Mehr Kontroverses netto
Die Stammleser von Antibuerokratieteam.de mögen sich vielleicht an meine Polemik zum armen Professor Hoppe erinnern. In der April-Ausgabe des ef-magazins ist mein Beitrag zur Debatte im Rahmen des Schwerpunkts zur “Hoppe-Affäre” nochmal gedruckt nachzulesen.
Wie fast immer verkörpert auch die Ausgabe Nr. 51 das ganze Spektrum libertärer Diskussion: von absurd (AIDS kommt vom Poppen auf Kokain – Claus Köhnlein) über lesenswert (Marcel Roele über den libertären Denker Charles Murray als Kritiker des Wohlfahrtsstaates) bis grossartig (Naomi Braun-Ferenczi zur “Visa-Affäre”) ist wieder alles enthalten.
Mehr Kontroverses netto eben ;)
P.S.: Das ARTefAKT in der Mitte des Heftes ist leider diesmal noch fürchterlicher als beim letzten Mal. Badewanne, Schminktisch … ich will gar nicht raten, wo sich die Dame das nächste Mal mit Ihrem obligatorischen Buch befindet. Vielleicht stattdessen zwei zusätzliche Seiten Zigarrenwerbung von und mit Stefan Blankertz ? Alles – nur nicht weiter das. Bitte bitte Herr Lichtschlag, schreiten Sie ein. Kleiner Tipp von einem Nichtraucher.
Schwer verstaubt
Antibuerokratieteam.de Leser M.O.Bauer weist auf seinen Verdacht hin, dass Rotgrün die aktuelle Feinstaub-Hysterie dazu nutzen will, die Kraftstoffpreise “anzugleichen”. Yep: die bereits schwer verstaubte (Noch-)NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn prescht auch schon vor und ruft die Klientel heraus aus den Ökosiedlungen, zum Kampf um die letzte Steuererhöhung. Guggsdu: hier

Bärbel und ein weiteres Feinstaubopfer auf einer Betroffenentagung
(Foto: Grüne Jugend. Lizenz: Creative Commons)
You ‘re right, George.
Nun, die Libertären haben sich zu entscheiden: Entweder ist die Herrschaft von Diktatoren illegitim, dann ist sie es absolut. Jede Macht, die diese Herrschaft durch ein freiheitlicheres System ersetzen will, hat das Recht, dies zu tun. Oder sie billigen Diktaturen im Verhältnis zu anderen Staaten eine Legitimität zu, d. h. jene haben das Recht, nicht von außen attackiert zu werden.
So zitiert Wolfgang Scheide auf der neuen Site der Europäischen Gesellschaft für Objektivismus – EGO (wat et nit allet jibt ;) ) einen Beitrag aus einer älteren Ausgabe (Nr. 33 – 04/2003) des ef-magazin. Yes, Sir. Go get the slimy bastards !
Hier der komplette Artikel: Der seltsame Etatismus der Nichtinterventionisten
Freiheitsfabrikanten
Freiheitsfabrik: Der Markt – Libertäres Denkwerk. So nennen die Autoren Michael Kastner und Andreas Ullrich ihr neues Weblog, das ich – der Einfachheit halber – unter der Bezeichnung Freiheitsfabrik in meiner Blogroll verlinkt habe.
Aus Ziel + Credo, Ihrer Selbstdarstellung:
Alltag ist Anarchie. Die meisten Entscheidungen treffen wir, ohne dass es dafür Gesetze gäbe oder wir auch nur danach fragten. Wo es jedoch Gesetze gibt, haben sie verheerende Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen. Wir wollen keine ‚Theorie der Anarchie‘ schreiben, sondern eine kohärente Handlungslogik anarchistischen Lebens und Denkens auf der Grundlage moralischer Entscheidungen. Wir möchten zeigen, warum die Anarchie wichtig ist, weshalb sie funktioniert und wie jeder Einzelne, so er es denn möchte, mehr Anarchie in sein Leben bringen kann und so dem Chaos des Staates die Vernunft einer freien sozialen Ordnung entgegen zu setzen.
