Von hinten den Stimmzettel in den Rücken

Die schöne Karikatur oben ist von Christiane Pfohlmann und erschien Oktober 2004 im Fränkischen Tag. Sie visualisiert sehr treffend die Methodenkompetenz des – nun ehemaligen – Kreisvorsitzenden der FDP Bamberg, Matthias Kremer. Ich erlaube mir, sie heute hier zu veröffentlichen, auch wenn’s vielleicht für den einen oder anderen meiner Leser nicht so sehr interessant ist (man gönnt sich ja sonst nichts):
So lange, so tapfer, hatte er gekämpft der Kremlin. Unvergessen sein Einsatz für so grundliberale kommunalpolitische Kernforderungen wie den Bamberger Brückentaler oder sein persönliches Engagement für die Sicherheit auf FDP-Veranstaltungen.
Und dann rammt ihm eine demokratische Meute – ohne das filigrane Geflecht fein gesponnener Mauscheleien zu beachten – von hinten den Stimmzettel in den Rücken. Abgewählt ! Vom Pöbel ! It’s so bizarre.
Nur konsequent, dass Herr Matthias Kremer angesichts dieser Schande noch auf der Kreismitgliederversammlung seinen Austritt aus der FDP erklärt hat. Konsequent auch seine Aussage ich geh’ zur ÜBG – und mein Stadtratsmandat behalte ich natürlich ! Muss er schon aus Gründen der Zukunftsplanung: wie sollte er sonst an das ersehnte Pöstchen im Aufsichtsrat der Stadtsparkasse kommen ?
11 Kommentare »
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Über Bamberg geht die liberale Sonne auf !!! Allen gewählten von dieser Stelle aus herzlichen Glückwunsch, besonders Dir Wilhelm für diesen Husarenritt. Ein sonniger Tag für die liberale Sache in Bamberg. Lassen wir uns jetzt an kommenden Erfolgen messen.
Kommentar von udo — 21.07.05 06:49 #
Achim, altes Haus!
Mit großer Befriedigung und Verblüffung sehe ich auf unser Scharmützel gestern Abend in Bamberg zurück. Geht es also doch auf dem geradlinigen Weg, für den (auch) ich mich so vehement eingesetzt hatte. Schade, daß Du just bei dieser Veranstaltung nicht dabei warst.
Dir aber möchte ich das GOLDENE FLORETT MIT RUBINEN, ZU TRAGEN AM BANDE für die Formulierung Deines Satzes verleihen (ich gönne mir einfach diese Wiederholung):
“Und dann rammt ihm eine demokratische Meute – ohne das filigrane Geflecht fein gesponnener Mauscheleien zu beachten – von hinten den Stimmzettel in den Rücken.” Wow!Chapeau!
Am liebsten würde ich mir diese geniale Formulierung in Stein meißeln lassen und über meinen Schreibtisch hängen neben der gleichfalls umwerfenden Karikatur Christiane Pfohlmanns , die über Deinem heutigen Beitrag thront.
Da kam Entsatz aus einer Richtung, die Gaby Seidl und Martin Pöhner sicher nicht erwartet hatten. Vielleicht erinnert das die Beiden an Freunde vergangener Zeiten !?
Es grüßt Dich ein außerordentlich zufriedener
Liebhard
Kommentar von Dr. Liebhard Löffler — 21.07.05 11:04 #
Hab zwar nichts zum Thema beizutragen, aber ist Plenken in Bamberg üblich?
Kommentar von Rayson — 21.07.05 11:45 #
Also wenn, dann heisst das “Blenggn” bei uns hier in der oberfränkischen Provinz, lieber Rayson ;) Nevertheless: dass vor Ausrufe- bzw. Fragezeichen kein Leerzeichen soll, habe ich in der Tat noch nicht gewusst – und dabei treibe ich nun schon seit 15 Jahren mein Unwesen in den diversen Netzen. Q.e.d: Man lernt nie aus!
lg,
Kommentar von jo@chim — 21.07.05 12:01 #
Die Demokratie kann noch siegen, zumindest auf den unteren Ebenen der liberalen Partei.
Auch wenn Glück dazu gehört, vielleicht haben sich das die menschlichen und antibürokratischen Liberalen im Kreis Bamberg erarbeitet …
Über diese hauchdünne Entscheidung wird vielleicht noch länger spekuliert werden.
