The Religion of Peace
Islam: The Religion of Peace (and white knuckle terror) – so das etwas sarkastische Motto der permanent aktualisierten Liste TheReligionOfPeace.com, die die seit 11.9.2001 von Islamisten ausgeführten tödlichen Terrorattacken dokumentiert. 2.647 bis heute.
Ich habe die Seite unter Ressourcen verlinkt.
Schon wieder …
… so ein Google Bomber :D
Billiger Populismus

Karikatur von Klaus Stuttmann, via Trixium
Marcel Bartels Google-Bombing Spielchen
Ob Marcel Bartels und seine Realsatire Mein Parteibuch eine Schande für die SPD sind, kann ich nicht beurteilen. Die sozialdemokratische Online-Plattform www.websozis.de hat ihn zumindest nach seinem wilden verschwörungstheoretischen Elaborat bezüglich Angela Merkel, Horst Köhler, Scientology und dem Rest der Welt, das mich zum Beitrag Durchgeknallt veranlasste, als nicht mehr tragbar empfunden und aus ihrer Blogroll gelöscht. Auch aus den Websozi-Foren wurde Herr Bartels ausgesperrt, um wieder eine sachliche Diskussion zu ermöglichen.
Der nach eigenen Angaben hauptsächlich arbeitssuchende Marcel Bartels scheint allerdings nun – ausser dem Verfassen von Texten die selbst Sozis zu bescheuert sind – ein neues Hobby gefunden zu haben: Google Bombing – das ist eine technische Manipulation des Ranking-Mechanismus von Google, also Suchmaschinenspamming.
Bei Angabe meines Realnamens als Suchbegriff – der übrigens im Impressum dieser Seite zu finden ist, wo er auch hingehört – oder diffamierender Begriffe a la Antidemokratieteam werden, entgegen den Benutzungsbedingungen der DENIC, über die Whois-Abfrage eines US-Servers meine Adressdaten angezeigt. Inzwischen hat Herr Bartels einen kompletten Artikel in gewohnt rotzfrechem Duktus verfasst, den er offensichtlich “hochbomben” will.
Bitte beachten Sie, wenn Sie auf Bartels verlinken, das Linkattribut rel=”nofollow” zu setzen, sonst helfen Sie mit, seine Bombing-Opfer noch weiter hoch im Ranking zu spammen. Auf seiner Seite veröffentlicht der Blogger-Troll Marcel Bartels übrigens auch gern mal die IP-Adressen von unliebsamen Kommentatoren oder verlinkt zu den Whois-Abfragen der Firmenserver(!) von denen aus sie zugreifen. Derlei “Spielchen” mit – gelinde gesagt – laxem Umgang mit vertraulichen Daten und öffentlichen “Fahndungslisten” betreiben auch rechte und linke Extremisten, um den politischen Gegner einzuschüchtern.
Sei’s drum – die Welt ist voll von niveaulosen abgedrehten Narren :D Ich werde nicht weiter mit Typen wie Bartels kommunizieren, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade und jeder Link wertet seine miserable Seite auch noch auf.
Aber eine abschliessende Bemerkung erlaube ich mir noch: es erscheint mir nicht verwunderlich, dass Herr Marcel Bartels mit seiner Outsourcing-Firma MZL Billing Services und seinem Projekt Trafficstatistics offensichtlich gescheitert ist. Oder würden Sie mit jemand Geschäfte machen wollen, der derartig mit dem Datenschutz umgeht?
Die Entgleisungen des Herrn Ratzinger
Denn Benedikt XVI. ist kein konservativer Papst, er ist ein Reaktionär, der seine Kirche in eine geistige Zitadelle führt, anstatt sie selbstbewusst ins offene Feld zu schicken. Die von jüdischer und israelischer Seite geäußerte Kritik hat der Vatikan kalt abgefertigt. Dass er Terrorismus gegen Israel nicht Terrorismus nennen will, ist ein Beleg dafür, dass Benedikt XVI. nicht in der Tradition von Johannes Paul II. sondern eher in der geistigen Nachfolge von Pius XII. steht. Auch der hat immer streng nach Vorschrift gehandelt und Dogmen für wichtiger gehalten als das wahre Leben und die politische Wirklichkeit.
Wahre Worte von Claus Christian Malzahn in seinem hervorragenden Kommentar in Spiegel Online zu den antisemitischen Entgleisungen antiisraelischen Sprüchen des Herrn Joseph Ratzinger.
Und, das möchte ich ausdrücklich hinzufügen, ich gönne Michael Kastner von der Freiheitsfabrik seinen berechtigten Spott über jene Liberalen und Konservativen, die sich wie z.B. die Blogger von Statler und Waldorf oder der Achse des Guten, angesichts des Wir sind Papst!!!!-Hypes dazu mitreissen liessen, in das populäre Jubelgeschrei über die Wahl des Erzreaktionärs Ratzinger einzustimmen – und jetzt betreten schweigen.
Erfolge der terrorgeplagten Irakis
Solange die Leute immer noch die Cafés füllen, solange die Warteschlangen vor den Rekrutierungszentern immer noch lang sind, solange die Kinder weiter zur Schule geschickt werden, solange die Iraker an ihre Zukunft glauben, werden die Terroristen nichts erreichen. Das irakische Volk ist also auf bestem Wege, die Mörderbande zu besiegen.
Zu diesem Schluss kommt der New European Greg B. Grabinski in seinem Text Der Irak lebt, mit dem er einige der – hierzulande kaum erwähnten – Erfolge der terrorgeplagten Irakis aufzeigt. Sehr lesenswert !
On the road to nowhere …
… oder vielleicht besser on the bridge to nowhere sind offensichtlich wieder einmal einige Bureaucrazies in meiner fränkischen Heimat nahe Coburg unterwegs: Nachdem die ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt wegen Geldmangels auf Eis gelegt wurde, macht die 30m hohe und 20 Millionen Euro teure Brücke über den Itztalgrund bei Rödental, die dieser Tage fertig gestellt wird, eigentlich nur noch als Mahnmal für mangelnde Planungskompetenz und Geldverschwendung der Bürokratie Sinn.
Bedeutendster Kanzler
Einer repräsentativen Forsa-Umfrage zufolge, die das Magazin Cicero in Auftrag gegeben hat, wurde Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder von den Teilnehmern auf dem vorletzten Platz einer Liste der bedeutendsten Bundeskanzler eingestuft.
Das wird seiner Bedeutung nicht gerecht! Immerhin verantwortet Herr Schröder die höchste Arbeitslosigkeit, die massivste Staatsverschuldung und den weitestgehenden Abbau von Bürgerrechten in der Geschichte der Bundesrepublik.