Komm, wir gehn ein bisschen spitzeln
Kein Aprilscherz, was da ab 01.04.2005 Rechtswirklichkeit wird: Mit dem Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit (allein schon die Bezeichnung eine Kreation in Orwellscher Eleganz !) endet das Bankgeheimnis in der Berliner Republik.
Finanzbehörden, jede Polizeidienststelle, Sozial-, und Bafög-Amt, aber auch gelangweilte Sachbearbeiter bei den Arbeitsagenturen (sofern sie ihren Vorgesetzten informieren, was auch immer das heissen mag) haben ab diesem Termin die Möglichkeit, ohne konkreten Verdacht auf die Stammdaten von Bankkunden zuzugreifen. Die Kosten für die nötige Spezifikation der IT-Schnittstellen tragen übrigens erneut die Kreditistitute – und damit deren Kunden.
Schnell und arrogant.
So könnte man die Reaktion von Gerhard Rampp, dem Pressesprecher des bfg Bayern auf die Fragen von Antibuerokratieteam.de zu seiner im Namen des Bundes für Geistesfreiheit verbreiteten Wahlwerbung für die PDS bezeichnen. Ich dokumentiere seine Mail weiter unten. Hier die Antwort:
Werter Herr Rampp, warum denn gleich so patzig auf ein paar sachliche Fragen ? Sie bezeichnen meine Recherchen als Gesinnungsschnüffelei und Wichtigtuerei. Da haben Sie wohl den Sinn einer freien Presse – und hierzu gehören inzwischen auch Weblogs – nicht ganz begriffen:
Ihre persönliche Gesinnung und Ihr Wahlverhalten tun hier nichts zur Sache, sehr wohl aber Ihre Funktion – auch wenn Sie im politischen Gesamtkontext nicht sonderlich wichtig ist (btw: haben Sie sich schon mal überlegt, dass es auch an Agitatoren wie Ihnen liegen könnte, dass so wenige Konfessionslose Mitglied der Interessensvertretung der Konfessionslosen werden ?).
Freie Geister oder steuerfinanzierter Agitprop ?
Die Tragödie um Terri Schiavo in den USA erinnerte mich daran, meine Angelegenheiten im Dieseits insoweit in Ordnung zu bringen, dass diverse Vertreter eines oder mehrerer Götter auf Erden zuverlässig daran gehindert werden, sich anzumassen in meinem Namen zu sprechen, falls ich nicht mehr dazu fähig sein sollte, sie daran zu hindern (bzw. anschliessend an meinem Grab religiösen Unsinn zu erzählen).
Bei diesbezüglichen Recherchen fiel mir der Bund für Geistesfreiheit (bfg Bayern) K.d.ö.R. auf, der sich in seiner Selbstdarstellung als Interessenvertretung für humanistische Konfessionslose sowie AtheistInnen und als dogmenfrei, humanistisch, demokratisch und überparteilich bezeichnet. Er wurzele geistig und emotional in der historischen Aufklärung, durch die beispielsweise die staatskirchliche Hexenverfolgung und zugehörige Folterjustiz beendet wurde. Der richtige Verein also für einen agnostischen, liberalen Kirchenkritiker wie mich, dachte ich mir. Und als Körperschaft des öffentlichen Rechts könnte er auch noch ein klein wenig von den mir expropriierten Steuergeldern gegen religiösen Irrationalismus und die Machtanmassung der Staatskirchen einsetzen.
Die europäische Post-Demokratie
In einem FAZ-Gespräch nahm am 15.03.05 der tschechische Präsident Vaclav Klaus die Integrations- und Zentralisierungspolitik der EU-Bürokraten in erfrischender Deutlichkeit aufs Korn. Auszüge:
Ich bin nicht nur für die freie Bewegung der Güter und Dienstleistungen, sondern auch der Menschen, der Ideen, Ideologien, Positionen und so weiter. Dafür bin ich, das habe ich hundertmal betont und wiederholt. Ich bin allerdings gegen die zweite Phase des Prozesses der europäschen Integration, die auf ganz anderen Ideen beruht. Ich unterscheide klar zwischen Integration auf der einen Seite und Vereinheitlichung, Unifikation auf der anderen. [...]
