Dänische Freiheit, arabische Erpressung
Die Attacken der Dschihadis gegen die dänische Zeitung Jyllands-Posten und das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung gehen weiter – mehr dazu auf Englisch im dänischen Weblog Dansk-Svensk.Blogspot.
Auf den wirklich hervorragenden WELT-Artikel zum Thema von Jan Kanter – von dem ich den Titel dieses Posts geklaut habe – erlaube ich mir auch nochmals hinzuweisen :)
Update 31.01.06: Also, zuallererst hier noch einmal der Link auf die Karikaturen Mohammeds, den viele aktuell suchen …
Der von mir hochgeschätzte dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat sich inzwischen eine windelweiche Entschuldigung abgerungen – wohl auch angesichts der Proteste des dänischen Industriellenverbandes, dem kurzfristige Profite offensichtlich wichtiger sind, als blödes Menschenrechtsgeschwätz.
Die treffenden Worte dazu hat Rayson gefunden.
Auf der Linken dagegen irgendetwas zwischen Schweigen und klammheimlicher Freude: Reinhard Wolff zieht in der TAZ einen allfälligen Vergleich der Karikaturen mit Zeichnungen aus dem nationalsozialistischen Stürmer - Jyllands-Posten, das Sprachrohr des rechtsreaktionären Dänemark würde erwartbare Proteste dann schnurstracks zu einem Angriff auf die Meinungsfreiheit umdeuten. Ich denke, das bedarf keines weiteren Kommentars (alles was mir dazu einfallen würde, wäre auch konkret beleidigend).
Brain drain: Flucht vor der Altersgrenze
Dass immer mehr junge Akademiker Deutschland den Rücken kehren, ist bekannt. Zu verlockend erscheinen oft die Lebens-, Arbeits- und Forschungsbedingungen in Ländern wie den USA, Kanada, Australien oder auch Großbritannien. Wer aufgrund mangelhafter Ausstattung oder bürokratischer Strukturen an deutschen Universitäten keine akademische Perspektive sieht, geht immer häufiger ins Ausland.
Vorbei die Zeiten, in denen ausländische Akademiker in großen Zahlen an deutsche Hochschulen strebten. Die heutigen akademischen Völkerwanderungen machen einen großen Bogen um Deutschland. Man geht dorthin, wo Forschung unkompliziert möglich ist und es einen großen Pool an Forschungsgeldern gibt.
Hinzu kommt das Standortproblem der deutschen Sprache: In einer Wissenschaftswelt, die überwiegend Englisch spricht, müsste Deutschland tendenziell eher bessere Wissenschaftsbedingungen anbieten, um für ausländische Akademiker attraktiv zu werden. So aber bleibt ein international mittelmäßiges akademisches Umfeld, das darüber hinaus noch eine Sprachbarriere aufweist. Keine guten Voraussetzungen für den Wissenschaftsstandort Deutschland.
Von Auflasten, Ablasten und der Last der Bürokratie
Neulich habe ich mir ein neues Wohnmobil zugelegt (man gönnt sich ja sonst nichts). Derartige Fahrzeuge wurden bisher ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 2.810kg nicht wie PKW nach Hubraum und Emissionen besteuert, sondern, wenn sie als “Sonder-KFZ-Wohnmobil über 2,8to” eingetragen waren, nach dem Tarif für Nutzfahrzeuge. Statt einer Steuerbelastung von bis zu 1.300 € jährlich ergaben sich so moderate 173 €.
Ab 2006 soll nun die KFZ-Steuer für Camper schrittweise bis 2011 von 50% bis auf 80% der entsprechenden PKW-Besteuerung “herangeführt” werden. Da Wohnmobile darüber hinaus ohne weitere Überprüfung in die teure Schadstoffklasse 1 eingestuft werden, also eine Steuererhöhung von über 500%!
Absurdes Theater in Whitehall
Von wegen ‘Yes, Minister’: In Whitehall kann auch richtig gestritten werden, vor allem zwischen verschiedenen Ministerien, wie der Guardian heute berichtet.
Konkret geht es darum, dass Tony Blair in seinen letzten drei Wahlprogrammen versprochen hat, die britischen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 um 20 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken. Dummerweise lässt sich diese Zahl aber nicht mehr erreichen, wie die Ökonomen des Wirtschafts- und Handelsministeriums (DTI) berechnet haben.
Aber natürlich kann nicht sein, was nicht sein darf, denn schließlich will man das Feld der Umweltpolitik nicht kampflos dem neuen Tory-Chef David Cameron überlassen, der seine konservative Partei immer mehr zu einer Klimaschutztruppe umbaut (ein Blick auf die Webseite der Partei lohnt sich: “Visit http://www.climatechangenow.com“). Also besteht das Umweltministerium darauf, dass auch weiterhin die 20 Prozent-Senkung als Ziel ausgegeben wird, selbst wenn man – wie der Guardian süffisant anmerkt – zukünftige Emissionen auch nicht besser modellieren kann als die Fachleute vom Wirtschaftsministerium:
Dinner mit Kate Barker
Meinem Think Tank-Kollegen Dan Lewis hatte ich gestern Abend eine Dinnereinladung zu verdanken. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom ältesten britischen Think Tank, dem 1943 gegründeten Economic Research Council, bei dem Dan als Research Director arbeitet.
Ehrengast und Hauptredner des Abends war Kate Barker, die nicht nur Mitglied des Monetary Policy Committee der seit einigen Jahren unabhängigen Bank of England ist, sondern auch im Auftrag des Finanzministers Gordon Brown eine Studie über die Probleme der Angebotsseite des britischen Hausmarkts verfasst hat. Das klingt alles erst einmal sehr technisch, ist aber eine Angelegenheit, die in Großbritannien die Gemüter durchaus erhitzt hat.
Lord Dahrendorf über F. A. Hayek
Im Interview mit der Tageszeitung ‘Die Welt’ äußert sich Lord Dahrendorf über die Idee eines ’Clubs der Erasmier’ als eine Art Sammelbezeichnung für Denker in der Tradition des humanistischen Philosophen Erasmus von Rotterdam. Dazu gehört laut Lord Dahrendorf der Altkeynesianer John Kenneth Galbraith, nicht jedoch Friedrich August von Hayek, dem Dahrendorf ‘fundamentalistische Züge’ attestiert.
Im Wortlaut:
5 Prozent für alle
Mit dem Jahreswechsel beginnt das Ritual der Tarifverhandlungen. Am lautesten sind wie immer die Vertreter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die ihre Privilegien mit aller Macht verteidigen wollen. Dazu muss nicht viel gesagt werden: Tarifverträge werden hier auf Kosten derjenigen, die einen Arbeitsplatz suchen und natürlich auf Kosten der Steuerzahler geschlossen. Allerdings spielen die Bundesländer nicht wie gewohnt mit, und so kommt es vielleicht dort zum Streik. Allerdings verliert ver.di bei den immer klammeren öffentlichen Haushalten glücklicherweise viel von seinem Erpressungspotential.
Die Logik der Tarifverhandlungen in der (mehr oder weniger) freien Wirtschaft ist langfristig noch gefährlicher. Die Argumente beispielsweise der IG Metall erscheinen auf den ersten Blick wenigstens teilweise einleuchtend: die Lohnforderung ergibt sich aus dem Produktivitätswachstum in der Metallindustrie von ca. 5 Prozent. Tatsächlich sind viele Unternehmen der Branche in der Gewinnzone und können eine derartige Lohnerhöhung verschmerzen. Anreize zur Schaffung neuer Arbeitsplätze gibt es allerdings nicht.
Keine Neuigkeiten sind auch Neuigkeiten. Oder: Wie man Nachrichten macht.