BVG kippt präventive Telefonüberwachung
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat gemäss SPON die sogenannte präventive Telefonüberwachung verboten. Die – in illiberaler Umnachtung auch mit den Stimmen der niedersächsischen FDP – beschlossene Novellierung des niedersächsischen Polizeigesetzes vom Dezember 2003, die das Abhören und die Erstellung von Bewegungsprofilen auch ohne Tatverdacht ermöglichte, verstösst gegen das Grundgesetz. Die Polizei darf künftig nur unter strengen Vorgaben schon im Vorfeld eventueller Straftaten Telefongespräche abhören, Faxe oder E-Mails überwachen. Das Gericht folgte damit der Ansicht des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Peter Schaar: eine offene Gesellschaft kann sich eine Totalüberwachung nicht leisten.
Die Frankfurter Rundschau von gestern beschäftigt sich unter dem Titel Wider den Schlecht-Wetter-Abschlag mit den Hintergründen der Entscheidung: Verfassungsrechtler warnen mittlerweile vor antizipierter Repression in Form von ausufernder Überwachung, die man früher nur in der Sowjetunion oder China für möglich hielt.
*omosex*
Wie der Spiegel berichtet, führen die Polizeibehörden mehrerer Bundesländer ein computergestütztes Register aller Homosexuellen, die in Straf- und Ermittlungsverfahren verwickelt sind. Häufigste Verbrechen der Homos: Einbruch in Prosecco-Läden (durchs Hintertürchen), Verkehrsvergehen (Warmblinkanlage kaputt), Menschenschmuggel (Popolen ans andere Ufer bringen). Soll man anders als sarkastisch reagieren (so wie das Satiremagazin Titanic, aus dem das Zitat stammt) auf die rosa Listen, die die Polizeibehörden Bayerns, Thüringens und Nordrhein-Westfalens in schlechter alter Tradition führen ?
Ekelhafter Kollateralschaden
Ein unschuldiger Mensch wurde in London getötet. Ob er durch einen terroristischen Anschlag oder einen Polizisten stirb ist dabei vollkommen egal. Jean Charles de Menezes wurde mit fünf Schüssen in den Kopf gezielt hingerichtet. Weil er sich nicht korrekt verhalten hat. Weil er sich verdächtig gemacht hat. Weil er zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Jedem von uns kann soetwas passieren. Je hysterischer sich der Kampf gegen den Terror gibt, je mehr selbst der eigenen Bevölkerung misstraut wird, je mehr sie überwacht und drangsaliert wird, je mehr solche Fälle wird es geben. Die wenigsten werden tötlich Enden wie es jetzt in London geschehen ist. Aber jeder dieser Fälle wird dafür sorgen, dass das Vertrauen, welches die Bevölkerung in den Staat haben sollten, weiter ausgehöhlt wird. Mein linksliberaler Kollege Sascha auf SpeexX Blog zum tragischen Tod des Brasilianers Jean Charles de Menezes, der am Freitag in London bei einer Aktion britischer Sicherheitskräfte starb.
Sicher ist es richtig, sich gegen Hysterie im Kampf gegen den Terror zu wenden: es wurde bisher an keiner Stelle nachgewiesen, dass der Abbau von Bürgerrechten und Ausbau von Überwachung, wie sie z. B. der britische Innenminster Charles Clarke fordert, auch nur ein einziges Menschenleben retten würde. Unabhängig davon, ob man den “Shoot-to-Kill”-Einsatz ohne weitere Begründung als “gezielte Hinrichtung” bezeichnen mag, macht der letzte Satz im Zitat jedoch die von den Islamofaschisten bewusst mittels ihrer Terrorattacken herbeigeführte – Lose/Lose-Situation für die Sicherheitskräfte klar: hätte es sich um einen Selbstmordattentäter gehandelt, für den sein eigenes Leben lediglich ein ekelhafter Kollateralschaden ist, wäre die Reaktion der Polizisten die einzig sinnvolle und – nicht nur für sie selbst – lebensrettende gewesen.
Nicht nur einer, viele unschuldige Menschen wurden (nicht nur) in London in den letzten Wochen getötet. Ob sie durch Terroristen starben oder durch Polizisten, die ihr Leben riskieren, um vor eben jenen zu schützen, kann allerdings nur für diejenigen vollkommen egal sein, die Ursache und Wirkung nicht auseinander halten können oder wollen. Oder ?
Wer „ökonomisiert“ die Gesellschaft?
Schaut man in die Wahlprogramme der verschiedenen sozialdemokratischen oder sozialistischen Parteien, so findet man oft Angriffe auf die „Ökonomisierung der Gesellschaft“. Dieser müsse entgegengetreten werden, um nicht alles dem „Diktat des Marktes“ zu überlassen. Dass Politiker damit offensichtlich bei einigen Zielgruppen landen können, sagt einiges über die geistige Verfassung des deutschen Bildungsbürgertums aus. Denn an diese wendet man sich mit solchen wohlklingenden Phrasen, nicht an die normalen Arbeitnehmer oder die Arbeitslosen.
Ökonomisierung ist etwas Schlechtes, soviel ist für die Gebildeten ohnehin klar. Sie hat ja etwas mit Wirtschaft zu tun, und die ist verdächtig. Es gibt da eine Kosten-Nutzen-Rechnung, Leistungen sind zurechenbar, es gibt Verantwortlichkeiten und Wettbewerb.
All das ist nicht so kuschelig, wie man sich das Leben auf der Sonnenseite des Sozialstaates vorstellt. Und es ist auch noch ungerecht: die falschen Leute verdienen dort zu viel Geld, andere wieder zu wenig.
Manchmal die Wahrheit knapp verfehlt
Johann Wolfgang Schoop aus Dithmarschen möchte mit seinem neuen Weblog J.W.Schoop – Manchmal die Wahrheit knapp verfehlt in unserer Blogsphere erscheinen: gern g’schehn.
J.W. beschreibt sich selbst als liberal-konservativ – wobei es mir sehr schwerfällt, in Beiträgen wie Drogenlegalisierung – Realitätsverluste liberale Ansätze zu entdecken.
Der Libertäre Charles Murray hat sich sehr treffend zum Willen jemand zu seinem Glück zu zwingen als Essenz der totalitären Persönlichkeit geäussert.
2014 – Die New York Times ist offline
Wir schreiben das Jahr 2014: Google und Amazon haben fusioniert. Die New York Times ist offline. EPIC bestimmt die (online) Welt. Via blogID
Apokalyptische Besessenheit
Fundamentalistische Extremisten sehnen sich nach der Gelegenheit, Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Kafirs, Ungläubigen (einschließlich gemäßigter Muslime), zu töten. Dass sich dadurch der Zorn des Westens mit aller Macht entladen würde und die Anwesenheit von Millionen friedlicher Muslime im Westen gefährdet wäre, wäre ein willkommener Nebeneffekt: Die Terroristen sind davon überzeugt, dass die weltweite islamische Gemeinschaft im entscheidenden Moment hinter ihnen steht und die radikale Sache bei dem bevorstehenden Großbrand unterstützt. Wenn Millionen sterben, dann ist dies ein Zeichen, dass der Jüngste Tag gekommen ist. Die Unterscheidung zwischen Leben und Tod ist dann auf ewig abgeschafft.
