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Gimme Five

Donnerstag, 27.10.05 14:49 by jo@chim - 4 Kommentare

Nichts gegen Zapfenstreiche, so lange sie für alle Teilnehmer freiwillig sind und die Anwohner nicht gestört werden. Hier eine schöne Geschichte von einem, der sich dem staatlichen Zwangsdienst erfolgreich entzogen hat (vielleicht erzähl ich ja irgendwann auch einmal, wie ich das geschafft habe damals, ohne Musterungergebnis fünf, nur mit der puren Macht meines überlegenen Geistes ;))


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4 Kommentare »

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  1. Wie schön, dass man noch aus der selbstsüchtigsten Nummer eine Widerstandsstory basteln kann ;-)

    Aber de facto freiwillig war der Wehrdienst damals schon. Nur die Dummen und Naiven sind zur Bundeswehr oder zum Ersatzdienst gegangen, für die Cleveren und die Mutigsten aller Rebellen gab es genug Wege, das alles zu umgehen.

    Sagt ein W15er und Uffz. d. R.

    Kommentar von Rayson — 27.10.05 18:59 #

  2. Lieber Rayson: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frage was du für dein Land tun kannst. Du auch ?!? Das enttäuscht mich jetzt wirklich: sich einem staatlichen Wehr-, Arbeits- oder sonstigem Frondienst zu entziehen, hat für mich keinen negativen Beigeschmack – ist nicht selbstsüchtig, sondern selbstbewusst.
    Und wenn Du’s utilitaristisch haben willst, gerne: Eine Berufsarmee ist effektiver als eine Zwangsarmee und Zivis drücken die Löhne im Sozialbereich, schaden also denen, die davon leben müssen.
    W15er und Uffz. d. R.: War ja dann freiwillig, no Prob also …
    Gruss, Achim

    Kommentar von jo@chim — 27.10.05 19:22 #

  3. So kann man es sehen. Aber ich habe eben Schwierigkeiten damit, unreflektierte Selbstsucht mit einem bewussten Akt der Selbstbefreiung gleichzusetzen. Oder extremer gesagt: Wie sehr jemand staatlichem Herrschaftsanspruch den Stinkefinger zu zeigen vermag, zeigt sich weniger in der Vermeidung staatlich auferlegter Unannehmlichkeiten, sondern mehr in der Ablehnung staatlicher Wohltaten. Nenn es falsches Heldentum.

    Was übrigens nichts damit zu tun hat, wie ich zur Wehrpflicht generell stehe.

    P.S.: Der Uffz war überwiegend freiwillig, der W15er überwiegend (also ohne ernsthafte Versuche der Umgehung) nicht.

    Kommentar von Rayson — 27.10.05 22:04 #

  4. “Bewusster Akt der Selbstbefreiung” – nein das sehe ich nicht und der Autor doch wohl auch nicht. Woraus schliesst Du das?
    Bei mir war es die anarchische Freude, der Obrigkeit ein Schnippchen zu schlagen und dem Leviathan angemasste Hoheit über mich zu verweigern. Ok, altersbedingt auch noch mit allerlei antimilitaristischen Versatzstücken garniert, aber im Grunde unpolitisch.
    In der verlinkten Geschichte meine ich etwas von dieser Chuzpe zu erkennen.

    Kommentar von jo@chim — 27.10.05 22:43 #

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