SPIEGEL online macht gerade mit folgender Schlagzeile auf: “Blair warnt vor dramatischem Klimawandel“. In dem Artikel werden angeblich neue Erkenntnisse der Klimaforschung präsentiert. Wieder einmal wird das Ende des Golfstroms vorhergesagt, wieder einmal werden steigende Meeresspiegel angekündigt, wieder einmal wird vor einer Übersäuerung der Meere gewarnt.
Das alles mag zutreffend sein oder aber auch nicht, aber eines ist es mit Sicherheit nicht: neu. All diese Katastrophenszenarien wurden im Februar 2005 (!) auf einer Klimakonferenz anlässlich der britischen G8-Präsidentschaft in Exeter vorgestellt. Auch damals haben die Medien bereits groß und breit darüber berichtet.
Nun sind die Konferenzbeitrage von damals in einem Sammelband bei Cambridge University Press veröffentlicht worden. Tony Blair hat das Vorwort dazu geschrieben und das britische Umweltministerium eine Pressemitteilung herausgegeben. Mehr ist nicht passiert. Es gibt keine neuen Erkenntnisse zum Klimawandel.
Solidarpakt Ost: Desolate Verhältnisse selbst nach dem Weichwaschgang
Von den gut 10,5 Milliarden Euro Subventionen aus dem Solidarpakt I an die neuen Bundesländer seien im Jahr 2004 54% – rund 5.7 Mrd. Euro – für einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und die Begleichung von Altschulden verschwendet worden, anstatt sie vorschriftsgemäss einzusetzen, schreibt die WELT unter Berufung auf einen internen Bericht des Bundesfinanzministeriums.
Der eigentliche Zweck der Transfers, die Förderung von Investitionen für den Ausbau der Infrastruktur und ein Ausgleich der schwachen Finanzkraft der Ost-Kommunen wird völlig verfehlt: während 1995 noch 1.422 Euro je Einwohner investiert wurden, sank der Betrag auf 971 Euro im Jahr 2004 – im SPD/PDS-regierten Berlin bleiben lediglich 505 Euro, was nicht einmal ausreicht, um den Bedarf an Ersatzinvestitionen zu decken. Die Zustände dort werden als geradezu desolat geschildert. Es wird angedeutet, dass dieser Missbrauch verfassungsrechtlich höchst problematisch ist.
In der Ursprungsfassung des Berichts waren gemäss WELT übrigens noch viel härtere Formulierungen enthalten – bevor er durch die Weichspülanlage des für den “Aufbau Ost” zuständigen Verkehrsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) ging.
Edmund, es wird Zeit für den Gang nach Karlsruhe.
Environmental performance index: Measuring the Unmeasurable
In der letzten Woche konnten wir in deutschen Medien Schlagzeilen lesen wie “Deutschland floppt” (TAZ), “Costa Rica schlägt Deutschland“ (SPIEGEL online) oder “Deutschland kein Umweltparadies” (Die Welt). Hintergrund war eine neue Studie der Universitäten von Yale und Columbia, mit der ein Umweltranking von 133 Ländern versucht werden sollte.
Ich habe mir diese Studie einmal etwas genauer angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass im Environmental Performance Index (EPI) Dinge gemessen werden, die sich eigentlich gar nicht messen lassen. Schlimmer noch: Es werden Sachen verglichen, die man schlichtweg nicht vergleichen kann.
Jedenfalls ist daraus dann ein Zeitungskommentar geworden, der heute in der Washington Times unter dem Titel “Measuring the Unmeasurable” steht. Ein Auszug:
Lord Tebbit über David ‘Pol Pot’ Cameron
Seine größten Feinde findet man ja meistens in der eigenen Partei. Die britischen Tories sind da keine Ausnahme. Nachdem ihr neuer Chef David Cameron seit zwei Monaten dabei ist, seine Partei irgendwo in der Mitte zu positionieren – ob links, rechts, über oder unter New Labour sei einmal dahingestellt – regt sich nun Kritik bei den wenigen noch verbliebenen Anhängern des Thatcherismus.
Lord Norman Tebbit, ein langjähriger Freund und Unterstützer von Lady Thatcher, hat sich in der ihm eigenen offenen Art zu Wort gemeldet. Der Daily Telegraph berichtet, Lord Tebbit werde morgen eine Rede halten, in der er David Cameron ausgerechnet mit dem kambodschanischen Diktator Pol Pot vergleicht, da er wie jener bestrebt sei, bestimmte Dinge aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen – in Camerons Fall eben die Erinnerung an den Thatcherismus.
Dänische Blogs und Online-Zeitungen von Islamisten attackiert

In meinem Beitrag Die Freiheit von Jyllands-Posten ist auch meine Freiheit habe ich über die islamistische Kampagne gegen die Veröffentlichung ungenehmer Karikaturen in der dänischen Presse geschrieben.
Steen vom Kopenhagener Webblog Danske øjne på svenske forhold (was auch immer das heissen mag – Statler, könnt Ihr mal Euren Koch fragen? :)) hat mir nun geschrieben, dass heute die Online-Angebote von vier dänischen Zeitungen wegen DOS-Attacken zeitweilig nicht erreichbar waren. Das grösste dänische Weblog Uriasposten.net wurde gehackt, wie sich die Islamisten brüsten – siehe Screenshot oben. Im Moment ist das Blog down.
Freedom on the Dschihadi Way …
M.E.T.
Leider ist in letzter Zeit die Berichterstattung über Behördenwillkür, Machtanmassung, bürokratische Inkompetenz und Verschwendung von Steuergeldern in diesem Weblog zu kurz gekommen. Die Kategorie Bureaucrazy könnte gut etwas Belebung vertragen.
Ich möchte daher gerne die mobile antibürokratische Eingreiftruppe (M.E.T.) reaktivieren: Sendet uns Hinweise auf den real existierenden Amtsschimmel und Bureaucrazies in Action. Wir werden berichten und bei allzu krassen Vorfällen zukünftig vielleicht auch mal die eine oder andere Nachfrage an die zuständige Behörde verfassen.
Übrigens: Für alle Mitstreiter bei der M.E.T. gibt’s eine Email-Adresse (als Weiterleitung) in der Form MeinName @antibuerokratieteam.de.
Alsharq.Blogspot
Danke an C. für den Hinweis: Das Weblog Alsharq.Blogspot, ein Projekt mehrerer Islamwissenschaft-Studenten der FU Berlin, berichtet über Nachrichten, Ereignisse und Meinungen im Nahen und Mittleren Osten, die in deutschen Medien nicht vorkommen oder sehr einseitig aus dem “euro-zentrischen” Blickwinkel dargestellt werden.
Die Autoren stellen ihrem Blog den Satz Golda Meirs Frieden wird herrschen, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen voran.
Sie finden den Link zukünftig im Navigationsmenü von Antibuerokratieteam.de unter “Blogspherre”.
Iran, Technology and Pop Culture
I’m going to show my 20,000 daily Iranian readers what Israel really looks like and how people live there. The Islamic Republic has long portrayed Israel as an evil state, with a consensual political agenda of killing every single man and woman who prays to Allah, including Iranians. I’m going to challenge that image.
Aus dem Mission Statement des iranischen Bloggers Hossein Derakhshan aka Hoder zu seiner Reise durch Israel: Visiting Israel, breaking a major taboo.
Eine Provokation für das Mullah-Regime. Er geht dabei das Risiko ein, nicht mehr in den Iran einreisen zu dürfen. Hoder schreibt in seinem Weblog Editor: Myself – A weblog on Iran, technology and pop culture live über die Reise. (Via [martin-hagen.de])
Sunday news on a small island
Kann man den ‘British mindset’ besser erfassen als mit einer Zusammenstellung von ein paar Artikeln aus Sunday Times und Sunday Telegraph? Ein Blick in die Presse lässt jedenfalls erahnen, was die Briten wirklich im Innersten bewegt.