So schliesst Leon de Winter sein hervorragendes Essay Mörderische Frömmigkeit im SPIEGEL letzter Woche und weist darauf hin, dass wir erst am Beginn eines langen und bitteren Kampfes gegen die apokalyptische Besessenheit einer extremistischen religiösen Minderheit stehen. Scharm el Scheich mit fast 90 Toten eine weitere traurige Wegmarke.
Mehr Mut, FDP !
Wer sich selbst zum Würstchen macht, darf sich nicht wundern, wenn er als solches verspeist wird – so warnt Philipp Rösler, FDP-Fraktionsvorsitzender in Niedersachsen und FDP-Präsidiumsmitglied vor vorauseilender Koalitionsdisziplin gegenüber der Union im Wahlkampf und fordert mehr Selbstbewusstsein der Liberalen. Unser Programm ist umfassender und weit schärfer als das der Union. Es macht uns stark, sagt Rösler und erhält damit recht von unabhängigen Fachleuten: er liess die Positionen, die das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft zur Gesundung Deutschlands hat, mit dem FDP-Programm vergleichen. Von der Flat-Tax über die Tarifpolitik, die Zuwanderung bis hin zur Hochschulpolitik – in allen Punkten stimmen die Positionen überein.
Es gehe jetzt darum, mit Kernbotschaften klarzumachen, dass nur die FDP ein bezahlbares und in sich widerspruchsfreies Konzept hat, wird Rösler in einem – leider nur kostenpflichtig abrufbaren – Beitrag Wir sind keine Würstchen in der FAZ zitiert und wendet sich ebenso wie die FDP-Landesvorsitzenden Holger Zastrow aus Sachsen oder Markus Löning aus Berlin und viele andere gegen Slogans von der Art Mehr FDP, mehr Mut. Mehr Mut, FDP !
Danke an Jobst von der mobilen antibürokratischen Eingreiftruppe (M.E.T.) für den Hinweis auf den Artikel.
Durchgeknallt.
Wenn die Kanzlerkandidatin der Union von Scientology gestellt wird, welche Organe der Bundesrepublik Deutschland und anderer Länder hat Scientology dann bereits durchsetzt oder gar übernommen? [...] Der Horst Köhler, also unser Bundespräsident, den hat übrigens die Angela Merkel vorgeschlagen und zusammen mit der FDP durchgesetzt.
Der Neuköllner Spassvogel Marcel Bartels, der sich offensichtlich für einen Sozialdemokraten hält, auf seiner Satireseite Mein Parteibuch im Beitrag Sozial ist, was Arbeit schafft – Angela Merkel und die Connection zu Scientology (ursprünglich übrigens Arbeit macht frei – Angela Merkel und die Connection zu Scientology benannt). Sagt mal liebe Sozis im Netz , abseits aller Wahlkampfpolemik: ist Euch der wirklich nicht peinlich? Kann mal einer nachsehn? Vielleicht braucht er Hilfe!
Klar genug?
Die FDP lehnt unverändert eine Mehrwertsteuererhöhung ab. Diese Haltung werden wir im Falle eines Regierungsauftrages in Koalitionsverhandlungen mit der Union einbringen, und zwar mit dem Ziel, dies durchzusetzen. Dirk Niebel, Generalsekretär der FDP.
Klar genug ? Wer’s deutlicher will, muss der FDP eine absolute Mehrheit bescheren. Für alle, die es etwas realistischer sehen: je grösser das Gewicht der Liberalen in einer möglichen schwarz-gelben Koalition, desto höher die Chance, wirkliche Reformschritte zu ermöglichen – und desto geringer die Gefahr, dass Geisslers feuchte Träume Realität werden.
Von hinten den Stimmzettel in den Rücken

Die schöne Karikatur oben ist von Christiane Pfohlmann und erschien Oktober 2004 im Fränkischen Tag. Sie visualisiert sehr treffend die Methodenkompetenz des – nun ehemaligen – Kreisvorsitzenden der FDP Bamberg, Matthias Kremer. Ich erlaube mir, sie heute hier zu veröffentlichen, auch wenn’s vielleicht für den einen oder anderen meiner Leser nicht so sehr interessant ist (man gönnt sich ja sonst nichts):
So lange, so tapfer, hatte er gekämpft der Kremlin. Unvergessen sein Einsatz für so grundliberale kommunalpolitische Kernforderungen wie den Bamberger Brückentaler oder sein persönliches Engagement für die Sicherheit auf FDP-Veranstaltungen.
Und dann rammt ihm eine demokratische Meute – ohne das filigrane Geflecht fein gesponnener Mauscheleien zu beachten – von hinten den Stimmzettel in den Rücken. Abgewählt ! Vom Pöbel ! It’s so bizarre.
Nur konsequent, dass Herr Matthias Kremer angesichts dieser Schande noch auf der Kreismitgliederversammlung seinen Austritt aus der FDP erklärt hat. Konsequent auch seine Aussage ich geh’ zur ÜBG – und mein Stadtratsmandat behalte ich natürlich ! Muss er schon aus Gründen der Zukunftsplanung: wie sollte er sonst an das ersehnte Pöstchen im Aufsichtsrat der Stadtsparkasse kommen ?
Kampagne gegen Prof. Hejj zeigt Wirkung
Die Berufsverbotskampagne des “AStA” an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität gegen Prof. Dr. Andreas Hejj wegen angeblich antisemitischer, rassistischer und sexistischer Witze auf dessen Homepage – siehe auch unseren Beitrag Gesinnungswächter-Mentalität – zeigt offenbar Wirkung: Südtirol-Online berichtet gestern, dass Hejj’s Lehrauftrag für Methodenlehre und Klinische Psychologie an der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen nicht verlängert wird.
Kleine Konzentrationsübung
Seit vier Tagen fallen Horden gelangweilter Blog-Leser aus Richtung Statler und Waldorf über unseren Blogcounter her und versuchen angesichts der Vorboten des Sommerlochs dort, das Antibuerokratieteam als Substitutionsmittel zu nutzen – was natürlich nicht wirklich gelingen kann.
Als kleine Origami-Konzentrationsübung, um etwas innere Ruhe wieder zu finden, dies hier: PDF-Link (270KB) zum Ausdrucken.
The paper carefully fold, you must !
(via Boing Boing)
Nicht an einen besonderen Patriotismus gebunden
Die Wirtschaft entzieht sich – ohne dass man dahinter eine böse Absicht vermuten kann – schrittweise den von den nationalen Volkswirtschaften über Jahrhunderte entwickelten Regulierungsmechanismen.
Im Interview mit dem Manager Magazin Online befasst sich Lothar Gall aus seiner spezifischen Sichtweise als Historiker mit den Konsequenzen der Globalisierung der Märkte.