Und, wer in dieser Phase aus der FDP austritt macht auch seine ursprünglich eher persönlichen als politischen Ziele sehr deutlich …
Kommentar von Jobst — 21.07.05 16:35 #
Ganz ohne diabolisches Grinsen dokumentiere ich nachfolgend den FT-Beitrag zur “Causa Kremer”. Es ist ausserordentlich bedauerlich, dass einige langjährige Mitglieder Kremers Schritt mit vollzogen haben.
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22.07.2005
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Kremer verlässt die Bamberger FDP
Die Posten waren im Vorfeld verteilt, die Fronten geklärt: Die Neuwahlen im Kreisverband der Bamberger FDP hätten zum Symbol des Aufbruchs bei der Bamberger FDP werden sollen. Doch daraus wurde nichts. Statt des Schulterschlusses kam es erneut zum Eklat, an dessen Ende der bisherige Vorsitzende Matthias Kremer seinen Austritt aus der Partei erklärte.
von Michael Wehner
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Seinem Beispiel folgten bis heute Abend eine ganze Reihe von namhaften
FDP-Mitgliedern, unter ihnen die ehemalige FDP-Stadträtin Reinhild Hörmann, Andreas Hornig, Dr. Eckhard Sestak, Ulrich Hartmann, Harald Nöth und Luitpold Schuster-Wolff. Auch mit dem Weggang des langjährigen FDP-Stadtrats Ulrich F. Witschel wird in FDP-Kreisen bereits fest gerechnet.
Anlass für den Verlust von über zehn Prozent der Mitglieder der Bamberger FDP war das Ergebnis einer Stichwahl um den Posten des Stellvertretenden Vorsitzenden, in der Kremer dem Konkurrenten Wilhelm Habermann unterlag.
Anders als eine Vereinbarung zwischen den beiden Gruppierungen um Gabriele Seidl und Matthias Kremer vorsah, errang Habermann im zweiten Wahlgang im Palais Schrottenberg mit 16 von 32 Stimmen eine knappe, aber gültige Mehrheit; Folge war Kremers sofortige und schriftlich niedergelegte Austrittserklärung bei den Liberalen. ” Ich bin ausgetreten, weil Persönlichkeiten wie Wilhelm Habermann in den Kreisvorstand gewählt wurden, mit denen ich keinesfalls zusammenarbeiten kann und will. Deren Ideen und Gedankengut hat die Bamberger FDP nicht verdient”, begründete Kremer seinen Schritt.
Mit der Trennung des seit dem Jahr 2000 amtierenden FDP-Chefs von den Liberalen ist auch die Kandidatur Kremers für die Partei um den Oberbürgermeistersessel hinfällig. Für sie war Kremer fest vorgesehen. Nicht berührt vom Kremers FDP-Abschied ist sein Stadtratsmandat. Der 46-jährige Vermögensverwalter will, wie er ankündigte, weiter auf der politischen Bühne Bambergs aktiv bleiben und bezeichnete einen Beitritt zu den Freien Wählern als eine von mehreren Optionen. Mit Enttäuschung reagierten auch die bisherigen Kontrahenten Kremers auf die Trennung, die sich nach monatelangen Auseinandersetzungen zumindest formal mit ihm geeinigt hatten: “Matthias Kremer demontiert sich selbst”, sagte die neue Vorsitzende Seidl, “wenn er eine demokratische Entscheidung mit dem Austritt aus der Partei quittiert”. Matthias Kremer prophezeit dagegen der Bamberger FDP einen Niveauverlust. Seidl und ihren zweiten Stellvertreter Martin Pöhner beneide er nicht: “Sie haben sich mit dem ,Teufel` verbunden und konnten jetzt die Geister, die sie riefen, nicht mehr bändigen. “
Kommentar von jo@chim — 22.07.05 00:15 #
Und hier noch die Pressemitteilung der FDP:
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Gabriele Seidl führt die Bamberger FDP
Neue FDP-Spitze gewählt – MdB Friedrich: “Rot-Grün ablösen”
Die Bundestagskandidatin und Kreisrätin Gabriele Seidl aus Hirschaid ist neue Kreisvorsitzende der FDP in Bamberg Stadt und Land. Die 43-jährige Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin wurde am Mittwoch ohne Gegenstimme an die Spitze des größten FDP-Kreisverbandes in Oberfranken gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Matthias Kremer hatte nicht mehr kandidiert. Zu gleichberechtigten Stellvertretern wurden der selbständige Werbekaufmann Wilhelm Habermann, der JuLi-Kreisvorsitzende Martin Pöhner und der Universitätsdozent Dr. Jürgen Abel gewählt.