Da wäre zunächst die wahrlich schockierende Nachricht, dass Prince Charles mit einer langen königlichen Tradition gebrochen hat. Thronfolger kauften ihre Anzüge nämlich seit Ewigkeiten bei den exklusiven Schneidern in der Saville Row, und zwar zum Stückpreis von etwa 4.000 Pfund. Doch jetzt müssen wir im Telegraph lesen:
Now, however, Prince Charles has shocked the world of fine tailoring by turning his back on his distinctive bespoke outfits. Instead, he has become the first heir to the throne in modern times to buy made-to-measure alternatives – at less than half the price.
Von nützlichen Katastrophen und der Totalität der Ökosysteme
Sir Crispin Tickell, der frühere britische Botschafter bei den Vereinten Nationen und jetzige Kanzler der Universität von Kent, wurde Anfang der 1980er Jahre bekannt, als er die damalige Premierministerin Margaret Thatcher von der Notwendigkeit von Maßnahmen zum Klimaschutz überzeugte. Dass ihm dies nicht besonders schwer fiel, mag allerdings weniger an Sir Crispins Argumenten gelegen haben als daran, dass der Klimaschutz gut in Margaret Thatchers politisches Gesamtkonzept passte. Sie war nämlich gerade dabei, die britischen Kohlezechen zu schließen. Da traf es sich gut, dass Kohle nun auch aus umweltpolitischen Gründen als Auslaufmodell dargestellt werden konnte.
Seeadler, geschreddert
Die Königliche Gesellschaft zum Schutz der Vögel ist besorgt: Laut einem Bericht in der heutigen Times fielen vier Seeadler den Windrädern vor der norwegischen Küste zum Opfer. Die Obduktion der Tiere führte dabei zu folgendem Ergebnis:
Two had been sliced in half, apparently by a turbine blade. Post-mortem examinations, however, attributed the birds’ deaths to multiple trauma caused by a heavy blow.
Britische Vogeschützer sind nun besorgt, dass auch hierzulande mehr und mehr seltene Vögel in den neuen, riesigen Windkraftanlagen geschreddert werden. So wird ein schottischer Vogelfreund zitiert:
“The news from Norway is of great concern to us. If white-tailed eagles have died because of wind-turbine collisions, there are major implications for our own eagle populations here in Scotland. We are campaigning hard against the proposed 234-turbine wind farm on north Lewis partly because of the great danger it poses to Scotland’s eagles.”
Finden Sie den Fehler!
Suchbild – finden Sie den Fehler im SPON-Screenshot!
Klares Votum der Palästinenser
Die Hamas hat eigentlich nur eine Ideologie. Die Ideologie ist die Zerstörung des Staates Israel So der ehemalige israelische Botschafter in den USA, Salman Schoval, gemäss FAZ zum Wahlsieg dieser undemokratischen, terroristischen Partei.
Die Palästinenser haben ein Votum abgegeben, wie es klarer nicht sein könnte:
Gegen Verhandlungen, gegen den Frieden.
Und gegen weitere Finanzierung des Terrors durch die EU.
Mittel stoppen! Jetzt!
Die Freiheit von Jyllands-Posten ist auch meine Freiheit
Die Kollegen von Gegenstimme und Politically Incorrect rufen zur Solidarität mit der der Zeitung Jyllands-Posten auf:
Wegen einiger in dem auflagenstärksten Blatt Dänemarks erschienener Karikaturen Mohammeds wurde die Zeitung in einer beispiellosen Kampagne (nicht nur) von Islamisten unter Druck gesetzt. Die Jugendorganisation der Islamofaschisten von “Jamaat-e-Islami” lobte gar ein Kopfgeld zur Ermordung der Journalisten aus. Ein ausführlicher Artikel zu den Hintergründen erschien in der Welt.
Wer dieses Blog kennt weiss meine Antwort:
Hier die 12 Karikaturen auf Antibuerokratieteam.de.
House of Lords oder Bundesrat?
Das britische Regierungssystem ist durchzogen von lauter Merkwürdigkeiten, die sich nur verstehen lassen, wenn man mit inzwischen fast einem Jahrtausend britischer Geschichte vertraut ist. Seitdem Wilhelm der Eroberer im Jahre 1066 an den Stränden von Sussex landete und seinen Kontrahenten Harold in der Schlacht von Hastings besiegte, ist England nicht mehr von fremden Mächten bezwungen worden. Die Spanier haben es versucht und sind genauso gescheitert wie nach ihnen Napoleon und später Hitler. Und weil England eben eine so lange und im Wesentlichen ungebrochene staatliche Kontinuität hat, konnten sich hierzulande Institutionen herausbilden und erhalten, die es so nirgendwo mehr auf dem europäischen Kontinent gibt.
Identitätsgeschwätz
Die niederländische Ministerin Rita Verdonk fordert, Niederländisch zur Pflichtsprache auf öffentlichen Strassen und Plätzen zu erheben. Viele niederländische Bürger fühlten sich unwohl, wenn sie unterwegs nur andere Sprachen hörten wird sie von der TAZ zitiert.
An der der Berliner Herbert-Hoover-Realschule wird mit Unterstützung des Bildungssenators Klaus Böger (SPD) Deutsch per Schulordnung auf dem gesamten Schulgelände eingeführt – um die Integration zu fördern, wie die Förderer des sprachenreinen Pausenhofes meinen. Und auch sonst flammen immer öfter Debatten um eine “Leitkultur” oder einen “Wertekanon” auf, die Einwanderern auf dem Verordnungswege nahezubringen seien. Über ein Beispiel aus dem Schwäbischen habe ich erst kürzlich geschrieben.
Komm, lass uns Boo-Boo machen
Im Vorübergehen: während Jean Remy von Matt treffende Worte der Entschuldigung an die Kleinbloggersheimer drechselt, bestätigt Don Rainer von Meyer mit seinem Kommentar hierzu neuerlich dessen Schlagwort von den Weblogs, den Klowänden des Internets:
So ein Wicht. Bäh. Eklig. Schleimig wie das, was man im Abflussrohr findet.
Da suchen der Don und seine Freunde also immer.
Dass dabei nicht mehr herauskommt als schon einmal Verdautes, bemerken allerdings inzwischen sogar die Kumpels von Telepolis: Dotcomtod Revolutions – “Facing the New Watchblog”. Komm, lass uns Boo-Boo machen. Falls sich nicht genügend exitorientierte Meldungen in der New Economy finden, vielleicht eine kleine Zielgruppenkorrektur? Wär wenigstens was Neues. Du bist Don Alphonso. Du langweilst.
About
Um gefährliche Verwechslungen mit Mitbewerbern auf dem Markt der Eitelkeiten Weblogs zu vermeiden – sind wir nun zuviel oder zuwenig liberal, ganz viel, sehr viel weniger oder gar nie nicht libertär, neodingsbums, lechts, rinks, oder was auch immer – gibt’s ab sofort unter About eine neue Beschriftung für Ihre Schublade “Antibuerokratieteam.de”, sowie einige Autoren-Infos für zielgenauere Beschimpfungen. Stay tuned!
El Presidente de la Cocaína
Der Kokabauer Evo Morales wurde gestern als Präsident Boliviens vereidigt. Über tausend Journalisten wollten die Party sehen. Kann mir schon vorstellen, warum :P
Überlegungen zum libertären Noninterventionismus (Update)
Bei sich zuhause sieht er zwar schon durch die allgemeine Schulpflicht seine elementarsten Menschenrechte verletzt und schreit Zeter und Mordio, wenn die Regierung in einem Akt staatlicher Willkür und organisierter Kleptomanie Einkommenssteuern erhebt. Jenseits der eigenen Grenzen aber mag er sich kein Urteil anmassen, wenn Menschen aufgrund ihrer Rasse, Religion oder politischen Überzeugung eingesperrt, gefoltert und ermordet werden..
Martin S. Hagen in einem lesenswerten Beitrag im FDOG-Blog zu den Grundirrtümern des libertären Noninterventionismus. D’accord Martin! Bleibt hinzuzufügen, dass es durchaus auch “libertarian Falcons” wie Eric S. Raymond in USA oder den Autor dieser Zeilen gibt.