Er wendet sich gegen die Vorstellung, Unternehmen wie die Deutsche Bank seien gewissermaßen an den Staat Bundesrepublik gebunden – während sie in Wirklichkeit global handelnde Akteure sind, die aus ihrer Interessenlage heraus gar nicht an einen besonderen Patriotismus gebunden sein können.
Gall, Verfasser der Biographie Der Bankier Hermann Josef Abs (in der ZEIT ist eine lesenswerte Rezension über dieses Buch zum mächtigsten deutschen Bankier des 20. Jahrhunderts – der Herr des Geldes – erschienen), nimmt auch sehr eindeutig zur nun unter “Linkspartei” firmierenden PDS-WASG Stellung:
Der Name Linkspartei ist natürlich abwegig, es ist die konservativste aller Parteien, die in der Vergangenheit des späten 19. Jahrhunderts die Rettung sieht. Will heißen, dass alles sozialstaatlich eingehegt und letztlich entmündigt würde.
Der Fall Volkswagen oder Wer schmiert wen in der Konsensgesellschaft?
Die Betriebsräte von Volkswagen verdienen gut und genießen viele Privilegien. Sie wurden damit gefügig gemacht für die Pläne der Geschäftsführung und handelten so gegen die Interessen der Beschäftigten, die sie ja vertreten sollen. Das ist das Hauptargument der öffentlichen Empörung. Doch schaut man genauer hin, drängt sich eine Frage auf: In einem Unternehmen, das weit überdurchschnittlich bezahlt, wo die Arbeitszeit kürzer als wahrscheinlich in jeder anderen Autofabrik der Welt ist, sollen die Betriebsräte nicht im Namen der Beschäftigten, also ihrer Wähler gehandelt haben? Das ist absurd.
PHP-Skript ‘Beitrag weiterempfehlen’
Von einer Leserin wurde ich dringend aufgefordert ;) meine Funktion Beitrag versenden, mit der man Artikel per Email weiterempfehlen kann, auch im neuen auf Wordpress 1.5.1 basierenden Layout von Antibuerokratieteam.de zu reaktivieren.
Das alte 1.2er Skript hat aber unter WP 1.5 nicht funktioniert und meine diversen Mail-Provider unterstützen den Mailversand per class-smtp, wie ihn das Skript wp-email von Lester Chan verwendet, nicht. Das von mir programmierte Skript wp-mailer benutzt deshalb die Standard-PHP-Funktion mail() und die neuen Wordpress 1.5-Funktionen get_header() bzw. get_footer() und läuft – zumindest auf Antibuerokratieteam.de – wunderbar.
Wer es benutzen möchte – Feel free to use it! Über (hoffentlich:Erfolgs-)Berichte, Verbesserungshinweise oder auch Bug-Reports freue ich mich. Installation:
if (have_posts()) : while (have_posts()) : the_post() eingeleitet wird wp-mailer.php per href aufrufen (siehe auch Konfigurationshinweise in der Datei wp-mailer.phps)Visueller Kommentar
[...] will ich verreisen und in einem Einkaufscenter einkaufen und wenn ich mich in soweit frei entfalten will, dass ich Frauen belästige, Passanten anpöbele oder eine Bombe legen will [...] findet der gelbe Baron weiter unten Überwachung gar nicht so illiberal. Hierzu ein kurzer visueller Kommentar meinerseits (aus der CT):
Enjoy Capitalism!
Kapitalismus ist kalt und unmenschlich – so jedenfalls lautet ein weitverbreitetes Vorurteil. Daß er kalt ist, ist richtig – doch unmenschlich ist er nicht. Genauso wie Coca Cola, die selbstdefinierte “Essenz des Kapitalismus”, nur in kaltem Zustand schmeckt, ist auch nur die kühle Betrachtung des Ökonomischen erträglich.
Eine lesenswerte Betrachtung zum Kapitalismus im gleichnamigen wiederauferstandenen Blog von Karl Friedrich Weiland, der ansonsten auch noch ein neues Meta-Weblog betreibt.
CDU will umfassende Videoüberwachung
Die CDU hat sich für eine erhebliche Ausweitung der Videoüberwachung ausgesprochen. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm plädierte in der Bild-Zeitung für den umfassenden Einsatz von Videokameras auf Bahnhöfen, Flughäfen und anderen öffentlichen Plätzen. Auch der bayerische Innenminister Beckstein griff die populistischen Forderungen seiner Länderkollegen auf: Ich halte es für eindeutig, dass Videokameras zur Sicherheit beitragen können. Die FDP wandte sich gegen eine flächendeckende Videoüberwachung. Schon das Bundesverfassungsgericht habe in seinen Urteilen dazu deutlich gemacht, dass eine Rundumüberwachung massiv gegen die Grundrechte der Bürger verstößt so die Datenschutzexpertin Gisela Piltz. Gerade die Verhinderung der flächendeckenden Überwachung in NRW, die sie gegenüber der CDU bei den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt habe, zeige dass die FDP dringend für den Datenschutz gebraucht werde, so Piltz auf einer Veranstaltung des Liberalen Mittelstandes NRW zum Thema “Gläserner Bürger”. Via Schnueffelstaat.de
Wehende Fahnen in der Steppe
Die neue Linkspartei überholt im Osten in Umfragen alle anderen Mitbewerber zitiert Alexander, vor Verwunderung über die Verdrehungen der ostdeutschen Seelenlage einen Gordischen Knoten im Hirn, den Spiegel und träumt davon wie schön es wäre, wenn die Ossis nicht an der Titte der Wohlfahrt, aus der Substanz des Westens gespeist, hängen bleiben würden. Warum fahren (nicht nur) sie derart auf die Schmuddelsprüche von Jean Marie Lafontaine & Co. ab ?
Einen Erklärungsansatz hierfür bietet der Artikel Warum wählen Menschen Kommunisten? von Luca Ferrini, den Robert Grözinger dankenswerterweise übersetzt hat:
Aber osteuropäische Länder haben in den vergangenen Jahren den Übergang von verantwortungslosen Gesellschaften (unter kommunistischer Herrschaft) zu solchen mit partieller Verantwortung (unter demokratischer Herrschaft) erlebt. Aus diesen Übergängen haben wir gelernt, daß Menschen nicht über Nacht lernen können, verantwortlich zu sein. Je mehr eine Gesellschaft den Kontakt mit den Mechanismen von Ursache und Wirkung verliert, desto größer wird die Nachfrage nach Schuldzuweisung sein. Diese Nachfrage könnte sich in Wahlstimmen für die kommunistischen Parteien manifestieren.