Die alte sozialistische Idee, die wir aus der Vergangenheit unserer Länder sehr gut kennen, besagt, dass um so mehr Regulierung von oben nötig ist, je grösser und komplizierter das System ist. Wir haben zu kommunistischen Zeiten lange gegen diese Idee gekämpft und damals unsere Argumente gegen eine Steuerung der Wirtschaft von oben klar formuliert und ausgearbeitet. [...]
Die Erweiterung kann nicht ohne die Frage der Vertiefung diskutiert werden. Ich bin gegen jede weitere Vertiefung und für die grösstmögliche Erweiterung: Türkei, Marokko, Ukraine, Kasachstan – je mehr, desto besser.
‘Lex Terri’: abstossendes und unwürdiges Manöver
Die von vielen Konservativen in den USA forcierte juristische Schlammschlacht um die Einstellung der künstlichen Ernährung für die Wachkomapatientin Terri Schiavo ist im Kongress angelangt. Dessen – die Gewaltenteilung durchbrechendes – Dringlichkeitsgesetz, eine mit allen parlamentarische Tricks durchgesetzte “Lex Terri”, ist allerdings ein durchsichtiges Manöver, wie die TAZ in ihrer heutigen Ausgabe richtig feststellt:
Es missachtet die geltende Rechtsprechung, die zum Vehikel politisch-ideologischer Auseinandersetzungen verkommt. Es offenbart erneut eine Geringschätzung gegenüber der Wissenschaft, hier der medizinischen Gutachten. Es schafft überdies einen gefährlichen Präzedenzfall. Wer will verhindern, dass nicht in Zukunft tausende Familien ihre unlösbaren Konflikte vor den Kongress tragen werden.
Gehe in den Untergrund !
Übers Wochenende verabschiede ich mich mit Kind, Kegel, T3 und einem linkskonservativen Professor in die Fränkische Schweiz zu den Pottensteiner Höhlen. Stay tuned !
Überflüssige Gesetzesänderung
Gefragt war ein politische Auseinandersetzung, reagiert wurde aber durch eine Verschärfung des Straf- und des Versammlungsrechtes. Das bringt nicht viel.
So der Verfassungsrechtler Ulrich Battis in einem Interview zur letzte Woche erfolgten Änderung des Versammlungsrechtes (die übrigens von der FDP als einziger Fraktion abgelehnt wurde) im linken Online-Magazin Telepolis.
btw: welch teilalphabetisierte Volltrollos sich im offenen Diskussionsforum des Magazins herumtreiben, kann man z.B. im Post eines “/ajk” zum Artikel nachlesen:
leider erscheint mir es immer mehr, daß diese Naziaufläufe zu einem bestimmten Anteil ein Protest gegen das Establishment ist.. Ich emfinde es als ziemlich bedrohlich, daß die Politische Sitation so ist, daß man mit “linken Protest” nichts mehr ausrichten kann. Also daß die Politiker nicht aus der Fassung geraten.
Neue Freunde der offenen Gesellschaft
Ich erlaube mir, auf einen neuen Link in meiner Blogroll hinzuweisen:
Freunde der offenen Gesellschaft.
Dort haben zwei Berliner in einem etwas langatmigem Manifest, das noch voll von blumigen linken Stereotypen ist, wie z.B. den Köpfen der gigantischen Hydra die es abzuschlagen gelte, ihre Abrechnung mit eben jener Linken formuliert.
Sie laden alle Interessierten zu einem ersten unverbindlichen Zusammensitzen der Freunde der offenen Gesellschaft ein:
Das im Text zitierte My Sex, my Drugs and my Rock’n’Roll are my fucking own business! von Jane’s Addiction wäre ein gutes Motto hierfür.
Fazit: Unbedingt lesen !