Ihr vs. die (*gulp!*): Update, 22.01.06 – Harry Liepelt setzt sich auf Euroneuzeit unter dem Titel Liberalismusstreit mit der meiner Auffassung nach in der Tat platten, arroganten und streckenweise bösartigen Replik von Michael Kastner zum o.g. Text von Martin Hagen auseinander. Und kommt dabei nicht weniger pauschalisierend und undifferenziert daher (dafür aber wenigstens mit einigen Links auf liberale Quellen).
Das beschränkte Eigentum an Kunstwerken
In einigen wenigen britischen Zeitungen und Fernsehsendern wurde in dieser Woche am Rande darüber berichtet, dass in diesen Tagen eine EU-Richtlinie über den Kunstmarkt aus dem Jahr 2001 in Kraft trete. Und auch wenn dieses Thema anscheinend kaum jemanden auf der Insel wirklich zu interessieren scheint – außer vielleicht die Tatsache, dass die Regierung entgegen früheren Versicherungen auf ein Brüsseler Zugeständnis an London verzichtet hat – so scheint es sich doch um eine aus prinzipiellen Gründen spannende Angelegenheit zu handeln.
Worum geht es also? Künstler der Bildenden Kunst (z. B. Maler, Bildhauer, usw.) bzw. zukünftig auch deren Erben sollen beim Weiterverkauf ihrer Kunstwerke eine Gebühr als Prozentsatz des Verkauftspreises erhalten – und zwar gesetzlich vorgeschrieben und vom Verkäufer zu überweisen.
Von den Weblogs, den Klowänden des Internets
Im Moment tobt wieder eine kleine Bloggmobbingkampagne: Jean-Remy von Matt, der Initator der saudummen Du-bist-Deutschland-Aktion, hatte in einer Rundmail ein wenig darüber gejammert, dass die bösen Blogger, die fiesen Werbekollegen und die gemeinen Journalisten seine schöne Initiative – von der er doch selbst immer noch berührt bis ergriffen sei – einfach so miesmachen, anstatt sich zu bedanken (was ihm schon seine Mutter beigebracht hätte).
Die Sorte Email also, die einem bei nochmaligem Lesen peinlich ist. Was aber auch nichts mehr bringt, weil sich inzwischen irgendso ein Mistkerl Blogger erdreistet hat, ungefragt seine Meinung abzusondern und das zu veröffentlichen.
Mehr hier und noch mehr Links hier- lustig!
P.S.: wirklich grossartig ist aber die Charakterisierung von den Weblogs, den Klowänden des Internets in seiner Mail – es ergeben sich hier schöne Türbeschriftungsmöglichkeiten für die entsprechenden Etablissements:
Webers politische Inkontinenz – Bahnhofsklo Köln …
Nixxer-Nixxon – Firmentoilette einer Frankfurter Werbeagentur …
Don Alphonso – Kultursubventioniertes Münchner Szenelokal …
… :P
Für die Kaufhaus-Flatrate!
Ladendiebstahl ist ein wirkliches Problem: trotz teurer Schutzmassnahmen in Höhe von mehr als 900 Mio. € im Jahr 2004 für den Einzelhandel nicht wirklich in den Griff zu bekommen. Die Diebe werden immer geschickter und ein echtes gesellschaftliches Problembewusstsein ist ebenfalls nicht vorhanden. Darüber hinaus verführt die Entwicklung immer raffinierterer Videoüberwachungsanlagen pervertierte Abteilungsleiter dazu, Damenumkleidekabinen auszuspionieren. Auch Misshandlungen durch übereifrige Kaufhausdetektive sollen schon öfter vorgekommen sein. Und nicht zuletzt: Junge Ladendiebe werden einfach so aus Kapitalinteresse kriminalisiert, ihr Recht auf expropriatorische Selbstbestimmung mit Füssen getreten!
Eine Initiative namens Fairthefting hat jetzt mit der Kaufhaus-Flatrate die Lösung gefunden: Kleindiebstähle werden pauschal (oder eventuell nach Grösse des mitgeführten Einkaufswagens) von allen Kaufhausbesuchern abgegolten. Sie sind nicht mehr strafbar, solange die erbeuteten Güter lediglich privat genutzt oder nichtkommerziell getauscht werden. Mit den eingenommenen Geldern ergäben sich dann im Übrigen hervorragende Interventionsmöglichkeiten zur Förderung mittelloser Tante-Emma-Läden und 3.Welt-Initiativen gegenüber den profitgierigen Discounter-Konzernen. Eine bestechende Idee, meinen Sie nicht auch?
Nur die FDP und ihr ladendiebstahlspolitischer Experte Hans-Joachim Otto schiessen natürlich wieder einmal quer und lehnen die “Flatrate” strikt ab. Was sollte man von diesen neoliberalen Kapitalistenknechten auch anderes erwarten, als sich für die Freiheit zum Abkassieren durch raffgierige Kaufhauseigentümer einzusetzen, fragt sich die Grüne Freiheit.
Solidaritätsadresse unter Freunden …
… an den Kampf der freiheitsliebenden Araber, vor allem in Palaestina:

Danke an Thomas P. Reitz für den Hinweis auf dieses wirklich aufschlussreiche historische Dokument auf der Seite photospalestine.free.fr!
Der eigentliche Skandal
Sicher liegt FDP-Generalsekretär Dirk Niebel richtig, wenn er Aufklärung bezüglich der Zusammenarbeit der BND-Vertreter mit ihren Kollegen vom amerikanischen Auslandsgeheimdienst Defense Intelligence Agency (DIA) während des Irak-Krieges fordert: schliesslich geht es nicht an, wie offensichtlich geschehen, die zuständigen Kontrollgremien zu umgehen. Und auch dem bayrischen FDP-Politiker Max Stadler ist zuzustimmen, wenn er dies als weiteres Beispiel für ein unglaubliches Auseinanderklaffen zwischen der tatsächlichen Außenpolitik der rot-grünen Bundesregierung und deren öffentlichem Verhalten charakterisiert.
Ich erlaube mir aber anzumerken (bevor es völlig aus dem Blickfeld gerät): der eigentliche Skandal bestand nicht in der – lebenrettenden – Kooperation mit der US-Armee zum schnellstmöglichen Sturz des Baath-Regimes, sondern darin, dass die rot-grüne Regierung aus Populismus die Koalition gegen Saddam Hussein nicht offiziell unterstützt hat. Immerhin, so scheint es, hatte wenigstens insofern der Realismus im Kanzleramt gesiegt, als inoffizielle Hilfestellung zur Befreiung des Irak geleistet wurde.
Neu: Beitrags-Druckansicht auf Antibuerokratieteam.de
Unser Leser Thomas S. hat uns geschrieben, dass er gern den einen oder anderen Artikel/Beitrag ausgedruckt hätte. Herzlichen Dank für den Verbesserungsvorschlag!
Ich habe das Wordpress-Plugin WP-Print 2.01 von Lester ‘GaMerZ’ Chan installiert und “eingedeutscht”: Über den Link Druckansicht am Ende des jeweiligen Beitrages können Sie sich ab sofort eine für den Ausdruck optimierte Ansicht anzeigen lassen.
Der milchleckende Saddam-Versteher
Schon einmal etwas von George Galloway gehört? Wenn nicht, dann haben Sie erstens nichts verpasst und leben zweitens wahrscheinlich nicht in Großbritannien. Denn hier kennt ihn jeder, das enfant terrible der britischen Politik. Der frühere Labour-Abgeordnete hatte schon vor Jahren von sich Reden gemacht, als er als einer der wenigen Volksvertreter westlicher Demokratien einen regen Austausch mit Iraks Diktator Saddam Hussein führte. Dass dabei nur Gedanken ausgetauscht wurden, behauptete Galloway stets. Dass dabei auch Geld geflossen sei (und zwar an Galloway), war dagegen in einigen Zeitungen zu lesen und brachte Galloway eine Befragung durch den US-Senat ein.