In Ostdeutschland kommt noch hinzu, dass den Menschen mit nationalistischen Floskeln (”Wir sind ein Volk”) suggeriert wurde, es wäre möglich, ohne eigene Anstrengung, ohne die Arbeitsproduktivität des Westens zu erreichen – auf dem Wege der Angleichung von Tarifverträgen und Besoldungsordnungen – blühende Landschaften herbeizuzaubern. Per Beschluss des ZK der CDUCSUSPDFDPDGB sozusagen. Dies auch immer in Abgrenzung vor der Konkurrenz der Fremdarbeiter weiter östlich und südlich. Die unappetitliche Grundlage dafür, dass jetzt nicht nur die nationalsozialdemokratischen Gregors und Oskars, sondern auch die kernigeren nationalsozialistischen Holgers im Osten Erfolge feiern und wehende rote und braune Fahnen durch die Steppe tragen.
Darwin Awards
Eine jener herrlichen Begebenheiten, die sich leider viel zu selten ereignen – Leben und Sterben nach zionistischer Zeit – ist auf den Seiten von Darwin Awards zu finden (ich habs nochmals in meinem Ressourcenmenü rechts unter Satire verlinkt, obwohl es sich eigentlich um Realsatire handelt). Endlich erschliesst sich mir die tiefere Sinnhaftigkeit des Wechsels zwischen Sommerzeit und Winterzeit …
Die Erfindung des Vakuums
Acetylsalicylsäure, Buchdruck, Bluejeans, Computer und Glühbirne – allesamt deutsche Erfindungen. Zumindest in der Phantasie der Autoren einer Werbebroschüre, mit der eine Initiative Partner für Innovation ein neues Klima für Innovationen in Deutschland schaffen will.
Weil: der Deutsche erfindet nicht mehr so viel wie früher, sondern geht als kreativer High-Potential lieber da hin, wo Innovationsfreudigkeit nicht durch rotgrüne Regulierungswut und Investitionsverhinderungspolitik abgewürgt wird. Deshalb benötigen wir ein Heftchen ! Im Flugzeug kann er ja dann darin blättern und sich wundern, wie das Universum vor der Erfindung des Vakuums durch Otto von Guericke funktionierte. Finanziert haben das (darf ich raten ? sündhaft teure ?) Büchlein, das in einer Auflage von 50.000 verteilt wird, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, sowie Unternehmenspartner.
Hier der SPON-Artikel zu diesem Mahnmahl bürokratischer Inkompetenz. Danke an Martin Oliver von der mobilen antibürokratischen Eingreifttruppe (M.E.T.) für den Hinweis !
Neue Rubrik Satire
Lieber Marcel vom Parteibuch, Deinen nächsten Trackback, der nicht den geringsten Bezug zum Beitrag hat, werde ich als das behandeln, was er ist – Comment-Spam – und ihn entsprechend entfernen.
Schau, Du musst Dir die Mühe ja auch überhaupt nicht machen: Als Service für meine Leser habe ich Deine gut gemachte Wahlkampfparodie unter unserer neuen Rubrik Satire verlinkt ! Jeder, der möchte, kann sich also ansehen, wie Du täuschend echt einen total naiven SPD-Wahlkämpfer spielst :)
Der “gute Samariter”
Der „gute Samariter“ – ein echter Liberaler oder Nächstenliebe mit Wolfgang Thierse
Der IUF Weekly Comment diesmal als Gastkommentar von Rainer Erkens, Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung – der Text wurde auch schon auf blog.liberalismus.at veröffentlicht.
Dass in unserer modernen Welt angeblich wieder Werte gefördert werden müssen, ist für Politiker fast aller Couleur unbestritten. Die „Berliner Zeitung“ hat dazu eine Reihe gestartet, die prominenten Bewohnern der Stadt die Möglichkeit bereitet, Werte dazustellen, die ihnen besonders wichtig sind. Im Juli 2005 hatte Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident und Sozialdemokrat die Gelegenheit, auf den Begriff der Nächstenliebe einzugehen.
g’scherter Hamml
Ludwig Stiegler, der Giftzwerg aus dem oberpfälzischen Amberg, bayrischer SPD-Landesvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, lässts mal wieder krachen. Stiegler, dessen Stil der politischen Auseinandersetzung sich in aller Regel an dem der Wandsprüche in der Autobahntoilette Regensburg-Ost orientiert, verglich heute die CDU-Wahlkampfparole “sozial ist, was Arbeit schafft” mit dem Spruch über den nationalsozialistischen Vernichtungslagern “Arbeit macht frei”. So a g’scherter Hamml würde man in der Oberpfalz dazu sagen.
Jetzt Rücktrittsforderungen zu erheben, ist allerdings taktisch falsch: schliesslich kann er wertvolle Erfahrungen dazu beisteuern, wie man die SPD auch im Bund auf bayrisches Niveau drückt.
Kulturfrühstück der FDP
Kunst ist der unmittelbarste Ausdruck von Persönlichkeit und die Essenz einer freien Gesellschaft. Kunst und Kultur sind die Grundlagen einer Gemeinschaft für die Verständigung untereinander. Liberale Kulturpolitik hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Freiheit von Kunst und Kultur zu garantieren und allen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Kultur zu ermöglichen. Liberale wollen kulturelle Vielfalt und Offenheit. Im Dialog zwischen Künstlern und Kulturpolitikern möchten wir darüber diskutieren, welche Impulse und welche Innovationskraft von der Kunst auf alle Bereiche unseres Lebens ausgehen. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam auch der Frage nachgehen, welche Verantwortung die Politik trägt, die freie Entfaltung künstlerischer Produktion als Selbstzweck zu fördern und günstige Rahmenbedingungen für ein vielfältiges Kulturleben zu gewährleisten.
Aus der Einladung zum Kulturfrühstück der FDP „Kultur in Deutschland“, unterzeichnet von Dr. Wolfgang Gerhardt und Hans-Joachim Otto
am Sonntag, 17. Juli 2005, um 11:00 Uhr (Einlaß und Brunch ab 10:00 Uhr)
im Großen Saal des Kongreßhauses Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg
Nähere Informationen über mzvs [at] antibuerokratieteam [dot] de
Gesinnungswächter-Mentalität
Wenn nicht die berufliche Existenz des Psychologie-Professors Andreas Hejj an der Ludwig-Maximilian-Universität in München auf dem Spiel stehen würde, wäre nachfolgende Geschichte, über die das linke Online-Magazin Telepolis berichtet, wohl lediglich als Provinzposse zu bezeichnen – so ist sie ein Beispiel für die Erbärmlichkeit deutscher Gesinnungswächter-Mentalität:
Wegen einiger gähnlangweiliger dummer Witzchen auf dessen privater Homepage (hier die archivierte Fassung) fordert der AStA – in Bayern lediglich ein privater Verein, der sich an der LMU auf das Votum von gerade mal 5,9% (!) der Studierenden stützt – Berufsverbot für den Professor. Die Witze seien antisemitisch, rassistisch und sexistisch.