In ihrer Antrittsrede erklärte Seidl, die vordringlichste Aufgabe sei es, einen noch schlagkräftigeren und erfolgreichen Kreisverband zu schaffen und die derzeitige führende Stellung in Oberfranken zu sichern und auszubauen. Dies solle erreicht werden, indem man die positive Mitgliederentwicklung fortsetzt und verstärkt vor Ort aktiv wird. “Wir
als Liberale müssen Betroffenheit zeigen und den Menschen da abholen, wo er ist: am Arbeitsplatz, zu Hause, in der Schule, in den Kindergärten, in Alten- und Pflegeheimen. Heute bricht für die Bamberger FDP eine neue Ära an.” Seidl forderte jeden zur Mitwirkung auf und machte insbesondere auf den Bundestagswahlkampf aufmerksam. “Alle vier bayerischen Bundestagsabgeordneten werden uns in Bamberg einen Besuch abstatten und uns dabei unterstützen, für mehr Freiheit, mehr Mut und weniger Bürokratie und weniger Steuern beim Bürger zu werben”.
Der oberfränkische FDP-Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende MdB Horst Friedrich aus Bayreuth, der die Wahlen geleitet hatte, beglückwünschte Seidl zu ihrer Wahl und bekannte sich klar zu einer Koalition mit der CDU-CSU nach der Bundestagswahl. “Gemeinsam mit der Union wollen wir in Berlin wieder die Regierungsverantwortung übernehmen und Deutschland aus der Krise führen. Rot-Grün muss abgelöst und der Reformstau endlich beendet werden”, so Friedrich. JuLi-Kreisvorsitzender Martin Pöhner zeigte sich in seinem Grußwort überzeugt, dass die FDP für die zu erwartende Bundestagswahl am 18. September bestens aufgestellt ist und kündigte als eines der Schwerpunktthemen in Bamberg die Bildungspolitik an. “Wir wollen unter anderem die Universität durch einen dritten Standort weiter ausbauen und uns für eine Stärkung der Hauptschulen einsetzen”, so der Bildungsexperte.
Bei den weiteren Wahlen zum neuen Kreisvorstand wurde der Diplom-Ingenieur Stefan Jäger aus Bischberg zum Schriftführer gewählt. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt die gelernte Bankkauffrau Marianne Habermann aus Stegaurach. Zu weiteren Mitgliedern des Kreisvorstandes wurden Wolfgang Jans, Andreas Lang, Judith Bajorat, Jobst Giehler, Marcus Schwarz, Achim Hecht und Dr. Liebhard Löffler gewählt.
Der gebürtige Bamberger Thomas Hahn, Mitarbeiter im Thomas-Dehler-Haus,der Berliner Parteizentrale der FDP, stellte anschließend die Wahlkampagne der FDP zur Bundestagswahl vor. Unter dem Motto “Deutschland wechselt – wechseln Sie mit” wolle die FDP zu einer Aufbruchsstimmung in Deutschland beitragen. Zu diesem Zweck werde man darüber hinaus eine ganze Reihe inhaltlicher Slogans wie “Mehr FDP – mehr Freiheit” und “Mehr FDP – mehr Arbeitsplätze” in den Mittelpunkt stellen. “Damit wollen wir uns klar als die bessere inhaltliche Alternative zu Rot-Grün präsentieren”, erläuterte Hahn.
Kommentar von jo@chim — 22.07.05 00:39 #
Sehr geehrte FDP Mitglieder, liebe Freunde und Kollegen
wie dem Fränkischen Tag vom 22.7.2005 zu entnehmen war, sah ich mich gezwungen aus der Bamberger FDP auszutreten. Mit Persönlichkeiten wie Wilhelm Habermann, Achim Hecht u.a. kann ich keinesfalls zusammen arbeiten. Deren Ideen, Gedankengut und Handlungen hat die Bamberger FDP nicht verdient. Der Stil der Auseinandersetzung, der in den letzten zwei Jahren geprägt war von persönlichen Angriffen vor allem gegen mich, zunehmend aber auch gegen Herrn Ulrich F. Witschel und weitere verdiente Vorstandsmitglieder war erschreckend. Er ließ erahnen, was Menschen Menschen tun, wenn der Respekt vor der Unverletzlichkeit der Person des anderen nicht mehr bindet und Liberalität zur bloßen Floskel wird. Zusammen mit Herrn Witschel nahm ich mir das Recht, mich vor diesen Menschen zu schützen und trat schweren Herzens aus der FDP aus. Nach wenigen Tagen sind bereits über 20 % der Mitglieder ausgetreten, darunter Ulrich F. Witschel, vormals Stadtrat und Kreisvorsitzender, Reinhild Hörmann, frühere Stadträtin u. langjährige stv. Kreisvorsitzende und die gesamte Führung vergangener Jahre. Austritte: Ulrich F. u. Angelika Witschel, vormals Stadtrat und Kreisvorsitzender, Reinhild Hörmann, frühere Stadträtin u. langjährige stv. Kreisvorsitzende; Ulrich Hartmann, Dr. Eckhard Sestak beide bisherige stv. Kreisvorsitzende; Luitpold und Monika Schuster-Wolff , bisheriger Schatzmeister bzw. langjährige frühere Schatzmeisterin, Harald Nöth, Rechtsanwalt Andreas Hornig, früherer Kreisvorsitzender Bamberg-Land, Friedrich und Dorothea Wirtz, frühere Vorstandsmitglieder, Prof. Dr iur. Rolf Wacker, Barbara Tengler und Christiana Sieben.