Anyone who disagrees with this is a communist.
Governments should ban Linux fordert Alex Singleton im britischen libertären Weblog Samizdata.net und wirft uns warnend Linux is just an anarchy! wider die Gefahr des Open Source entgegen: To put it simply, either Linux dies – or the whole of human creativity will become a stagnant swamp. Anyone who disagrees with this is a communist.
Nach einer Schrecksekunde habe ich mich entschlossen, den Beitrag als Beispiel des britischen Humors anzusehen :P
Weitere Beiträge zum Thema Open Source und geistiges Eigentum auf Antibuerokratieteam.de:
Back to the Software-Future?
Zum Recht auf geistiges Eigentum
Staatsmonopolistischer Softwarekapitalismus
Kommunisten in der Software-Industrie
Der Traum des Ziegenmelkers
Wanderungen des Türkentums. Ein Märchen zur Senkung der türkischen Volksmoral … köstliche Satire von Gerhard Henschel in der TAZ zu Türkentum, Deutschtum und sonstigen Tum-heiten.
Orangen aus Freundesland
Die norwegische Finanzministerin Kristin Halvorsen kauft selbst keine Apfelsinen aus Israel und fordert auch den norwegischen Staat zu einem Wirtschaftsboykott gegen Produkte “Made in Israel” auf. Die Sozialistin zieht stattdessen Orangen aus Freundesland vor.
Früher hat, was Frau Halvorsen fordert, noch herzhaft “Kauft nicht beim Juden” geheißen schreibt Die Presse.com richtig dazu. (via Achse des Guten)
Noch einmal Financial Times Deutschland
Gestern hatte ich mich über den Leitartikel in der Financial Times Deutschland zum Vergleich der deutschen und der britischen Staatsquote gewundert. Heute steht ein neuer Leitartikel in der FTD, und wiederum bin ich irritiert.
Thomas Fricke, der Chefökonom der Zeitung, schreibt dort seltsame Dinge. Etwa:
Die Reichen haben es nicht einfach. Mal müssen sie mehr abgeben, dann wieder weniger. Jetzt wieder mehr. Denn: Die große Koalition plant die Reichensteuer. Dabei ist das eigentliche Problem gar nicht, ob die Höherverdienenden im Land mehr Steuern zahlen oder weniger.
Wirklich nicht? Dann können wir den Reichen ja auch locker 95 Prozent Steuern abnehmen, wenn das alles gar kein Problem ist. Dass aber von einer hohen Grenzbesteuerung des Einkommens leistungshemmende Anreize ausgehen, lernen VWL-Studenten im ersten Semester.
Aber der Artikel geht noch weiter:
Financial Times Deutschland ueber deutsche und britische Staatsquoten
Die Financial Times Deutschland hat heute einen Leitartikel, der sich mit den Staatsquoten Deutschlands und Grossbritanniens befasst. Ich kann mich ueber die dort gemachten Feststellungen nur wundern:
Deutschland dürfte 2007 sogar eine geringere Staatsquote haben als das bekennend kapitalistische Großbritannien. Während die deutsche Politik von halblinks bis rechts seit Jahren ums Sparen bemüht ist, setzt Tony Blairs New-Labour-Regierung ganz explizit auf eine Ausweitung des Staatsanteils.
Daran stimmt erstens nicht, dass Grossbritannien “bekennend kapitalistisch” ist, denn dann haette das Land wohl kaum eine Staatsquote von ueber vierzig Prozent und eine Regierung, die diese – wie der Autor des Artikels selbst sagt – auch noch steigern moechte. Zweitens ist es nicht klar, woher die FTD wissen will, dass die britische Staatsquote im Jahr 2007 hoeher als die deutsche sein wird. Nach den letzten verfuegbaren Zahlen des Statistischen Bundesamts lag die Quote im Jahr 2004 bei 43,7 Prozent in GB und bei 47,5 Prozent in Deutschland. Angesichts der fuer Deutschland beschlossenen Mehrwertsteuererhoehung und des 25 Mrd. Euro-Konjunkturprogramms ist kaum zu erwarten, dass sich an dieser Rangfolge der Staatsanteile etwas aendern wird.
Bush und Rice Klimakiller
Bush und Rice Klimakiller – jetzt erstmals durch wissenschaftliche Fakten belegt:
Gerade eben wollte ich meinen Mahagoni-Schreibtisch durch eine Marmor-Ausführung ersetzen lassen, um ein deutliches Zeichen gegen die Abholzung wehrloser Regenwälder zu setzen … und dann das!
South Park Republican
Q: I don’t know if you’ve heard about this, but there have been essays written about the concept of the “South Park Republican.”
TREY: Yeah, we have seen that. What we’re sick of — and it’s getting even worse — is: You either like Michael Moore or you wanna fuckin’ go overseas and shoot Iraqis. There can’t be a middle ground. Basically, if you think Michael Moore’s full of shit, then you are a super-Christian right-wing whatever. And we’re both just pretty middle-ground guys. We find just as many things to rip on on the left as we do on the right. People on the far left and the far right are the same exact person to us.
Don’ t Trespass the Red Line! Zum Offenen Brief an die Kanzlerin
[...] Es wäre daher schon viel gewonnen, wenn Sie, Frau Bundeskanzlerin, den Eindruck noch nachdrücklicher vermitteln würden, dass in Anbetracht des globalen Terrors die uneingeschränkte Freundschaft und das Vertrauen zu den Vereinigten Staaten von Amerika für unser Überleben unabdingbar sind. Die USA sollten von uns wieder als Freunde, Alliierte und Vertraute behandelt werden und eben nicht – wie hierzulande tagtäglich medial suggeriert – als “die eigentlich Bösen auf dieser Welt”! [...]
Diese Kernaussage aus dem im konservativen Weblog Politically Incorrect veröffentlichten Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, der auch von liberalen Blogs aus der Nachbarschaft des Antibürokratieteams wie Statler und Waldorf oder den Freunden der offenen Gesellschaft unterzeichnet wurde, unterstütze ich vorbehaltlos. Antibuerokratieteam.de wendet sich gegen den antiamerikanischen Mainstream in diesem Land. Es ist nötig, gegen die Bedrohung durch den islamofaschistischen Terror entschieden vorzugehen. Das Engagement der USA und ihrer Alliierten im Irak war und ist meiner Auffassung nach richtig und angebracht.
Die Unterzeichner des Aufrufes gehen allerdings in ihrer Unterstützung der aktuellen Politik der amerikanischen Administration weiter, als ich ihnen folgen kann: den Patriot Act, sowie andere Freiheitsbeschränkungen und Akte staatlicher Anmassung, kritisiere ich ebenso wie amerikanische Libertäre, z.B. vom CATO Institut.
Der offene Brief bezieht sich darüber hinaus im Untertitel ausdrücklich auf die Meinung von Frau Merkel zu Guantanamo. Meine Auffassung zu diesem Sonderlager habe ich vor kurzem hier geäussert: ich bin mit der Kanzlerin einer Meinung, wenn sie sagt, diese Haftanstalt sollte so nicht weitergeführt werden. Und, um es ganz deutlich auszusprechen: wenn im Namen des Kampfes gegen die islamistische Bedrohung und durch Anti-Terror-Massnahmen rote Linien in Richtung weiterer Einschränkungen verfassungsgemäss garantierter Rechte verschoben werden sollen, gleich ob in Deutschland, USA oder anderswo, wird auf Antibuerokratieteam.de weiterhin scharfe Kritik daran formuliert werden.