Irrelevante Narren, meinen Sie ? Weit gefehlt: Universitätsrektor Bernd Huber empfiehlt nun in vorauseilendem Gehorsam per “offenem Brief” zu prüfen, ob Herrn Hejj die Lehrbefähigung zu entziehen ist. Vielleicht wäre besser zu prüfen, ob die Beteiligten noch alle Tassen im Schrank haben …
Versammelte Inkompetenz
Spiegel Online heute: Der Bund muss nach Berechnungen von Finanzminister Hans Eichel in den Jahren 2006 bis 2009 mindestens 76,5 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen. Das geht aus Eichels Haushaltsentwurf für 2006 sowie der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes für die drei Folgejahre hervor.
Jeder Geschäftsführer einer mittelprächtigen GmbH wäre bei einer vergleichbaren Bilanz schon inkognito in Richtung niederländische Antillen unterwegs. Aber diese unfähigste Regierung seit Gründung der Bundesrepublik ist auch noch unverschämt genug, neue unfinanzierbare Wählergeschenke zu versprechen. Wie ignorant und/oder inkompetent muss man eigentlich sein, um die Lügen immer noch zu glauben ?
By the way …
… können Sie sich noch erinnern ?

Cool bleiben ?
Auf einen höchst interessanten Beitrag im Tagesspiegel zur Debatte um die Reaktion auf den islamofaschistischen Terror weisen die Kollegen von der Freiheitsfabrik hin:
Eine der großen Stärken des Westens ist seine Fähigkeit zur Selbstkritik. Nur wer sich selbst hinterfragt, ist in der Lage, Fehler zu korrigieren. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sofort nach den Anschlägen des 11. September auch hier Stimmen laut wurden, die behaupteten, Amerika und der Westen hätten die Anschläge mit ihrer Politik selbst heraufbeschworen. Wahr daran ist, dass der Westen im Nahen und im Mittleren Osten viele Fehler gemacht hat. US-Präsident George W. Bush etwa hält die westliche Politik der letzten 60 Jahre in der Region für gescheitert, weil sie auf Stabilität – sprich: die Despoten – gesetzt hat und Instabilität – sprich: Terror als Antwort auf gesellschaftliche Repression – geerntet hat. Solche Selbstkritik ist angebracht, sie rührt aber letztlich nicht an den Kern des Problems: Viele Muslime hassen den Westen nicht für das, was er tut, sondern für das, was er ist: eine ständige Erinnerung daran, dass die muslimische Zivilisation ihre besten Zeiten längst hinter sich hat.
Und weiter unten: [...] So ensteht enorme Frustration, weil Wünsche und Ambitionen von so vielen jungen Muslimen in der veriegelten Realität vieler arabischer Staaten nicht realisiert werden können. Als Ergebnis bieten diese Länder der Welt heute keine cleveren Software-Ingenieure an wie etwa Inder oder Israelis, sondern clevere Ingenieure des Todes.
Und das ist das Problem – angesichts eines von Ingenieuren des Todes angeführten erstarkenden islamischen Fundamentalismus kann der Westen zwar cool bleiben – sollte es aber nicht, denn:
Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat. (Charta der Hamas)
Das Virus des Neoliberalismus
Als Service für unsere sozialdemokratischen Leser mit und ohne Parteibuch ein Beitrag zur theoretischen Auseinandersetzung mit dem Virus des Neoliberalismus auf höchstem – fast schon münteferingschem – Niveau: Wir sind den neoliberalen Wahnsinn so gewohnt, dass sich viele eine andere Welt gar nicht mehr vorstellen können. Doch eine andere Welt ist möglich! Es genügt ein kurzer Blick in die Geschichte vor dem Ausbruch des Neoliberalismus, und das Ausmaß des neoliberalen Verbrechens wird klar.
Freispruch für Alvar Freude
Anfang Juni wurde der Stuttgarter Mediendesigner Alvar Freude vom Vorwurf der Beihilfe zur Volksverhetzung in zweiter Instanz freigesprochen. Die 38. Strafkammer des Landgerichts anerkannte, dass es sich bei Freudes Berichterstattung über von der Düsseldorfer Bezirksregierung monierten Naziwebseiten um eine Dokumentation zur Zeitgeschichte gehandelt habe. Freude hatte in seiner Online-Dokumentation von der Bezirksregierung inkriminierte Neonazi- und Tasteless-Seiten verlinkt. In dem von Freude betriebenen Freedomphone, einer Seite, die Nutzer eingeladen hatte, sich gesperrte Webseiten am Telefon vorlesen zu lassen, sah die Kammer eindeutig eine Satire.
Alvar Freude engagiert sich mit seiner Online-Demonstrations-Plattform für Menschen- und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter – ODEM schon seit 2001 gegen die sogenannte Düsseldorfer Sperrverfügung und für die Informationsfreiheit in Datennetzen.
Auf Basis dieser Verfügung bedroht die Bezirksregierung unter Federführung Ihres Präsidenten Jürgen Büssow Provider, die von ihr als rechtsextrem, gewaltverherrlichend oder sonstwie menschenverachtend identifizierte Internet-Seiten nicht per Filtersoftware sperren, mit Strafe. Auf der virtuellen Unterschriftenliste Nazis sind nur der Anfang können Sie dagegen protestieren.
Sozialdemokratisch und gehirnbefreit
Marcel Bartels, der mit seinem Blog Mein Parteibuch den sozialdemokratischen Traum (vom Tellerwäscher zum SPD-Mitglied) verkörpert wie kein anderer, äussert sich zu den Terroranschlägen vom 7. Juli in London. Ein Wort des Bedauerns gegenüber den Opfern der feigen Attacke, eine Verurteilung der Täter ? Weit gefehlt !
Gleich zu Beginn rückt M.B. die Relationen zurecht: es geht schliesslich lediglich um dutzende Opfer im Vergleich zu weit über 20.000 Zivilisten die der Angriff der Koalition der Willigen im Irak gefordert habe. Dann fordert er zu einer sachlichen und dem Angedenken der Opfer der Terroranschläge würdigen Diskussionskultur auf: Ich bin mal gespannt, ob sich in der Blogosphäre jemand traut, Meinungen zu äußern, die nicht im Gleichklang mit dem Mainstream der großen Nachrichtenangenturen lauten.
Anschliessend traut er sich selbst, der tapfere kleine gehirnbefreite Sozialdemokrat, und identifiziert zielsicher in einem Kommentar zu seinem eigenen Beitrag diejenigen, die für ihn ebenfalls gefährliche kriminielle Täter sind:
Bestechliche Politiker von der Union wie Kohl, Koch und Kanther von der CDU oder Pfahls und Hohlmeier von der CSU sind für die Bundesrepublik Deutschland, obwohl sie dabei kein Blut vergießen, genauso gefährlich wie islamische Terroristen. Dass, was den Terroristen nicht gelingt, nämlich, das Vertrauen in diesen Staat zu untergraben, schaffen brutalstmögliche Ehrenwort-Politiker und kriminelle Familienclans wie der von Franz-Josef Strauß mal eben so im Vorbeigehen.