Congratulations Heide !
Hiermit gratuliere ich in aller Form und mit der mir eigenen Zurückhaltung und Freundlichkeit Heide Simonis zum verdienten Ergebnis bei der Wahl zum Ministerpräsidenten in Schleswig-Holstein:

Ein Fall für den Tierschutzverein
Mit der neuen Chemikalienveordnung REACH generiert Rotgrün nicht nur Kosten in Höhe von voraussichtlich 2,3 bis 5,2 Milliarden Euro, und schränkt damit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produzenten weiter ein, sondern verursacht auch den völlig sinnlosen Tod von bis zu 20 Millionen Versuchstieren.
Darauf weist David Harnasch in einem lesenswerten Beitrag für das Magazin NOVO hin.
Who the Fuck is Lothar Gerritzen ?
Wenn die Klimakatastrophe schon nicht in Echt kommen will, dann wenigstens ein virtuelles Sommerloch im März, dachte sich mein Lieblings-Onlinemagazin wohl. In einem Interview darf sich dort der schon etwas angejahrte Mathematikprofessor (who the Fuck is) Lothar Gerritzen aus Bochum über die unlogische Art, wie wir in Deutschland zählen ausbreiten:
Wenn wir an eine Zahl wie die 364 geraten, dann lesen wir zuerst die 3, dann die 4 und müssen schließlich die 6 von rechts aus lesen. Dadurch können Missverständnisse auftreten. Die Umstellung auf Andersrum könne durchaus ein bis zwei Generationen dauern, aber er findet, wir sollten einen Anfang machen.
The Berlin Wall has fallen.
The Berlin Wall has fallen. We can see it. So beschrieb schon Ende Februar der Kolumnist des Daily Star Beirut, Michael Young, im undogmatisch-libertären US-Magazin reason online (”Free Minds and Free Markets”), die Stimmung bei Vielen im Nahen Osten seit den freien Wahlen im Irak. Waren es damals noch Zehntausende die in Beirut auf die Strasse gingen, demonstrierte gestern schon eine Million für den Abzug Syriens und einen freien Libanon, wie Spiegel Online berichtet.
Ich habe den reason online Artikel von Michael Young nachfolgend aus dem Englischen übersetzt, da ich denke, dass er ein lesenswerter Beitrag zur liberalen Debatte auch in Deutschland ist, wo viele Liberale und Libertäre sich – ebenso wie in USA – mit dem demokratischen Imperialismus der amerikanischen Neokonservativen schwer tun.
Vom Kugelhagel zersiebt …
… ist dieses Fahrzeug hier, dessen Foto Medienkritik Online veröffentlicht, definitiv nicht:

Die Terrorunterstützerin Sgrena lügt. Quod erat demonstrantum.
Update: Auf den Seiten der italienischen Zeitung Repubblica gibts eine komplette Fotogalerie
So nicht Statler und Waldorf !
Meine Bloggerkollegen von Statler & Waldorf sind eindeutig zu weit gegangen: das Trash-Foto, das Waldorf auf seiner Website veröffentlicht, mag zwar gruselig sein, führt aber drei ganz offensichtlich behinderte Mitmenschen, die unseres Mitleides anstatt unseres Spottes bedürfen, im öffentlichen Raum vor.
Scheusslich Hohlbein !
Ich bringe den Link hier ausschliesslich aus Informationsgründen und übernehme keinerlei Haftung für evt. Spätfolgen:
Hiermit erkläre ich, dass ich über 18 bin und meine Kinder aus dem Büro geschickt habe
Gesetz des Bürokratendschungels
Mein Leser M.O.Bauer weist auf einen SPON-Beitrag hin, in dem kritisiert wird, dass die Verwaltungskosten der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit um 300% gestiegen sind, während die Mittel für die staatlichen “Personal-Service Agenturen” (PSA) von 1.000 auf 500 EUR per Arbeitslosen reduziert wurden.