Oliver, Co-Autor in diesem Weblog, hat mir geschrieben: Ich wuensche mir ein freundschaftliches Verhaeltnis zu den Amerikanern: Dass man sich kritisieren kann, ohne sich dabei hochmoralisch zu belehren. Dass man voneinander lernen kann, ohne sich selbst dabei stets als ueberlegen zu empfinden. Dass man auch – gerade als Deutscher – dankbar dafuer ist, was Amerika und die Amerikaner fuer Deutschland getan haben und immer noch tun. That’s it! Es wäre schön, wenn in dem Aufruf von Stefan Herre Sätze wie dieser formuliert worden wären – leider verliert er sich aber viel zu oft in undifferenziertem Pathos.
Und, meine geschätzten Blogger-Kollegen, ich erlaube mir auch, einer Aussage zu widersprechen, die schlicht falsch ist: nicht die Amerikaner haben Ostdeutschland von Stacheldraht und Mauer befreit. Das marode SED-Regime implodierte von selbst – den Todesstoss versetzte dieser Diktatur deutscher Sozialisten eine prokapitalistische Massenbewegung. Unseren amerikanischen Freunden ist dafür zu danken, dass sie der Wiedervereinigung nichts in den Weg gestellt haben.
Du bist Don Alphonso!
Du bist Don Alphonso!
Ein herzliches Vergeltsgott an unseren Mitarbeiter von den A’Team Donwatcher Forces für den Link *muhahahaaaa*
Liberalismus und Dogmatismus sind unvereinbar
Es lebe der Objektivismus-Randismus und seine Lehre ist allmächtig, weil sie wahr ist …
Warum mir nur dieser Satz als Abwandlung alter SED-Parteitagssprüche einfällt, angesichts von apodiktischen Parolen im Stil von Kapitalismus und Religion sind unvereinbar im Kapitalismus-Magazin?
Damit wir uns nicht missverstehen: Es ist richtig und wichtig, religiöse Fundamentalisten jeglicher Coleur zu kritisieren, sobald sie sich anmassen, sich in die private Lebensgestaltung anderer Menschen einzumischen oder – wie die Kreationisten – versuchen, Wissenschaft durch Voodoo zu ersetzen. Rationales Denken und Glauben sind grundlegend voneinander zu unterscheiden. Müssen sich aber keineswegs ausschliessen.
Oder war Albert Einstein etwa ein schlechter Wissenschaftler, weil er die Würfel lieber seinen Kollegen überlassen wollte?
Der Hinweis, dass die christlichen Kirchen erst durch die Aufklärung, wenigstens bis zu einem gewissen Grad, gezwungen werden konnten, sich aus anderer Leute Angelegenheiten herauszuhalten ist ebenso korrekt (eine Katharsis, die der Islam noch vor sich hat).
Ja, ich gönne sogar jedem Anhänger der amerikanischen “Radikalen für den Kapitalismus” Ayn Rand sein Überlegenheitsgefühl über oberflächliche Rituale ausübende Gläubige, wenn es ihm denn etwas für seine persönliche Weiterentwicklung bringt und zu seelischer Ausgeglichenheit führt – auch wenn in der Formulierung schon eine gewisse Chuzpe steckt.
Aber, werte Objektivisten-Randisten, dies von einem Ungläubigen (in jeder Hinsicht): wenn eine Person frei entscheidet zu glauben, dann geht Euch das für’n Teufel was an, solange sie ihr Weihwasser nicht auf Eurem Teppich verschüttet!
Choices.li – Free to Choose
Free to Choose – unter diesem programmatischen Titel stellt Rahim Taghizadegan, der Gründer des radikal-liberalen Portals liberty ideas (ehemals liberalismus.at), einem der “Urgesteine” unter den liberalen Websites, sein neuestes Projekt vor. Aus dem Mission Statement:
Heute wurde eine neue Internet-Plattform lanciert, die sich der “liberalen Praxis” widmet, allerdings nicht ideologisch daherkommt und auch (Noch-)Nicht-Liberalen Lust auf Freiheit machen soll (und ganz nebenbei dem Leviathan das Wasser abgraben): www.choices.li – die Seite deckt sämtliche Lebensfragen ab – von Steuervermeidung bis Auswanderung, von Homeschooling bis Gesundheitstourismus, von Unternehmertips bis Selbstverteidigung, von Lebenskunst bis Privatsphäre u.v.m.
Zu jedem der 9 Ressorts bietet choices.li aktuelle Nachrichten, porträtiert hilfreiche Services, sammelt einschlägige Links und stellt weiterführende Literatur vor. Darüber hinaus ist ein Diskussionsforum für Lebensunternehmer installiert und für Fachbeiträge gibt’s Gold(!). Ab sofort in der Linkliste von Antibuerokratieteam.de unter “weitere Ressourcen” zu finden. Viel Erfolg Rahim!
Aufruf von Stefanolix
[...] Ich sehe das auch deshalb nicht entspannt, weil die sogenannten A-Klasse-Blogger inzwischen eine hohe Reichweite haben. Sie müssen deshalb auch eine publizistische Verantwortung übernehmen. Wenn dort Gewaltsprache und Gewaltphantasien verbreitet werden (und das kann man ja wirklich nicht übersehen), dann betrachte ich das als ein sehr gefährliches Spiel. Gewaltsprache und Gewaltsymbole sind auf beiden Seiten inakzeptabel. Es gibt in den Auswirkungen überhaupt keinen Unterschied. Es gibt auch überhaupt keine Entschuldigung dafür. Schon gar nicht: “Ich stehe auf der Seite der Guten, also darf ich beliebig gegen Personen mit einer anderen Meinung hetzen”.
Ich schließe mich Deinen Worten an und rufe alle, die das hier lesen, zu einer gewaltfreien Diskussion auf. Lasst Euch nicht provozieren. Schreibt über Eure eigenen Werte, nicht gegen die Personen auf der anderen Seite der Front.[...]
Danke stefanolix! Ich schliesse mich Deinem Kommentar im Thread Zensur bei Blogbar.de vollumfänglich an. Und ich betone ausdrücklich: dies gilt nicht nur in Bezug auf die Fäkalsprache von Kommentatoren à la Che2001 (der sein Weblog bezeichnenderweise Warlog nennt) in Don Alphonsos Rebellmarkt oder Volksverhetzendes von Herrn Weber*. Sondern auch in Hinsicht auf den einen oder anderen “Kämpfer wider den Islamismus”, der die Kommentarfunktionen konservativer Weblogs wie Fakten und Fiktionen oder Politically Incorrect nutzt, um seine xenophoben Ressentiments zu pflegen, anstatt sich die Mühe zu machen, politisch gegen den Islamofaschismus, deutsche Wegseher und Terrorunterstützer zu argumentieren.
Achim Hecht
P.S.: *Der Blogger Dr. Dean hat mich kritisiert, dass ich den Urheber des Trollblogs Politisch Inkompetent “geoutet” habe. Sorry, Sir: das Internet ist nicht anonym. Und das ist gut so, angesichts von Typen, die es als “Humor” ansehen, jüdischen Journalisten Feuerzeug-Gas schicken zu wollen oder drohen, Abschusslisten von islamkritischen Bloggern an Islamisten zu senden.
Charles Kennedy zurückgetreten
Vor drei Tagen berichtete ich an dieser Stelle davon, dass Charles Kennedy, der Chef der oppositionellen Liberal Democrats, öffentlich ein Alkoholproblem eingeräumt hat und daraufhin die Mitglieder seiner Partei über den Vositzenden abstimmen lassen wollte. Gestern Nachmittag ist Charles Kennedy nun von seinem Amt als LibDem-Leader zurückgetreten, und zwar mit sofortiger Wirkung.
Was war geschehen? Kennedy hatte offenbar gehofft, dass er durch das öffentliche Eingeständnis seiner Krankheit und die direkte Befragung der Mitglieder, bei denen er nach wie vor große Sympathien genießt, im Amt verbleiben könne. Dabei hatte er aber den Unmut der Abgeordnetenkollegen über seine Amtsführung unterschätzt.
Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn
Der Neurobiologe Gerald Hüther, der auf der gerade abgeschlossenen Klausurtagung der CDU in Mainz referierte, hat den Unions-Granden ein ganz besonders nützliches Geschenk überreicht: Sein Buch Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn.
Dann kann ja nichts mehr schiefgehen bei den nächsten Wahlen ;)
(via Küchenkabinett)
Köter
Stefanolix hat schon darauf hingewiesen: die Sprachwahl des Rainer Meyer aka Don Alphonso aka Berliner Büroleiter des Aufbau tendiert stark in Richtung LTI in letzter Zeit (so traurig und bestürzend dies ist – bisher habe ich Herrn Meyer zwar nicht unbedingt als Blogger, zumindest aber als Journalisten für seriös gehalten).
Wahrscheinlich ist Don Meyer stinkend sauer, weil ich sein kleines schmutziges Hobby Don Alphonso für die Blogsphere aufgedeckt habe?
Mit Begriffen wie “Hardcore”, “Nackte Haut” etc. generiert sich der Profi dann Traffic. Und Fussvolk wie Che2001 (sic!) findet als Kommentator im Rebellmarkt die treffenden (unzensierten) faschistoiden Sprüche: Einen Neocon mit einer Eisenstange im Arsch, nennt man das nicht einen Bamberger Reiter. Mmmmhh … lecker! Da outet sich eine “Szene” selbst. Disgusting.
Mit Palästinensertuch und Che-Guevara-T-Shirt …
… marschieren die modernen Nazis gegen “US-Imperialismus”, Kapitalismus, Globalisierung und für die “nationale Revolution”. Tobias Kaufmann von der Achse des Guten in seiner Buchempfehlung in der Welt dazu: Es gibt ein paar Bücher, die man unbedingt gelesen haben sollte. Manche sind wunderschön, andere witzig oder haben die Welt verändert. “Moderne Nazis” ist weder schön noch witzig. Es ist notwendig.
Zensur bei Blogbar.de
Don Alphonso aka Rainer Meyer, selbsternannter “Vorreiter der Weblogszene”, der das Weblog Rebellen ohne Markt betreibt und im Autoren-Weblog BLOGS! eine Kampagne wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen gestartet hat, mit der er konservative Blogger (die er als Neoconnards beschimpft) mundtot machen will, zensiert kritische Kommentare inzwischen nicht nur im Rebellmarkt, sondern auch bei BLOGS!, für das er unter der Domain Blogbar.de als (Mit-)Herausgeber fungiert:
Der Trollblogger Daniel Weber aus dem Don Alphonso sekundierenden Pöbel-Umfeld – er betreibt eine Seite mit der programmatischen Bezeichnung politisch inkompetent – hatte behauptet, von einem der von ihm so titulierten Neoconazis als Skriptkiddiearschlochnazi “beleidigt” worden zu sein.
Da sich dieser Vorwurf offensichtlich auf einen Beitrag in Antibuerokratieteam.de bezog, hatte ich den Link auf den Beitrag Skriptkiddiearschlochnazi? in dem ich vor einiger Zeit auf die menschenverachtende Terminologie des Herrn Weber und dessen Manipulationsversuche am Layout eines Weblogs hingewiesen habe, zur Information als Kommentar auf BLOGS! veröffentlicht. Don Alphonsos Zensurbegründung: Ich habe einen Kommentar eines “liberalen” Bloggers gelöscht. Und ich hoffe, dass sich diese Person in Zukunft hier jeder weiteren Äusserung enthält. Das hier ist kein Werbeblog für derartige Figuren.
Liberal Democrats vor Richtungsentscheidung
Laut einer Suche bei Google News haben in der deutschsprachigen Presse lediglich einige Schweizer Tageszeitungen von dem derzeitigen Top-Thema der britischen Innenpolitik berichtet. Also werde ich das hier einmal nachholen: Charles Kennedy, der Chef der oppositionellen Liberal Democrats, hatte gestern in einer Pressekonferenz eingeräumt, ein Alkohlproblem (gehabt) zu haben. Gleichzeitig kündigte er an, die Mitglieder zu befragen, wer künftig die Partei führen soll.
Herr Lehrer! Herr Leeeehhhrrer!!
Der hat abgeschrieben! Ehrlich! Und er sagt immer so komische Sachen zu mir – Denunziant und so. Und er mag Gudrun! Genauso wie Stefan (der knutscht sogar mit Condolezza!!!). Herr Lehrer! Herr Leeeehhhrrer!! Kriegen die jetzt ‘ne Sechs und ‘ne Abmahnung?! Bitte!!! Weil, mein Papa haut mich doch immer, wenn ich, Don Alphonso aka Rainer Meyer, nicht der Beste bin. Bitte! Aber verraten Sie nicht meinen Namen.
Manchester-Liberalismus
Im neuen Weblog von Stefanolix findet gerade eine interessante Debatte über den Liberalismus – und darüber, inwieweit der sogenannte Linksliberalismus tatsächlich als liberale (oder doch nicht eher sozialdemokratische) Denkrichtung zu verstehen ist – statt.
Aus der “linksliberalen” Ecke werden klassische liberale Ansätze oft als “sozial rücksichtlos” oder “Politik gegen Schwache” denunziert und dazu gern das Schlagwort von den Manchester-Liberalen bemüht. Dass diese Darstellung des Manchestertums schlicht eine – bewusste oder unbewusste – Verleumdung darstellt und die Tatsachen ins Gegenteil verkehrt, hat Richard Herzinger schon vor längerem in der ZEIT aufgezeigt: Gerecht ist nur die Freiheit.
Update 05.01.06, 17:35
Unter dem Titel Der Manchesterliberalismus – Eine Ehrenrettung hat heute der Polemiker eine ebenfalls lesenswerte Auseinandersetzung mit dieser sozialpolitischen Bewegung veröffentlicht.
Keine Genesungswünsche von Avnery
Arafat G’spusi Uri Avnery (Bild links von “viva.palestyna.pl” – siehe auch hier) kann es offensichtlich kaum erwarten und veröffentlicht im Spiegel als Co-Autor einen Beitrag zu dem um sein Leben kämpfenden israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, der fast wie ein – bösartiger – Nachruf klingt.
Ich schliesse mich den Genesungswünschen von Martin Hagen für Arik an.
Orangenschokoladenangebotsverhinderungspartei
Seit einigen Wochen haben die britischen Konservativen einen neuen Chef und zwar den noch vergleichsweise jungen Abgeordneten David Cameron – wegen seiner von ihm selbst zelebrierten Ähnlichkeit mit dem Premierminister auch häufig “Tory Blair” genannt. Cameron hat alles, was man als Oppositionsführer braucht: PR-Erfahrung, eine verbraucht wirkende Regierung und eine Medienlandschaft, die aus dem foto- und telegenen Cameron innerhalb weniger Wochen einen Popstar gemacht hat. Dass der sich dann mit Bob Geldof – sorry – Sir Bob Geldof auch noch einen richtigen Popstar (oder sollen wir sagen: einen ehemaligen Popstar?) als Berater ins Boot geholt hat, rundet die Sache vortrefflich ab.
Nur ein Problem gibt es dann doch noch für Cameron, er hat nämlich, bei Lichte betrachtet, kaum ein politisches Programm anzubieten. Statt dessen versucht er vor allem, authentisch zu wirken. Aber das ist genau das Problem: Wenn man versucht, authentisch zu wirken, ist man es nämlich gerade nicht.
London Calling
London calling to the faraway towns … unter dieser Kategorie, deren Titel vom Kultsong London Calling der britischen Punk-Band The Clash inspiriert ist, wird in Zukunft Dr. Oliver Marc Hartwich das Antibuerokratieam als weiterer Autor – neben mir und Sascha Tamm, der hier seine IUF weekly comments (leider nicht immer wöchentlich) veröffentlicht – verstärken.