Weiter unten gibt er dann noch gute Ratschläge wie man Realpolitik macht, und sich den wirklichen Schuldigen widmet, anstatt wegen ein paar Sprengsätze im ÖPNV einen medialen Aufstand zu produzieren:
Also, dass die Deutschen im Irakkrieg das Bündnis mit den USA nicht haben komplett platzen lassen, das kann man sicher kritisch sehen. Aber man stelle sich einmal ein Alternative vor: Deutschland schreibt einen Haftbefehl gegen die Hälfte der Staatschefs in Nachbarländern aus wegen Führung eines Angriffskrieges. Dann ziehen die USA die Truppen aus Deutschland ab, mit der EU ist es dann auch hinfällig und so fort. Hier wurde also von der SPD Realpolitik gemacht.
Der Mann ist zwar nur SPD-Fussvolk, aber seine Ergüsse sind deshalb nicht weniger widerlich.
Sprachmonster
Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen als ‘dauernde Berufsunfähigkeit’ im Sinne von §16 Abs. 1 Satz 3 EStG zu werten und demgemäss den erhöhten Freibetrag abzuziehen.
Eines von 15 bürokratischen Sprachmonstern, die belegen dass Berufsbeamtentum dauerhafte Schäden am Sprachzentrum verursachen kann (aus dem Blog inactualfact via No Blood for Sauerkraut).
Not Afraid!

www.werenotafraid.com – mein Beitrag.
Lüsterner Kitzel
Die Schlampe war aufreizend gekleidet und hat es sowieso mit jedem getrieben, die Tat sozusagen selbst provoziert – die klassische Verteidigungsrede jedes Vergewaltigers (oder desjenigen der lüsternen Kitzel bei der Vorstellung der Tat erlebt). Soviel – und nicht mehr – zu denjenigen Narren, die auch noch entschuldigende Worte für die neuerliche feige Attacke der Islamofaschisten finden.
Trotz aller berechtigten Wut sollten wir aber nicht auf das Kalkül der Terroristen hereinfallen und unsere Freiheitsrechte und das friedliche Zusammenleben zivilisierter Menschen auf dem blutigen Altar derjenigen opfern, die ebendiese Werte verachten und bekämpfen:
Solche Anschläge lassen sich weitgehend nur in einem totalitären Überwachungsstaat oder mit einem rassistischen Aufenthaltsrecht verhindern, und ganz sicher wohl mit einer Mischung aus beidem. Je liberaler der Staat, je freier seine Bürger und je offener seine Grenzen, um so unvermeidlicher wird irgendwann einer der vielen Irrsinnsgedanken in die Tat umgesetzt schreibt Rayson in seinem Blog Unfrisiertes. Richtig.
Allerdings ist auch richtig: das Appeasement der freien Welt in den 30/40er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegenüber der damaligen Form des Faschismus beförderte diesen noch, anstatt ihn wie beabsichtigt aufzuhalten. Erst als der Krieg dahin zurückgetragen wurde wo er herkam – und damit das Übel an der Wurzel angegangen wurde – kam die Wende.
Schafft ein, zwei, viele Irak …
Software-Update
Update zum Update: inzwischen, nach etlichen Litern Tee (Yünnan und Darjeeling Risheehat) sieht die Site wenigstens annähernd so aus, wie ich sie haben will. Als Template habe ich das Pool-Theme von Borja Fernandez genommen und kräftig verhunzt.
An alle Blondinen, die Opera benutzen: Die Sidebar links werde ich selbstverständlich noch übersichtlicher gestalten und dass die Tabs oben noch nicht funktionieren, liegt nicht an der exotischen Browser-Software, sondern daran, dass ich das noch nicht programmiert habe …
Ab sofort werde ich ein Update meiner Weblog-Software Wordpress von der Version 1.2.2 auf 1.5.1 durchführen. Wundern Sie sich also nicht, wenn’s die nächsten Tage hier evt. etwas unaufgeräumt aussieht ;)
Niederlage der EU-Kommission
Mit überwältigender Mehrheit hat heute das EU-Parlament die Vorlage der Kommission zu den Software-Patenten abgelehnt und ihr damit eine empfindliche Niederlage bereitet. Mehr dazu in Spiegel Online – der interessanterweise in seiner Berichterstattung unterschlagen hat, dass das Scheitern der Patentrichtlinien auf einen Antrag der Liberalen zurückgeht.
Votum gegen Patentrichtlinien wahrscheinlicher
Nachdem sich die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) überraschend bereit erklärt, einen von den Liberalen eingebrachten Antrag auf Ablehnung der Patentdirektive zu unterstützen, wird eine Abstimmungsniederlage im EU-Parlament für die Richlinien der EU-Kommision zu Softwarepatenten immer wahrscheinlicher:
Dann könnte die Kommission mit einem neuen Direktivenentwurf von vorn beginnen, auch wenn dies wieder Jahre in Anspruch nimmt schreibt das Online-Magazin Pro-Linux.
Neues Futter für die Bürokratie also, dank eines taktierenden rechtspolitischen Sprechers der Konservativen – aber immerhin besser als die Umsetzung der Patentrichtlinien, die als Innovationsbremse und Jobkiller wirken würden.
Zum Recht auf geistiges Eigentum
Ein beliebter Zankapfel unter Libertären ist die Frage, ob es ein Recht auf geistiges Eigentum in gleicher Weise geben könne wie ein Recht auf materielles Eigentum oder nicht. Während einige die Frage mit dem Hinweis auf das schöpferische Moment und/oder utilitaristische Aspekte geistigen Eigentums bejahen, plädieren andere für ein „nein“, da das Recht auf geistiges Eigentum mit dem Heimstattprinzip kollidiere.
Aus Recht auf geistiges Eigentum – einem Grundlagentext von Dr. Hardy Bouillon, Chairman beim CNE, zur liberalen und libertären Debatte um die Begründungsmöglichkeit geistigen Eigentums. Gefunden auf den Seiten von Aufklärung und Kritik – Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie, die von der Gesellschaft für kritische Philosophie (GKP) Nürnberg herausgegeben wird. Interessant gerade auch im Zusammenhang mit der Diskussion um (nicht nur:Software-) Patente.
Eine kleine Schrecksekunde …
… mögen diejenigen meiner Leser, die antibuerokratieteam.de direkt aufrufen, anstatt sich die Artikel per Subscriber-Service oder über RSS-Feed frei Haus liefern zu lassen, wegen unserer Teilnahme an der Online-Demo der FFII gegen Software-Patente erlebt haben.
Dies ist beabsichtigt. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um sich über die Thematik zu informieren und ggf. eine der verschiedenen Aktivitäten zu unterstützen. Ich bedanke mich für Ihr Verständnis !