Bis zuletzt hatten Ulrich F. Witschel und ich versucht unter Zurückstellung schwerer Bedenken, und unter meinem Verzicht auf den Kreisvorsitz alles zu tun, um den Kreisverband zu befrieden und allen Mitgliedern einen Verbleib im Kreisverband zu ermöglichen. Mir war klar, welcher Aderlaß dem Kreisverband drohte, wenn ich als “Prellbock” gegen diesen bisher im Kreisverband unbekannten Geist nicht mehr zur Verfügung stehe.
Ulrich F. Witschel und ich vertrauten Seidl und Pöhner, daß sie die Garanten für die erfolgreiche Umsetzung des Kompromisses seien. Ich nahm und nehme den beiden die Ehrlichkeit ab die getroffene Einigung mit Leben erfüllen zu wollen. Allerdings sind Sie damit bei Ihren Verbündeten gescheitert . Frau Seidl und Herr Pöhner berichten diesbezüglich von Beschimpfungen und Bedrohungen durch Herr Wilhelm Habermann. Nach Seidl muß er angeblich zu ihr gesagt haben, er “haue ihr die Beine weg”. Bemerkenswert ist auch, daß die neu gewählten Vorstandsmitglieder Jobst Giehler und Dr. Liebhard Löffler entgegen einer schriftlich abgegebenen (Ehren-) erklärung zu Gunsten von mir und meinen Unterstützern nun zusammen mit Achim Hecht erneut Beleidigungen öffentlich aussprechen. Von “Kremlin, Hohlkrieger, Monster und diabolischen Grinsen” ist da nachlesbar die Rede. Ein angesichts des “Scharmützels” “außerordentlich zufriedener” Dr. Liebhard Löffler bezeichnet u.a. Seidl und Pöhner gar als “Freunde vergangener Zeiten” und der “fein gesponnenen Mauschelei”. Am Ende der durch ihre Bundesgenossen gebrochenen Vereinbarungen stehen Seidl und Pöhner leider da, wie die Zauberlehrlinge, die die Geister nicht mehr bändigen können, die sie riefen. Zurück bleibt ein beschädigter FDP Kreisverband. Dem exemplarischen Austrittsschreiben Dr. Sestaks am Ende dieses Briefes gibt es nichts hinzuzufügen.
Dem Gedankengut meiner Vorgänger im Amt des Kreisvorsitzenden Thomas Dehler, Franz Hundt, Ulrich F. Witschel und Helmut Metzner habe ich mich immer verbunden gefühlt. Auch deshalb war ein Austritt die letzte Möglichkeit ein deutliches Zeichen zu setzen. Nach der kontinuierlichen politischen Arbeit für den Kreisverband seit 1996, Kandidaturen bei den Landtags- und Kommunalwahlen sowie als Oberbürgermeisterkandidat im Jahre 2000, zwei Jahren stv. Kreisvorsitzender und stv. Bezirksvorsitzender und fünf Jahren Kreisvorsitz fiel mir der Schritt sehr schwer. Ich werde zusammen mit meinen Fraktionskollegen alle Optionen in Ruhe prüfen und weiter kommunalpolitisch aktiv bleiben. Frau Seidl, Herrn Pöhner und denjenigen im neuen Kreisvorstand, für die Liberalität mit dem Respekt vor der Person des Anderen beginnt, wünsche ich für ihre neuen Ämter viel Erfolg und gutes Gelingen.