So what, Markus ? Irgendwie müssen die steigenden Gehälter der Damen und Herren Beamten vertreten durch den Vorstand
Herrn Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender (CDU)
Herrn Heinrich Alt, Vorstand Operativ (SPD)
doch finanziert werden ! Mittel kürzen, um sich selbst Mittel bewilligen zu können – ein altes Gesetz des Bürokratendschungels.
Im Übrigen bin ich der Aufassung, dass die Kürzungen für die PSA proportional so weiter gehen sollten: 1000 – 500 – 0.
Private Zeitarbeits- und Arbeitsvermittlungsunternehmen, sowie Headhunter – an die sich die o.g. Herren nach der längst fälligen Auflösung der Bundesagentur im Jahr 2006 sicher wenden werden – bringens allemal besser.
Update zu Studiengebühren
Von Martin S.Hagen, dem Vorsitzenden der bayrischen Jungen Liberalen, der ebenfalls ein lesenswertes Weblog betreibt, habe ich zu meinem Eintrag Vorsicht, Mythenbildung! gerade die Nachricht erhalten, dass die bayrischen Julis, gemeinsam mit den Schwaben und den Sachsen-Anhaltinern die von mir zitierte Beschlusslage gekippt haben. Das Thema sei aber innerverbandlich nach wie vor umstritten. Mea Culpa Martin !
Insofern möchte ich auch auf den Comment von Wolfgang antworten: sicher gibt es noch viele Sozis in der F.D.P. – tun wir unser Bestes, sie vom Liberalismus zu überzeugen !
“Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” pflegte mein alter Deutschlehrer Gustav Mödl (dessen Weisheit ich leider erst in den letzten Jahren schätzen lernte :) ) immer zu sagen …
Bureaucrazy
Dirk Friedrich weist in seinem Weblog erzliberal.de auf eine bürokratische Schildbürgertat ohnegleichen hin, über die das Magazin frontal21 berichtet:
der Tippfehler eines Finanzbeamten, der an einen 70 jährigen Rentner eine Steuerforderung in Höhe von 287 Millionen Euro versandte, kostet den Steuerzahler schlappe 2,3 Mio. Euro Anwaltshonorar.
Ich habe eigens für diesen Vorfall die neue Kategorie Bureaucrazy eingerichtet.
Wenn Sie auf ähnlichen Wahnsinn, bürokratische Schikanen, Verschwendung von Steuergeldern hinweisen möchten, nutzen Sie unsere Funktion Mail oben in der Navigationsleiste – wir gehen Ihren Hinweisen nach und veröffentlichen sie gegebenenfalls !
Vorsicht, Mythenbildung!
Einige ganz hervorragende Argumente pro Studiengebühren für meine sozialdemokratischen* Freunde von den Julis und der L.H.G. aus der sozialdemokratischen* Zeitung Die Zeit.
(*ich meine das im Sinne von Sloterdijk, der von den vier sozialdemokratischen Parteien im Bundestag geschrieben hat. Ich wollte Euch nicht ärgern, wirklich nicht. Oder doch ? Neeeeeiin ! Auf so etwas würde ich nicht einmal im Traum kommen ;) )
Internationales Zeichen für Ehe
Ich hatte gerade anlässlich meines alternden VW-Busses T3, den das Zipperlein plagt, eine kleine aber feine Diskussion mit meiner Göttergattin hinsichtlich der Benutzung unseres Zweitfahrzeuges, um morgen früh wieder an der Generierung von 90% des Familieneinkommens zu arbeiten. Nachdem ich das Rededuell nur knapp gewonnen habe, und ein nachtragender Mensch bin, veröffentliche ich hiermit das international gebräuchliche Zeichen für Ehe:

Gefunden auf NetReapers krude, perverse Phantasien. So krude ist das gar nicht, das ist bittere Realität, tagtäglich ! In Millionen deutscher Haushalte. Und alle sehn weg !