In unregelmässigen Abständen wird Oliver M.H. (so der Autoren-Nick), der in London lebt und arbeitet, dieses Weblog mit kurzen Comments, Informationen und Libertarian Gossip von der Insel, sowie Medienkritik und Literaturhinweisen aus Sicht eines Deutschen in GB bereichern.
Let’s go: Herzlich willkommen Oliver!
Nicht nur ein Gschmäckle von Sonderrecht
Wie kommt man bei Wahlen sehr effektiv an die Stimmen der grossen und oft wahlentscheidenden Wählergruppe der deutschen Stammtischbesatzungen?
Richtig: mit populistischen Aktionen und einfach strukturierten Parolen, die zwar nicht wirklich etwas bringen, dafür aber xenophobe Emotionen bedienen. Die – am Widerstand auch in der Union gescheiterte – Unterschriftenliste der CDU gegen einen EU-Beitritt der Türkei im Vorfeld der Bundestagswahlen gehört in diese Kategorie (weil eine Entscheidung über den Beitritt überhaupt nicht zur Debatte stand). Oder die von Roland Koch initiierte Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft zu den hessischen Landtagswahlen 1999 (weil Landtage nun mal nicht über Staatsangehörigkeitsfragen entscheiden). Lafontaine hat mit seinem Spruch von den Fremdarbeitern ebenso wie der Heuschreckenjäger Müntefering gezeigt, dass derlei auch zum Repertoire der Linken gehört.
Am 26. März 2006 ist in Baden-Württemberg Landtagswahl.
Et voilà: das dortige Innenministerium legt einen Gesprächsleitfaden für Einbürgerungswillige vor, mit dem überprüft werden soll, ob der Antragssteller mit beiden Beinen auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehe, so die Pressesprecherin des baden-württembergischen Innenministeriums, Alice Loyson-Siemering gemäss SPON. Und zwar einen Leitfaden nicht für alle Bewerber, sondern ausschliesslich für diejenigen, die aus muslimischen Ländern kommen. Ob dieser deswegen tatsächlich diskriminierendes Sonderrecht darstellt, ist sicher diskussionswürdig, schliesslich sind die Fragen nicht obligatorisch, sondern lediglich eine Orientierungshilfe für die Beamten. Zu glauben, dass die Überprüfung die Integrationsbereitschaft in den muslimischen Parallelgesellschaften der Multikultighettos befördern könnte oder gar dem notwendigen Kampf gegen gewaltbereite Fundamentalisten und islamistische Terrornetzwerke dienlich ist, erscheint mir jedoch völlig absurd: selbstverständlich wird jeder Antragsteller mit einem IQ > 70 die erwünschten Antworten geben. Vor allem aber ist der Katalog imho mit liberalem Rechtsverständnis unvereinbar, denn hier werden Auffassungen und nicht Handlungen be- resp. verurteilt. Gesinnungsjustiz im wahrsten Sinne des Wortes!
Fazit: ein “Gschmäckle” von Sonderrecht, nicht zielführend und zutiefst illiberal – keine Massnahme zu der die baden-württembergische FDP weiterhin schweigen sollte. Auch nicht (und gerade nicht) im Wahlkampf.
McHotties Papi ist uncool
Welche Peinlichkeiten daraus entstehen können, wenn ältere Väter älter werdender Fotomodelle öffentlich ihre ersten Schritte in der Blogsphere unternehmen – Günther Klum, Manager seiner Tochter Heidi Klum, beweist es mit dem Versuch, dem Blogger Patrick Breitenbach die Nennung ihres Namens im Zusammenhang mit einer Werbekampagne für McDonalds-Klopse zu untersagen. Hier die Links zur Vorführung:
02.01.06 Die Akte Heidi und Günther K.
30.12.05 Heidiheida der Klumpfuß
30.11.04 Heidi Klum wird McHottie
Gefunden hab ich’s bei den bissigen Liberalen, die auf noch einige Beispiele mehr für die zunehmende Kampagne gegen die Meinungsfreiheit im Netz hinweisen. Auch das Maschendrahtzaungefecht des (nun Ex-)CDU-Bloggers Wilhelm SchoggoTV Entenmann, der dem virtuellen Hütchenspieler Marcel Bartels die Setzung von Links verbieten lassen will, gehört wohl in diese Kategorie.
Guantanamo: Die Obstauswahl ist irrelevant
In der SZ – sonst nicht eben Referenzquelle für differenzierte Berichterstattung zum Thema USA und Terrorbekämpfung – ist unter dem appetitanregenden Titel Frische Datteln für die Häftlinge ein Bericht von Ronald Rotunda von der George Mason School of Law in Arlington über das US-amerikanische Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba zu lesen – Tobias Kaufmann hat auf der Achse des Guten darauf hingewiesen.
Der Wissenschaftler Rotunda, der zur Zeit am Law and Economics Programme der Universität Hamburg lehrt, Guantanamo mehrmals besucht hat und unbeschränkten Zugang zu allen Teilen des Lagers genoss, rückt das Negativbild, das in deutschen Medien über die Haftbedingungen der dort Inhaftierten gezeichnet wird, zurecht. Zu immer wieder kolportierten Foltervorwürfen stellt er fest, dass die Terroristen mit derartigen Behauptungen schlicht die Anweisung im Al-Qaeda-Trainingshandbuch ausführen, stets zu behaupten, sie seien gefoltert worden.
Sabine Leutheusser-Scharrenberger, rechtspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, kritisiert nun allerdings in einer Presseerklärung diesen Bericht scharf: Rechtliche Willkür, kein Rechtsschutz für die dort Festgehaltenen, jahrelange Haft ohne jegliche Gerichtsverfahren, kein freier Zugang für Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, das Internationale Rote Kreuz und die OSZE – so benennt sie aus liberaler Sicht zentrale Kritikpunkte am Sonderlager Guantanamo , die oft hinter den Horrorstories zu angeblich unmenschlichen Haftbedingungen verschwinden. Sie fordert deshalb die Auflösung des Lagers.
Hiermit schiesst die bayrische FDP-Landesvorsitzende meines Erachtens freilich über das Ziel hinaus. Das Verwerfliche an dieser Haftanstalt ist nicht, dass die USA sich gegen den internationalen islamistischen Terrorismus mit der gebotenen Konsequenz zur Wehr setzen, sondern dass dabei elementare rechtsstaatliche Grundsätze ignoriert werden!
Rendevouz mit Fidel
Falls die Ankündigung in SPON das hält, was sie verspricht, dürfte es der erste Dokuknaller des Jahres 2006 werden: Am Freitag, den 6.Januar um 21.45 Uhr sendet die ARD die Dokumentation Rendezvous mit dem Tod.
Der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann geht darin Hinweisen nach, dass John F. Kennedy im Auftrag des kubanischen Dikators Fidel Castro ermordet wurde. Seine durch hochkarätige Zeugenaussagen und Dokumente abgesicherte Kernthese lautet: Lee Harvey Oswald wurde vom kubanischen Geheimdienst G-2 rekrutiert und erhielt während seines Aufenthaltes in Mexico-City im September 1963 den Auftrag, JFK zu erschiessen.
A guds Neu’s …
… sowie Gesundheit und persönlichen Erfolg allen Lesern von Antibuerokratieteam.de!
Ich erspare Ihnen (an dieser Stelle) lange Ankündigungen, was sich alles ändern wird, bzw. Auflistungen von Vorsätzen, die ich sowieso nicht einhalten werde. Stattdessen schliesse ich mich einfach der Drohung meines Kollegen von der Freiheitsfabrik an:
Glaubt’s mir: auch dieses Jahr werde ich labern ohne Ende. Es sei denn, mein Maulwerk wird von einem verirrten Dachziegel ermordet ;-)
--- Alle Beiträge anzeigen ---
Powered by WordPress 2.2.1 DE


antibuerokratieteam.de