Mit herzlichen Güßen
Ihr
Stadtrat
Matthias Kremer
Schönbornstr. 5
96047 Bamberg
Kommentar von Matthias Kremer — 08.08.05 17:27 #
Auszug aus den Vereinbarungen (unterschrieben auch von Menschen wie Dr. Liebhard Löffler und Jobst Giehler, die sich nun weiter oben beschimpfend äußern bzw. mit Beschimpfungen identifizieren)
I. (Ehren)-erklärung
Alle Unterzeichner bedauern im Namen der Antragsteller und Antragsgegner der Wahlanfechtung, dass es im Zusammenhang mit der Neuwahl des Kreisvorstandes im Oktober 2004 zu Unklarheiten und unterschiedlichen Rechtsauffassungen in Satzungsfragen und als Folge davon zu einem Verfahren beim Landesschiedsgericht gekommen ist. Ungeachtet ihrer insoweit unterschiedlichen Auffassungen bestätigen die Antragsteller und Antragsgegner im Zuge dieser (Ehren-)erklärung dem jeweils anderen, seinerzeit in Sorge und im Bemühen um die politischen Präsenz und Arbeitsfähigkeit der FDP in Bamberg gehandelt zu haben. Beide Seiten sehen sich dem wirkungsvollen politischen Arbeiten der Liberalen in Bamberg verpflichtet und bekennen sich zu einem Neuanfang im Sinne eines menschlich und politisch harmonischen und gedeihlichen Miteinanders. Die damals aufgestellten Behauptungen werden in der Zukunft nicht mehr wiederholt werden.
Kommentar von Matthias Kremer — 08.08.05 20:45 #
Aus dem Austrtittsschreiben eines FDP-Mitglieds
(Original mit vollen Anschriften liegt mir vor)
Sehr geehrte Frau Seidl,
Traurig und entsetzt war ich gestern in der Versammlung und habe der Demontage von 2 Personen, sowie der Nichtigerklärung schwieriger ausgehandelter Kompromisse beigewohnt.
Demontiert, jedoch mit erhobenem Haupt, Herr Kremer, der mit allen Mitteln versucht hat den Kompromiss, für die FDP durchzubringen. Demontiert Ihre Person, da Sie es nicht verstanden haben, Ihren Personenkreis zu überzeugen, im Sinne der FDP zu handeln. Mir erschien, dass Sie in irgendeiner Weise unter Druck gesetzt wurden, sonst hätten sie in meinen Augen sofort nach dem ersten Wahlgang, bei dem sich Herr Habermann als Gegenkandidat aufstellte, Ihren Vorstandssitz in die Waagschale werfen müssen, um einen zweiten Wahlgang in eine vernünftige Richtung zu bringen. Allein Herr Pöhner hat in seiner Vorstellung Bedauern geäußert, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Im eigentlichen Sinne und als Verhandlungspartner auch nicht mehr glaubwürdig!
Meine Lebenszeit ist mir zu kostbar, um sie so zu vergeuden.
Stundenlange Diskussionen, mit Verstand eingeleitet, deren Ergebnisse in kurzer Zeit vernichtet sind!
Sie haben bei der letzten Versammlung ausgesagt, die a n d e r e n können nicht gegen diese
Vereinbarungen antreten, Sie hätten mit Ihrem Gewicht das Sagen. Sie haben sich selbst
überschätzt, wie ich es schon in der Versammlung angedeutet habe. Es wurde ein Sprengsatz
gezündet, dessen Lunte sie in der Versammlung hätten löschen können. Nun sitzen Sie darauf und können diese schwerlich austreten! Ich jedenfalls tue mir dies nicht mehr an und trete hiermit aus der FDP sofort aus! Ich bitte um eine Rückbestätigung per email oder Brief.
Kommentar von Matthias Kremer — 08.08.05 20:47 #
Es ist doch immer wieder schön hier beim Antibürokratieteam zu sehen, daß dieses Elend demokratisch beendet worden ist und die o.g. Austritte klar positiv für die FDP Bamberg sind.
Schon jetzt sind es wieder mehr Mitglieder als in der Zeit der Verwaltung unter dem Kremlin. Nun wird seit 15 Monaten gestaltet.
Und bald wird der erste Ortsverband im Landkreis gegründet, ein weiterer ist auch schon in Sicht.
MdBs trauen sich ebenfalls wieder nach Bamberg zur FDP zu kommen! Alleine im Dezember werden uns drei (3!) beehren.
FDP Bamberg. (be)Frei(t)e Demokratische Partei in Bamberg. Die liberale / “liberalste” Partei.
Kommentar von Jobst — 08.11.06 10:48 #