Rachida und die Terroristen
Sehr sehr kurzfristiger TV-Tip – klingt interessant, was da für heute, Mittwoch 09.03. abend 22.45 auf ARTE angekündigt ist:
Die junge Lehrerin Rachida lebt und unterrichtet in Algeriens Hauptstadt Algier. Eines Tages wird sie von Terroristen bedrängt, eine Bombe in ihrer Schule zu deponieren. Als sie sich widersetzt, wird sie niedergeschossen. Rachida überlebt und flieht gemeinsam mit ihrer Mutter vor dem Terror aufs Land. Doch auch dort gibt es kein Entkommen. … Kompletter Programmhinweis
Legitimer Widerstand
Widerstand, auch militärische Aktionen gegen die Besatzer, ist selbstverständlich legitim. Das hat mit Terrorismus im engeren Sinne nichts zu tun
So wird Joachim Guillard vom “Antikriegsforum Heidelberg” in einem Artikel der linken Zeitschrift jungle world zitiert, auf den Henryk M. Broder auf der Achse des Guten hinweist. Herr Guillard ist einer der Organisatoren einer Konferenz am 12.03 in Berlin, auf der verschiedene linke Organisationen und Gruppen, ihren “antiimperialistischen Widerstand” gegen die gewählte irakische Regierung und die alliierten Truppen mit irakischen Terrorunterstützern vernetzen wollen.
Gemäss jungle world – die dieses Zusammengehen mit den Islamofaschisten kritisiert – treten als Unterstützer z.B. Attac, die Ex-FDJ-Zeitung Junge Welt, die DKP Berlin, die KPD, das Arabische Kulturforum Berlin, der Deutsche Friedensrat, das ba’athistische Komitee Freier Irak und die Betreiber der Zehn-Euro-Kampagne, bei der Geld für die Terroristen gesammelt wird, auf. Als Kostprobe dessen was zu erwarten ist, noch ein Zitat von einem der Podiumsgäste, Awni al-Kalemji, dem Sprecher der “Irakischen Patriotischen Allianz” (IPA):
Alte Weissagung der Cree
Erst wenn das letzte Unternehmen abgewandert,
der letzte Arbeitnehmer entlassen,
der letzte Mittelständler pleite gegangen ist
werden grüne Volkspädagogen bemerken,
dass bürokratische Regelungswut
ihre Planstellen nicht finanziert
Alte Weissagung der Cree, i.d.R. auf der Heckscheibe dicker Volvos zu finden (allerdings in leicht abgewandelter Form)
Oder war das Antidiskriminierungsgesetz ganz anders gemeint und die möchten nur eine Möglichkeit schaffen zu klagen, wenn sie zur Bundestagswahl 2006 von einer Mehrheit der Wähler wegen ihrer Weltanschauung, ihres Alters und ihrer Behinderung (die sind saudoof, hat das eigentlich noch keiner gemerkt !?) diskriminiert werden sollten ?
Einfach nur wahnsinnig wütend
Die von irakischen Terroristen entführte italienische Journalistin Giuiliana Sgrena ist frei, ein italienischer Geheimdienstmitarbeiter kam bei der Aktion durch “friendly Fire” amerikanischer Truppen um:
Während der ersten Tage meiner Entführung habe ich keine einzige Träne vergossen. Ich war einfach nur wahnsinnig wütend”, schrieb Sgrena heute selbst in “Il Manifesto”. Immer wieder habe sie ihre Kidnapper gefragt: “Wie könnt ihr mich entführen, wenn ich doch gegen den Irakkrieg bin?” ist in SPON zu lesen.
Wie konnten die irakischen BefreiungskämpferInnen nur so etwas tun ? Jemanden der eigentlich auf ihrer Seite steht, anzugreifen ?
Den US-amerikanischen Imperialisten und ihren irakischen Kollaborateuren gönnt man/frau ja sowas, als linke Journalistin, aber wenn es einen dann selbst trifft, kommt man schon ins Zweifeln, nicht ? Doch das Verhältnis renkte sich nach kurzer Verwirrung glücklicherweise schnell wieder ein und wurde entspannter, unter Antiimperialisten sozusagen. Das linke Online-Magazin Telepolis schreibt dazu:
Some Changes
Den Beitrag “Besoffen im Bundestag” von gestern mit dem Soundfile des angetrunkenen FDP-MdB habe ich heute wieder aus Antibuerokratieteam.de entfernt. Das Thema Alkohol am Arbeitsplatz ist zu ernst, um sich darüber lustig zu machen.
