Vorwand für den grün-beflaggten Mob und die Regimes des Nahen und Mittleren Ostens, dem Westen mal so richtig zu zeigen, “wo der Hammer hängt” (dafür spricht ja auch, dass das erst jetzt so hochgekocht wird).
    Steckt euch euren Hammer und das mittelalterliche Sharia-”Recht” sonstwo hin, Dschihadis. Und eigentlich habe ich von den Islamisten auch gar nichts anderes erwartet. Als bestürzend empfinde ich allerdings, wie viele sich hier, im zivilisierten Teil der Welt, offensichtlich nach dem Dhimmi-Status sehnen …
    ¡No Pasarán!

    Kommentar von jo@chim — 02.02.06 13:09 #

  2. Die Moslems werden vor allem eins begriffen haben, nämlich, wo sie den Westen packen können: am Geldbeutel.

    Kommentar von pakorski — 02.02.06 13:18 #

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