Meine werten Blogger-Kollegen rufe ich auf, sich ebenfalls an der virtuellen Demonstration zu beteiligen: auch die Weiterentwicklung von Open-Source Weblog-Software und das Angebot für freien Blogspace sind akut gefährdet, falls die EU-Kommission ihre Auffassung zur Patentierbarkeit durchsetzt.
Beiträge auf antibuerokratieteam.de zu Softwarepatenten
Hintergrundinformationen auf Wikipedia
Houston, wir haben ein Problem
„Houston, wir haben ein Problem.“
James Lovell, Apollo 13
„Dr. Rische, holen Sie uns hier raus!“
Deutschland 2005
[...] mehr und mehr Rentner [müssen] am Gängelband der BfA leben. Und ebenso leben die Einzahlenden an diesem selben Gängelband. Sie alle werden unausweichlich zu Spielbällen tagespolitischer Beliebigkeiten im Grundrechtsparadox namens „Generationenvertrag“. Rentner empfinden sich zuletzt als quersubventionierte Kostgänger der Jugend. Und nicht nur Angestellte tanken nolens volens ökosteuerlogisch für die Rente. Der Kulminationspunkt aller Renten- und Steuerlogik ist schließlich: Rentenkassen werden einerseits aus Steuermitteln bezuschußt und andrerseits werden Renten zunehmend besteuert. Wieder einmal leben Menschen also in der Illusion, ein perpetuum mobile konstruiert zu haben. Also: Pflichtversicherte Prozessionsraupen on tour? Nein. Es perpetuiert sich ausschließlich die öffentliche Verwaltung. Das Eigeninteresse am Behördenerhalt hat also wohl – wieder einmal – überwogen. Und das Volk ist gefangen. Alternativlos. Schachmatt. Gegängelt.
Live 8 – gute Menschen für eine schlechte Politik
Am Wochenende versammelten sich viele gute Menschen mit schlechtem Gewissen in verschiedenen Städten zu Konzerten. Ihr Ziel: Schuldenerlass und mehr Geld für Afrika. Die Adressaten: Die Regierungschefs der G8. Diesem Aktionismus liegt die völlig irrige Vorstellung zugrunde, dass zu wenig Geld oder zu wenig Hilfe der Hauptgrund für Hunger und Elend in Afrika sei. Dabei ist in kein Gebiet der Welt auch nur annähernd so viel Entwicklungshilfe geflossen wie nach Afrika.
Western Values in a Globalized World
Dass der grösste Teil der deutschen Islamwissenschaftler und Orientalisten eine bedenkliche Affinität zu nahöstlichen Dikaturen hat, ist bekannt. Beispiele hierfür sind Legion. Natürlich ist Amerika schuld, woran auch immer. Und Israel, aber das darf man nicht so laut sagen. So Michael Kreutz, Orientalist, Neogräzist und Politikwissenschaftler aus Bochum in seinem neuen Weblog Transatlantic Forum – Western Values in a Globalized World.
Er bietet Gegenprogramm auf hohem Niveau:
als wirtschaftsliberaler, proamerikanischer und prowestlicher Blogger legt er Wert auf die Wertegemeinschaft von Europa und den USA und erschliesst für eine deutschsprachige Leserschaft fremdsprachige Quellen zu internationaler Politik, vor allem aus dem Nahen Osten, aber auch aus Europa (einschliesslich Osteuropa).
Ich habe das Transatlantic Forum und seine persönliche Site michaelkreutz.net auf der noch einige weitere lesenswerte Links zu Interviews und Essays zu finden sind, in meiner Blogroll bzw. der Ressourcenliste verlinkt.
Kokser-Karlchen III
Karl Notter spricht die Wahrheit ! Erstes Beweisfoto aufgetaucht.
War er’s oder war er’s nicht ?
War er’s oder war er’s nicht ? Diese Frage, die Verwicklung des in einem wahlähnlichen Verfahren bestimmten neuen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in die Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979 betreffend, wird aktuell in den Medien und auch in der Blogsphere diskutiert.
Ich frage mich: ist das denn so wichtig ? Fakt ist, dass Herr A., ebenso wie seine islamofaschistischen Kollegen im Wächterrat – dem eigentlichen Machtzentrum im Iran – das gegen Israel gerichtete iranische Nuklearprogramm noch forcieren wird, die Chancen für eine Verhandlungslösung noch geringer werden.
Die Schlussfolgerung ist eine gefährliche Kombination von Extremisten, unkonventionellen Waffen und eine fortgesetzte Isolierung vom Westen. Das alles wird viele Probleme für die freie Welt erzeugen bewertete der israelische Vizepremier Schimon Peres die Situation. Quelle
Schröders Entmächtigungsgesetz
Mit einer beachtenswerten persönlichen Erklärung zu Schröders Entmächtigungsgesetz, wie das linke Online-Magazin Telepolis den unrühmlichen Abgang des Pleitekanzlers bezeichnet, beweist der grüne Abgeordnete Werner Schulz Format:
Sie beugen unsere Verfassung, wenn Sie mit Hinweis auf das Grundgesetz ein Referendum über die EU-Verfassung verwehren und im nächsten Moment durch Selbstauflösung des Bundestages eine Volksabstimmung über die Fortsetzung Ihrer Politik herbeiführen wollen. Sie haben geschworen, das Grundgesetz zu wahren und zu verteidigen. Ein paar Schritte vom Kanzleramt entfernt steht an der Schweizer Botschaft der Einstein-Satz: Echte Demokratie ist doch kein leerer Wahn.
Was jetzt passiert, ist aber die Sinnentleerung des Art. 68. Dass ausgerechnet die alten 68er, so wie sie hier versammelt sind, über einen Missbrauch des Art. 68 ihren Abgang vorbereiten, gehört zu den grotesken Momenten dieses Vorgangs.
Hier die komplette auf Spiegel Online dokumentierte Rede
Zero-Tolerance
SPON rezensiert heute eine sicherlich hochinteressante Untersuchung zu rechtsextremen Gewalttätern – Blinde Gewalt – von Andreas Marneros, Professor für klinische Psychiatrie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg.
Marneros stellt in seinem Buch, das auf langjähriger Erfahrung als Psychiater und Gerichtsgutachter basiert, fest: Rechtsextremistische Kriminalität ist schlicht und einfach Kriminalität, gepaart mit einem dummen, primitiven, ekelerregenden und blinden Hass. Bei den Tätern handele es sich um kriminelle Asoziale, die unter dem Mäntelchen einer brüchigen Pseudoideologie töten, verbrennen, vergewaltigen und demütigen.
Ich verstehe dies als Hinweis darauf, dass der Ansatz “akzeptierender” Jugendarbeit gescheitert ist, und nur Zero-Tolerance gegenüber Gewalt (gleichgültig ob angeblich politisch motiviert oder nicht) weiter führt.
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