In der Linkliste habe ich eine neue Kategorie – Ressourcen – eingerichtet: Verknüpfungen zu Websites, die nützlich zur Informationsrecherche sind. Besonders hervorzuheben hier die Seiten des IUF – Institut für unternehmerische Freiheit – einem Berliner Think Tank, der auf herrlich undogmatische Weise libertäres Gedankengut weiter verbreitet, Mehr Freiheit, einer hervorragenden Zusammenstellung radikal liberaler Argumente, sowie Libraltar dem Suchportal von David Schah, das noch viel mehr libertäre und liberale Ressourcen linkt.
Zwangs-Pay-TV Online
Angesichts der Kritik der EU-Wettbewerbskommission an den Internet- und Mobilfunk-Aktivitäten von ARD und ZDF gibt sich der ZDF-Intendant Markus Schächter auf SPON generös: “Wir sind bereit, in Sachen Transparenz weitere Regelungen im Hinblick auf kommerzielle Aktivitäten zu verabreden.”
Ich bin nicht bereit, in Sachen des öffentlich-rechtlichen Zwangs-Pay-TV-Systems, wie Martin Hagen in seinem Blog die gebührenfinanzierten Sender zutreffend nennt, eine andere Regelung als die Eigenfinanzierung zu akzeptieren.
“Die Kommission forderte die Bundesregierung auf, mit Hilfe einer neuen Aufsichtsbehörde für eine klare Unterscheidung öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Aufgaben von ARD und ZDF zu sorgen.” steht im Spiegel-Beitrag weiter zu lesen.
Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn Bürokraten eine pfiffigere Lösung als die Schaffung von Planstellen für neue Bürokraten eingefallen wäre. Weg mit der GEZ !
Juli-Chef gibt den Löffel ab
Jan Dittrich, der bisherige Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, ist heute nach massiven Protesten wegen seiner Pressemitteilung vom 2.März, in der er den Vorwurf geäussert hatte, “die Alten leben auf Kosten der Jungen” mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.
Im Zentralorgan für Populismus darf der gescheiterte Ex-Arbeitsminister Riester in trautem Verein mit dem Pensionär Norbert, der Angst um seine Löffel hat, und der zukünftigen Frührentnerin Ulla, die schockiert ist, seiner Empörung freien Lauf lassen: „In Dittrichs Alter hatte ich schon zwölf Jahre Akkord als Fliesenleger hinter mir. Er vergiftet das Klima zwischen Jung und Alt.“ Wenn er nur bei den Fliesen geblieben wäre.
Der arme Professor Hoppe
Vor kurzem war ich mit einer Freundin zum Essen aus: ich hatte mir Callos a la madrilena bestellt – ein Gedicht, für alle die kultiviert genug sind, um zu wissen, dass spanische Küche mehr bedeutet als Paella. Am Nebentisch debattierte eine Gruppe von Damen im Schlabberlook so um die 40+/-x, die ersten grauen Haare mit Henna resp. Giftgrün verdeckt und das Gesicht mit Blech verunstaltet, sehr angeregt über den verdammenswerten Abbau von Planstellen für SozialpädagogInnen, Hartz IV, die Klimakatastrophe und die Vorteile der Unterwassergeburt. Nachdem ich mich mindestens zwanzig Minuten mannhaft zurückgehalten hatte, brach es aus mir heraus:
ßkoschlampe! Mein beiläufig, wenn auch ziemlich unpassend, in die Unterhaltung mit meiner Begleiterin eingestreutes Wort traf wie ein Peitschenhieb. Die mit der grünen Frisur und dem Nasenring verschluckte sich an ihrer Paella. Ich freute mich sehr und prostete den Mädels freundlich zu.
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